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False Premise produces False Conclusions
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The article is in German from the Jewish
newspaper Die Jüdische from Austria, dated 20 December 2006
L’article est en allemand et est publié dans la journal autrichien Die
Jüdische, le 20 decembre 2006
Title: Why does Iran deny the holocaust?
Titre: Pourquoi l’Iran dénie l’holocauste?
Author's answer: because the Iranian president carries out a religious
war, wants to annihilate Israel and uses the denial of the holocaust as an
ideological tool, as well as a means to find support in Europe - because
according to the author anti-semitism increases in Europe.
Réponse de l’auteur: parceque le président iranien mène une guerre
réligieuse, veut détruire l’Iran et utilise le niement de l’holocauste comme
instrument idéologique, également pour trouver du support en Europe - qui
devient de plus en plus antisémite d’après l’auteur.
Author's conclusion: Iran has to be put under massive pressure, otherwise
there will be either a bad ending – war – or a terrible ending – an Iranian
atomic bomb.
Conclusion de l’auteur: L’Iran doit être mis masivement sous pression,
sinon cela aura ou bien une mauvaise fin – une guerre – ou bien une terrible fin
– un bombe atomique iranienne.
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Warum leugnet der Iran den Holocaust ?
Anmerkungen zur Leugnerkonferenz in Teheran
Matthias Küntzel,
die
jüdische 20 Dezember 2006
Vor einer Woche beendete Irans Präsident Ahmadinejad die Konferenz der
Holocaust-Leugner in Teheran. Es war schon eine obskure Parade, die hier
zusammengekommen war: Der ehemaligen Ku-Klux-Klan-Führer David Duke, die
durchgeknallten Anhänger der jüdischen Sekte Natorei Karta, deutsche
NPD-Funktionäre sowie die bekannte Galerie der Holocaustleugner.
Frederick Töben hielt einen Vortrag unter dem Titel
„Der Holocaust – Eine Mörderwaffe“ – offenbar war ihm Martin Walsers Wort von
der „Auschwitzkeule“ nicht effektvoll genug, Robert Faurisson bezeichnete die
Schoa als „Lügengeschichte“, seine Kollegin Veronika Clarke aus den USA erklärte:
„Die Juden haben in Auschwitz Geld verdient“, ein Professor McNalley brachte „Zauberer
und Hexen“ ins Spiel, an die zu glauben so lächerlich sei, wie den Holocaust für
ein Faktum zu halten, während der Belgier Leonardo Clerici in seiner Kapazität
als Muslim die folgende Erklärung abgab: „Ich glaube, dass der Wert der
Metaphysik höher ist, als der der Geschichte.“
Niemand hätte sich für diese Versammlung, wenn sie in irgendeiner Hafenkneipe
von Melbourne getagt hätte, interessiert. Sie gewann nur deshalb Gewicht und
historische Bedeutung, weil sie sich auf Einladung und in den Räumen des
iranischen Außenministerium abspielte - in den Räumen einer Regierung, deren
Land über die nach Saudi-Arabien größten Ölvorkommen und die nach Russland
größten Erdgasvorkommen der Welt verfügt, in Räumen, in denen das oben Zitierte
kein Gelächter, sondern andächtiges Kopfnicken und Applaus hervorrief, in Räumen,
deren Wände die Fotos von Leichen zeigen, die die Aufschrift „Mythos“ tragen,
sowie Fotos von lachenden KZ-Überlebenden mit der Aufschrift „Wahrheit“.
Diese Leugner-Konferenz markiert eine Zäsur, weil hier erstmals die Führung
eines großen und wichtigen Landes die Leugnung der Schoa in das Zentrum ihrer
Außenpolitik gerückt hat. Und schon dies allein verändert die Welt. Warum? Weil
sich die Vereinten Nationen, die einst als Antwort auf die Massaker des II.
Weltkriegs gegründet wurden, mit dieser von Staats wegen betriebenen Verhöhnung
der gesamten zivilisierten Welt offenkundig abfinden.
Zwar bezeichnete der neue UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die Leugner-Konferenz
als „unakzeptabel“. Doch blieb seine Antwort auf die Frage nach möglichen
Konsequenzen schwach: „Ich bin bereit, mit der iranischen Führung in einen
Dialog einzutreten.“ Wie bitte? In einen Dialog darüber, ob es den Holocaust
gab? Falls es in den nächsten Wochen und Monaten bei dieser Haltung bleiben
sollte, hätte sich die Holocaust-Leugnung als immerhin mögliche
Vergangenheitsbetrachtung etabliert. Dann könnte sich z.B. Venezuela anschließen,
dann könnte es passieren, dass in absehbarer Zeit ein Drittel der Länder der
Vereinten Nationen das jüdische Leid im Zweiten Weltkrieg zum zionistischen
Hirngespinst erklärt.
Die Leugnerkonferenz von Teheran markiert aber nicht nur aufgrund ihres
staatlichen Charakters eine Zäsur, sondern auch wegen ihres Zwecks. Früher
wollten Holocaust-Leugner die Vergangenheit revidieren. Heute wollen sie Zukunft
gestalten, den nächsten Holocaust vorbereiten. Daran ließ Irans Außenminister
Manucher Mottaki in seiner Eröffnungsrede keinen Zweifel: Wenn „die offizielle
Version des Holocaust in Zweifel gezogen wird,“ so Mottaki, dann muss auch „die
Natur und Identität Israels“ in Frage gestellt werden.
Die Spezifik der Judenverfolgung im Kontext der allgemeinen
nationalsozialistischen Kriegsführung wird abgestritten, um ein zentrales Motiv
der Gründung Israels zu entwerten. Die Befassung mit Auschwitz wird
delegitimiert, um einen zweiten antijüdischen Genozid zu legitimieren. Wenn es
den Holocaust aber doch gegeben habe, so die Rhetorik Ahmadinejads, habe Israel
in Palästina erst recht nichts verloren. Das Ergebnis bleibt so oder so gleich:
Israel muss verschwinden.
Nur aus diesem Grund wertete der Iran die Delegation der jüdische Sekte Neturei
Karta, die den Holocaust nicht leugnet, derart auf: Weil sie die Zerstörung
Israels begrüßt. Diese Zielsetzung war der gemeinsame Nenner, der die Teilnehmer
dieser Konferenz miteinander verband.
Ahmadinejad brachte ihn in seinem Schlusswort auf den Punkt. „Die Existenzkurve
des zionistischen Regimes geht nach unten“, erklärte er vor der Versammlung, „es
stürzt bald zusammen. .... Das zionistische Regime wird wegradiert und die
Menschheit befreit werden.“
Holocaust-Leugnung und Atomprogramm
So wie Hitler mit dem Mord an den Juden die Menschheit in seinem Sinne zu „befreien“
suchte, so glaubt Ahmadinejad die Menschheit durch die gewaltsame Auslöschung
Israels „befreien“ zu können. Untrennbar ist die Leugner-Konferenz als
Instrument der Propaganda mit dem Atomprogramm als Instrument der Ausführung
verknüpft.
Vor fünf Jahren, im Dezember 2001, hatte der ehemalige iranische Präsident
Hashemi Rafsanjani erstmals damit geprahlte, dass „eine einzige Atombombe
innerhalb Israels alles zerstören“ würde, während der Schaden eines potentiellen
nuklearen Gegenschlags für die islamische Welt begrenzbar sei. „Solch eine
Möglichkeit in Betracht zu ziehen, ist nicht irrational.“ Während die islamische
Welt beim israelischen Gegenschlag
Hunderttausende „Märtyrer“ opfern könnte, ohne unterzugehen, so die Logik
Rafsanjanis, wäre Israel schon nach der ersten Bombe Vergangenheit.
Es ist eben diese Suizid-Mentalität, die das iranische Atomwaffenprogramm von
den Programmen aller anderen Länder unterscheidet und so gefährlich macht. 1980
brachte Khomeini diese Mentalität auf den Punkt: „Wir verehren Gott, nicht den
Iran. Patriotismus ist nur ein anderer Name für Heidentum. Ich sage: Lasst
dieses Land [den Iran] ruhig in Rauch und Flammen aufgehen, sofern nur der Islam
in der übrigen Welt triumphiert.“
Denen, die dazu neigen, derartige Aussagen für bedeutungslos zu halten, möchte
ich die Ankündigung von Mohammad Hassan Rahimian, dem Vertreter des iranischen
Revolutionsführers Ali Khamenei, der in der iranischen Hierarchie noch höher als
Ahmadinejad steht, nicht vorenthalten: Rahimian erklärte vor einem Monat, am 16.
November 2006: „Der Jude“ – nicht der Zionist, sondern: der Jude! – „ist der
hartnäckigste Feind des Frommen. Und der Hauptkrieg wird über das Schicksal der
Menschheit bestimmen. ... Das Wiedererscheinen des 12. Imam wird einen Krieg
zwischen Israel und der Schia mit sich bringen.“ Niemand kann bestreiten, dass
das Land, dass als erstes die Holocaust-Leugnung zum Gegenstand seiner
Außenpolitik macht identisch ist mit dem Land, dass als erstes einem anderen UN-Mitgliedstaat
unverblümt mit der Vernichtung droht.
Warum wird dann aber der Holocaust in Abrede gestellt, statt ihn zu feiern? Den
meisten Zuspruch fand Ahmadinejads Holocaust-Leugung in der arabischen Welt, wo
ihn besonders die Hisbollah, die ägyptische Muslimbruderschaft und die Hamas
hierfür lobten. Doch gerade hier wird Hitler nicht wegen der Autobahn bewundert
und auch nicht wegen des Einmarschs in Paris, sondern wegen des Judenmords.
Warum also wird der Holocaust ausgerechnet dort am meisten geleugnet, wo die
Bewunderung für Hitler bis heute die höchsten Blüten schlägt? Wie gehen
Holocaust-Leugnung und Hitler-Bewunderung zusammen? Den Schlüssel zur Auflösung
dieses Paradox liefert ein Blick auf die antisemitische Mentalität.
„Bruder Hitler“, „Märtyrer Eichmann“
Jede Holocaust-Leugnung ist ein auf die Spitze getriebener Antisemitismus. Wer
Auschwitz zum „Mythos“ erklärt, zeichnet die Juden als einen universellen Feind,
der die Menschheit um des schnöden Mammons willen seit 60 Jahren fortlaufend
betrügt. Wer vom „sogenannten“ Holocaust spricht, unterstellt, dass über 90
Prozent der Lehrstühle und Medien der Welt von Juden kontrolliert und hermetisch
gegen die „eigentliche“ Wahrheit abgeschottet werden.
Wer Juden derartiger Untaten bezichtigt, kann Hitlers Endlösung schlecht
kritisieren. Schon deshalb ist in jeder Leugnung des Holocaust die Aufforderung,
ihn zu wiederholen, implizit enthalten.
Im April 2002 schrieb ein ägyptischer Kolumnist in der zweitgrößten, staatlich
kontrollierten ägyptischen Tageszeitung, Al Akhbar: „Hinsichtlich des Schwindels
mit dem Holocaust haben viele französische Studien bewiesen, dass dies nichts
als Fabrikation, Lüge und Betrug ist. Ich aber beschwere mich bei Hitler und
erkläre ihm vom tiefsten Grund meines Herzens: ,Wenn du es nur getan hättest,
mein Bruder, wenn es doch nur wirklich geschehen wäre, sodass die Welt ohne ihr
[der Juden] Übel und ihre Sünde erleichtert aufseufzen könnte.“ Hier wird
vorgeführt, wie man den Holocaust in einem Atemzug leugnen und feiern kann.
Oft wird jedoch die Begeisterung für die Schoa auch ohne Einschränkung
formuliert. Sie wurde erstmals 1961, als der Prozess gegen Adolf Eichmann hohe
Wellen schlug, evident. Damals publizierte die jordanische Jerusalem Times einen
„Offen Brief an Eichmann“, in dem es hieß: „Mit der Liquidierung von 6 Millionen
(Juden) haben Sie der Menschheit einen wahren Dienst erwiesen. ... Es wird Sie
trösten, dass dieser Prozess eines Tages in der Liquidierung der verbliebenen
sechs Millionen gipfeln wird, um Ihr Blut zu rächen.“
Arabische Autoren wie Abdallah al-Tall rühmten „den Märtyrer Eichmann“, der „im
Heiligen Krieg gefallen“ sei. In ihrem Buch „Eichmann in Jerusalem“ fasste
Hannah Arendt diese Stimmung wie folgt zusammen: „Die Zeitungen in Damaskus und
Beirut, in Kairo und Jordanien verhehlten weder ihre Sympathie für Eichmann noch
ihr Bedauern, dass er ,sein Geschäft nicht zu Ende geführt’ habe; eine
Rundfunksendung aus Kairo am Tag des Prozessbeginns enthielt sogar einen kleinen
Seitenhieb auf die Deutschen, denen jetzt noch vorgeworfen wurde, dass ,im
letzten Krieg nicht ein deutsches Flugzeug je eine jüdische Siedlung überflogen
und bombardiert’ hätte.“
Dieser Herzenswunsch, alle Juden vernichtet zu sehen, wurde im April 2001 in der
ägyptischen Tageszeitung Al-Akhbar wiederholt. „Lasst uns bei Hitler bedanken“,
schlug hier der Kolumnist Achmad Ragab vor. „Er hatte sich an den Israelis im
Voraus gerächt. Wir machen ihm nur den einen Vorwurf, dass seine Rache nicht
vollständig genug gewesen ist.“
Es liegt auf der Hand, dass diese Begeisterung über den Holocaust, logisch
betrachtet, mit dessen Leugnung unvereinbar ist. Diese Erkenntnis verfehlt
jedoch den Punkt. Antisemitismus basiert auf einer emotionalen Infrastruktur.
Diese setzt an die Stelle von Logik und Vernunft eine irrlichterne Kombination
von sich ausschließenden Zuschreibungen, deren einziger gemeinsamer Nenner der
eliminatorische Hass auf alles Jüdische ist.
Aus diesem Grund werden alle Versionen einer antijüdischen Interpretation des
Holocaust gleichzeitig und quer durcheinander benutzt:
Erstens das Hurra über die millionenfache Vernichtung, zweitens der empörte „Nachweis“,
dass diese millionenfache Vernichtung eine Erfindung der Zionisten sei; drittens
die Behauptung einer jüdischen Verschwörung gegen Deutschland, die Hitler
konsequent vereitelt und bestraft habe; viertens die Gewissheit, dass der
Holocaust vom Zionismus und den Nazis in Gemeinschaftsarbeit eingefädelt worden
sei; fünftens der Vorwurf, dass eben jene Zionisten den Judenmord mit ihrer
„Holocaust-Industrie“ aus durchsichtigen Motiven aufbauschten, sechstens, dass
der wahre Holocaust das Vorgehen der Israelis gegen die Palästinenser sei - und
so weiter und so fort.
Wir haben es mit einem fantastischen Parallel-Universum zu tun, in dem das
Realitätsprinzip ständig verletzt wird und in dem lauter sich eklatant
widersprechende Phantasievorstellungen über Juden ihren Platz haben, solange sie
nur die antisemitische Paranoia und den antisemitischen Hass bestätigen – ein
Universum, in dem die Gesetze der Vernunft eliminiert und alle seelischen
Energien in den Dienst des Antisemitismus eingespannt sind. Dieses Universum
zeichnet sich bei all dem Durcheinander durch zwei Konstanten aus: Erstens durch
die Weigerung, den tatsächlich stattgefundenen Judenmord zur Kenntnis zu nehmen,
geschweige denn zu verurteilen.
Zweitens durch die Bereitschaft, im Holocaust, wie gebrochen auch immer, eine
Quelle der Ermutigung und der Inspiration zu sehen, eine Art Präzedenzfall, der
beweist, dass es geht, dass man Juden millionenfach ermorden kann. Deshalb kommt
es bei Ahmadinejad auf den genauen Wortlaut seiner Holocaust-Tiraden nicht an.
Er ist von diesem Thema besessen, weil ihn die Möglichkeit eines zweiten
Holocaust fasziniert.
Warum aber umarmte dann Ahmadinejad die ultraorthodoxen Juden mehrfach,
öffentlich und somit demonstrativ? Warum begrüßte er jeden auf der Konferenz
anwesenden Juden einzeln und erklärt: „Der Zionismus sollte vom jüdischen
Glauben strikt getrennt werden“? Werfen wir zunächst einen Blick auf den
modernen Antisemitismus im Iran.
Ahmadinejad und die Juden
Ayatollah Khomeini, Ahmadinejads großes Vorbild, wurde schon in den 30er Jahren
vom Antisemitismus der Nazis infiziert. Seit 1963 hatte er die mobilisierende
Bedeutung des Antisemitismus im Kampf gegen den Schah nicht nur erkannt, sondern
auch genutzt. „Ich weiß, dass ihr nicht wollt, dass der Iran unter den Stiefeln
der Juden liegt“, rief er am 13. April 1963 seinen Anhängern zu. Noch im selben
Jahr griff er den Schah persönlich als einen verkappten Juden und
Befehlsempfänger Israels an.
Die Resonanz war riesig: Khomeini hatte sein Kampagnenthema gefunden. „Jetzt war
der Ayatollah davon überzeugt“, schreibt der Khomeini-Biograph Amir Taheri, „dass
das zentrale politische Thema des gegenwärtigen Lebens eine ausgeklügelte und
hochkomplexe Verschwörung der Juden sein müsse“, eine Verschwörung, um „den
Islam zu entmannen und die Welt mithilfe der natürlichen Reichtümer der Muslime
zu kontrollieren“.
Als sich im Juni 1963 Tausende von Khomeini beeinflusste Religionsstudenten zu
einem Protestmarsch nach Teheran aufmachten und von Sicherheitskräften des Schah
brutal gestoppt wurden, lenkte Khomeini alle Wut auf die jüdische Nation:
„Israel will nicht, dass der Koran in diesem Land überlebt. ... Es vernichtet
uns. Es vernichtet euch und die Nation. Es möchte die Wirtschaft übernehmen. Es
will unseren Handel und die Landwirtschaft zerstören. Es will den Wohlstand des
Landes an sich reißen.“
Nach dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 wurde die antisemitische Agitation, die
zwischen Juden und Israelis keine Unterschiede machte, verstärkt. „Seid achtsam,
sie sind Monster“, schrieb Khomeini 1970 in seinem Hauptwerk Islamische
Regierung. „Die Juden waren es, die als erste mit der anti-islamischen
Propaganda und mit geistigen Verschwörungen begannen und das dauert, wie jeder
sehen kann, bis zur Gegenwart an.“ „Die Juden“, rief er schließlich im September
1977, „haben sich mit beiden Händen auf die Welt gestürzt und sind dabei, sie
mit unersättlichem Appetit zu verschlingen. Sie haben Amerika verschlungen und
haben sich als nächstes dem Iran zugewandt und sind immer noch nicht zufrieden.“
Zwei Jahre später war Khomeini der unangefochtene Führer der iranischen
Revolution. Seine antisemitischen Attacken stießen bei den Gegnern der Shah, ob
in der Linken oder im Lager der Islamisten, auf positive Resonanz. Sie lagen auf
einer Linie mit den Protokollen der Weisen von Zion, die im Sommer 1978 auf
persisch veröffentlicht und als Waffe gegen den Schah, Israel und die Juden
verbreitet worden waren. 1984 druckte die von der iranischen Botschaft in London
herausgegebene Zeitung Imam Auszüge aus den Protokollen nach. 1985 produzierten
die staatlichen iranischen Stellen in hoher Auflage eine weitere Ausgabe dieser
Schrift.
Später wurde dieser Text unter der Überschrift „Der Geruch von Blut. Jüdische
Verschwörungen“ von der Zeitschrift Eslami als Serie nachgedruckt. Noch im Jahr
2005 konnte ich am Stand der iranischen Aussteller auf der Frankfurter Buchmesse
die von der Islamic Propagation Organization der Islamic Republic Iran
herausgegeben Ausgabe der Protokolle in englischer Sprache problemlos erwerben,
neben anderer antisemitischer Literatur wie Henry Fords Traktat The
International Jew, oder das Machwerk Tale of the ,Chosen People’ and the Legend
of ,Historical Right’ von Mohammad Taqi Taqipour, das mir schon aufgrund seines
grellen Titels ins Auge fiel: Ein roter Davidstern über einem grauen Totenkopf
und einer gelben Weltkarte. Wir sehen, dass die weltweite Verbreitung des
Antisemitismus durch den Iran auch nach dem Tode Khomeinis im Jahr 1989 kein
Ende nahm.
Die Tatsache, dass heute im Iran mit 25.000 Menschen die weltweit größte
jüdische Gemeinde lebt, die ein islamisches Land weltweit aufzuweisen hat, steht
hierzu nicht im Widerspruch. Man lässt die Juden im Iran ihren Dhimmi-Status der
Unterlegenheit deutlich spüren: So dürfen sie Muslimen gegenüber keine höheren
Positionen bekleiden und sind zum Beispiel von hohen Funktionen in Politik und
Armee ausgeschlossen. Sie dürfen vor Gericht keine Zeugenaussage abgeben, ihre
jüdischen Schulen müssen von Muslimen geleitet werden sowie am Schabbat geöffnet
sein und Bücher auf Hebräisch sind verboten.
Bislang hat das Regime, das immer wieder antisemitische Schriften und
Karikaturen veröffentlicht, verhindert, dass diese Anstachelung in Gewalt gegen
Juden umgeschlagen ist. Man konfrontiert die jüdische Gemeinde jedoch mit einer
Mischung aus Anstiftung und Zurückhaltung, die einen permanenten Status der
Unsicherheit nach sich zieht. Heute erfüllt die jüdische Gemeinde im Machtspiel
Ahmadinejads nicht nur eine Alibi-, sondern zunehmend auch eine
Abschreckungsfunktion: Sie befände sich im Falle eines israelischen Angriffs auf
iranische Atomanlagen in einer Art Geiselhaft und könnte Racheakten ausgesetzt
sein.
Unabhängig von dem Spielraum, den Ahmadinejad den iranischen Juden vorerst
gelassen hat, ist seine Rhetorik von einem Antisemitismus durchtränkt, wie er
für einen Staatsführer nach dem II. Weltkrieg einzelartig ist. Ahmadinejad
spricht nicht von Juden. Er sagt: „Zweitausend Zionisten wollen die Welt
beherrschen.“ Er sagt: „Die Zionisten“ haben in den letzten 60 Jahren „alle
westlichen Regierungen“ erpresst. „Die Zionisten“ haben in den USA „einen
beträchtlichen Anteil der Banken, des Finanzwesen, der Kulturindustrie und der
Medien an sich gerissen.“ „Die Zionisten“ haben die dänischen Karikaturen
fabriziert. „Die Zionisten“ haben die schiitische Kuppelmoschee im Irak zerstört.“
Man erkennt das Muster. Ahmadinejad ist kein rassistischer Sozialdarwinist, der
wie Hitler noch das letzte „jüdische Blut“ vernichten will. Das Wort vom „Halbjuden“
kommt im Islamismus nicht vor. Und doch benutzt er die Vokabel „Zionist“ genau
in dem Sinn, in dem einst Hitler die Vokabel „Jude“ benutzte: Als Inkarnation
alles Bösen auf dieser Welt.
Da mag das Regime die jüdischen Israelhasser von Natorei Karta noch so hofieren
und umarmen: Wer Juden – ob als „Judas“ oder „Zionist“ – für alles Böse der Welt
verantwortlich macht, ist vom Antisemitismus der genozidalen Natur beherrscht.
Dämonisierung der Juden, Leugnung der Holocaust und der Wille, Israel zu
liquidieren – dies sind die Seiten eines ideologischen Dreiecks, dass sich nicht
hält, wenn auch nur eine der drei Seiten fehlt.
Ahmadinejad ist in einer hermetisch abgeriegelten Welt des Wahns eingeschlossen.
Je lauter die aufgeklärte Welt gegen die Leugnung des Holocaust oder die Absicht,
Israel zu vernichten, protestiert, desto eindeutiger ist für ihn der Nachweis
zionistischer Vorherrschaft erbracht.
Im Gespräch mit der Redaktion des Spiegel reagierte der iranische Präsident auf
den Hinweis, dass der Spiegel das Existenzrecht Israels nicht in Frage stelle,
wie folgt: „Ich freue mich, dass Sie ehrliche Menschen sind und sagen, dass Sie
verpflichtet sind, die Zionisten zu unterstützen.“ Nur dann, wenn auch wir
endlich begreifen, dass der Holocaust eine jüdische Lüge ist, nur dann, wenn
auch wir Israel vernichten wollen, nur dann wäre für Ahmadinejad erwiesen, dass
wir wissenschaftlich glaubwürdig sind und politisch frei.
Es ist aber dieser Irrsinn, der der revolutionären Mission der iranischen
Führung ihre Gefährlichkeit verleiht. Damit sind wir bei der Frage der Bedeutung
der Holocaust-Leugnung im weiteren Sinne angelangt. Die islamistische Mission
ist auf Israel keineswegs beschränkt.
„Historischer Krieg“
Dies machte Ahmadinejad schon in seiner ersten Grundsatzrede klar: „Wir stehen
inmitten eines historischen Krieges, der seit Hunderten von Jahren andauert“
rief er im Oktober 2005 aus - eines Kriegs also, der mit dem Nahostkonflikt
ursprünglich nichts zu tun hat und der mit Israels Eliminierung längst nicht
beendet sein wird. Er fuhr fort: „Wir müssen uns die Niedrigkeit unseres Feindes
bewusst machen, damit sich unser heiliger Hass wie eine Welle immer weiter
ausbreitet.“
Dieser „heilige Hass“ ist grenzen- und bedingungslos. Er lässt sich durch keine
Variante jüdischen oder nicht-jüdischen Verhaltens abmildern – sofern es sich
nicht um die Unterordnung unter die Scharia oder den Koran handelt – wovon nicht
nur die iranischen Studenten ein Lied zu singen wissen.
Ausgerechnet in seinem Brief an George W. Bush vom Mai 2006 beschrieb der
iranische Präsident das Ziel seiner Mission: „Die Einsichtigen hören schon, wie
die Ideologie und das Gedankengut liberaler demokratischer Systeme zerbrechen
und untergehen.“ Und wir erfahren in diesem Brief, auf welche Weise er die
liberalen Demokratien zu zerbrechen gedenkt, wird doch selbst hier noch die
Märtyrerideologie – jenes Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod - in nur
leicht abgeschwächter Version propagiert: „Ein böses Ende haben nur die, die das
Leben des Diesseits bevorzugt haben. ... Ewige Glückseligkeit des Paradieses
gehört denen, die ihren Herren fürchten und nicht ihren Gelüsten folgen.“
Wir haben es beim schiitischen Islamismus mit einem Gegner zu tun, der die
Errungenschaften der Moderne als das Werk des Satans bekämpft, der das nach 1945
geschaffene System der internationalen Beziehungen als „christlich-jüdische
Konspiration“ anfeindet und der auch aus diesem Grund die in diesem System
geltende Geschichtsschreibung radikal umstoßen will.
Das Problem bestehe darin, erklärte der iranische Außenminister Mottaki zu
Beginn der Leugner-Konferenz, dass die „Formulierung von historischen
Ereignissen und deren Analyse aus der Perspektive des Westens“ geschrieben werde.
Der Islamismus will demgegenüber eine neue Weltordnung und eine neue
geschichtliche „Wahrheit“ kreieren, die den Holocaust zum Mythos, den Zwölften
Imam hingegen zur Realität erklärt. Während man das Wahnsystem der Holocaust-Leugnung
zur gültigen Norm erheben will, wird jede Abweichung davon als Symptom der „Judenherrschaft“
denunziert.
Ahmadinejad führt einen Religionskrieg und agiert gleichwohl als Weltpopulist.
Seine Reden sind an die „Unterdrückten“ in aller Welt adressiert. Er kümmert
sich um gute Beziehungen zu Fidel Casto und Hugo Chávez und biedert sich mit
antiamerikanischen Phasen bei der westlichen Linken an. Auch deshalb ist für ihn
die Wortwahl „Zionist“ so relevant. Er nutzt dieses Stichwort als ein
trojanisches Pferd, um seinen Antisemitismus respektabel zu machen, um als
Antisemit und Holocaust-Leugner gleichzeitig auch der Sprecher sogenannter „unterdrückter
Völker“ zu sein.
Zwar wäre der Iran zur Verfolgung seiner Ziele auf die Holocaust-Leugung gar
nicht angewiesen. Gleichwohl kapriziert sich darauf, um die Zerstörung Israels
ideologisch zu forcieren und weil er bei diesem Projekt auf die Zustimmung der
Europäer spekuliert. Schließlich findet in Europa die Delegitimierung Israels
schon seit langem statt – wenn auch mit anderen Begründungen.
Die BBC veranstaltete ein Symposium über die Frage, ob Israel in 50 Jahren noch
existieren werde, in der EU sahen 59 Prozent der vor drei Jahren Befragten in
Israel „die größte Gefahr für Weltfrieden“ und selbst in den USA bekennt sich
eine zunehmende Zahl von Intellektuellen zu der Überzeugung, dass Israel und
dessen amerikanische Unterstützer die eigentlich Verursacher der Probleme der
amerikanischen Außenpolitik seien. Wenn auch Ahmadinejad ein wenig anders
argumentiert, ergänzen sich doch die divergierenden Sichtweisen und arbeiten
sich gegenseitig in die Hand.
Wenn es stimmt, was Adorno als den neuen kategorischen Imperativ formuliert hat,
wenn es stimmt, dass „Hitler ... den Menschen im Stande ihrer Unfreiheit einen
neuen kategorischen Imperativ aufgezwungen (hat): ihr Denken und Handeln so
einzurichten, dass Auschwitz sich nicht wiederhole, nichts Ähnliches geschehe“,
dann ist heute eine neue Dimension der gesellschaftlichen Intervention, des „Einrichtens“
von Handeln, gefragt.
Heute kann unserer Stimme nicht alarmistisch genug sein. Schon bei der
bevorstehenden Berliner Demonstration gegen die Politik des Iran am 27. Januar
2007, dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, kommt es auf jede Teilnehmerin,
auf jeden Teilnehmer an. Wenn der Iran nicht unverzüglich massiv unter Druck
gesetzt und vor die Alternative gestellt wird, entweder seinen Kurs zu ändern
oder aber verheerende ökonomische Schäden zu erleiden, bleibt nur noch die Wahl
zwischen einer schlechten Lösung – der militärische Option - oder einer
schrecklichen, der iranischen Bombe. Heute geht es darum, unser Denken und
Handeln so einzurichten, dass der Iran sein erklärtes erstes Ziel, Israel zu
vernichten, nicht verwirklichen kann.
Dr. Matthias Küntzel, a political
scientist and author, lives in Hamburg, Germany. His new book “Djihad und
Judenhass. Über den neuen antijüdischen Krieg“, was published in 2002. Ca ira-pubs.,
Freiburg, Germany, 180 pages, € 13.50. For orders contact
www.ca-ira.net.
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The Holocaust and Ahmadinejad's fantasy universe
By James Lewis,
American Thinker, December 19, 2006
What do these episodes have in common?
Item:
A few years ago an Egyptian college professor wrote that subatomic particles
must be the "jinns" or Arabian desert spirits that Mohammed wrote about in the
Koran. As a devout Muslim this scientifically educated man was convinced that
fundamental physics must have been completely known to Allah when he dictated
the infallible Koran to the Prophet, fourteen centuries ago.
Item:
When Arab armies invaded Israel in 1948, the President of Syria said to a
Palestinian Arab leader that "I am happy to tell you that our Army and its
equipment are of the highest order and well able to deal with a few Jews; and I
can tell you in confidence that we even have an atom bomb... Yes, it was made
locally; we fortunately found a very clever fellow, a tin smith..." (R. Patai,
1973, p. 51).
Item:
Over the last several years the outlandish Protocols of the Elders of Zion,
a Tsarist fiction intended to bamboozle Russian peasants around 1900, has been
turned into a TV soap opera for millions of slack-jawed viewers in Saudi Arabia
and Egypt.
What do these episodes have in common? All of them tell about millions of Middle
Eastern men and women who are immersed in an imaginary world. Remember Baghdad
Bob? He was the Saddam propaganda guy who was convinced that his fantasies were
more real than the US armored forces storming into Baghdad. The Baghdad Bob
syndrome is not so unusual.
Ahmadinejad's Holocaust denial conference in Tehran, a gathering of
international misfits, proto-Nazis and religious zealots, adds another chapter
to a bizarre kind of mass self-hypnosis. Ahmadinejad is a Khomeini-inspired hate
monger, pushing a narrative that carries its believers ever farther away from
the real world.
Ahmadinejad's Holocaust denial is of a piece with this fantasy-prone mindset.
For the mullahs, Hitler's murder of five or six million Jews can't have
happened, no matter what the evidence, because it would give a moral and
humanitarian basis for the State of Israel. It makes the people of Israel
understandable, human and even sympathetic. Since Israel is the Little Satan, an
object of fierce hatred inculcated from childhood onward, it cannot be allowed
to have a reason to live.
Ahmadinejad is supposed to have a graduate degree in engineering, but he has a
Seventh Century mind. It operates backwards, starting from a passionately
desired answer to the imaginary evidence needed to prove it. Holding a
Holocaust-denial conference in Tehran is as good as disproving the Holocaust;
claiming uranium enrichment is equivalent to actually doing it; and saying that
Israel is doomed comes close to making it so. Back in reality, of course, the
effect has been to startle sane people into seeing what a dangerous gang of
pre-medieval lunatics have now seized control of the strategic keystone of Iran.
Ahmadinejad is his own worst enemy.
Historians, both Islamic and Western, have long noted that Muslim culture is
more fantasy prone than modern cultures. Historically, Islam missed out on the
Renaissance, the European enlightenment, and finally the
scientific-technological revolution, all predicated on free thought and open
debate.
Fantasy prone people can be found in all populations. They seem to be more
suggestible than others, more able to hold contradictory beliefs, and are more
vulnerable to group pressure. Two-thirds of fantasy-prone people show some signs
of mental disorder, as assessed by the MMPI. That does not mean that victims of
Islamofascist propaganda are mad; but they may be more vulnerable to drifting
away from reality.
Skepticism and the search for evidence are keys to modern culture. In the fixed
matrix of reactionary Islam, the power of endlessly repeated fantasies is simply
awesome. Media technology makes it easy to drum the same story into millions of
minds. The key is always to tell one, single narrative, with Good Guys and Bad
Guys, and to shut out any competing ideas. That is how Rev. Jim Jones was able
to make everyday people commit mass suicide in Guyana. It is standard cult
indoctrination scaled up to millions of vulnerable minds.
Take a look at this report from a MEMRI translation.
On December 14, 2006 the Iranian news agency IRNA reported, in English, that
participants in the Iranian Holocaust Denial conference ... announced the
establishment of a "world foundation for Holocaust studies" and appointed
Presidential Advisor Mohammad-Ali Ramin as its secretary-general. [....]
Mohammad-Ali Ramin had discussed historical accusations against the Jews and
questioned the Holocaust. [....]
"On a visit to Gilan University, President Mahmoud Ahmadinejad's advisor
Mohammad Ali Ramin said to a group of students in the town of Rasht: 'We
Iranians are definitely not, and never have been, nationalistic, and we are not
against any ethnic [group]. [....]
"'But among the Jews there have always been those who killed God's prophets and
who opposed justice and righteousness. Throughout history, this religious group
has inflicted the most damage on the human race, while some groups within it
engaged in plotting against other nations and ethnic groups to cause cruelty,
malice and wickedness.
"'Historically, there are many accusations against the Jews. For example, it was
said that they were the source for such deadly diseases as the plague and
typhus. This is because the Jews are very filthy people. For a time people also
said that they poisoned water wells belonging to Christians and thus killed
them,' Ramin said.
...'When the Islamic Revolution of Iran succeeded and attracted many people
around the world, including Christians, the AIDS epidemic came about, and fear
again overtook the world. After the September 11 attacks, the deadly epidemic
broke out, which was destroyed when the U.S. invaded Afghanistan. On the eve of
the invasion of Iran, the SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) illness broke
out, but disappeared after the invasion,' he said." [....]
"Ramin also claimed that the spread of avian flu was a conspiracy plot cause[d]
by the failure of America, Israel and Britain in the Middle East. Ramin pointed
out that, to cover up and hide their failures, these countries have spread the
news about the bird flu and thus preoccupied and distracted public opinion for
some 5 to 6 months. 'Nobody asks how a bird infected with the flu could fly from
Australia to Siberia,' he said, ... He stated that the killing of millions of
chickens was intended to control the price and amount [of] chicken in the
market." [....]
"Ramin added that the aim of the Holocaust conspiracy was to facilitate the
establishment of the state of Israel, which would, in turn, provoke the Muslims
to rise up, confront the Jews, and massacre them. 'This [conspiracy],' he said,
'conducted by Europe and America, would lead to the total annihilation of global
Jewry." Ramin added that 'as a religious Muslim, who believes in the equality of
all nations, he must alert [people] to the fact that the state of Israel was
established as the result of a conspiracy against the Jews...'"
'So long as Israel exists in the region,' he said, 'there will never be peace
and security in the Middle East. So the resolution of the Holocaust issue will
end in the destruction of Israel.'
It could be that Mr. Ramin is just singing for his supper. He might just be
playing to his bosses in the mullahcracy. But his gullible victims are not
cynics. They have never known anything but fantasy propaganda. They are true
believers, programmed to die for their cause.
A bucket of ice water
The Tehran regime badly needs a bucket of ice-water thrown over its collective
head. A great shock may be the only way to wake up a regime that is living in a
boastful dream of butchering its enemies in a Second Holocaust.
The Muslim world has seen several great ice-water shocks of this kind. The first
was Napoleon's invasion of Egypt in 1798, when the Arabs, who had hitherto
believed they were the most powerful culture in the world, woke up to realize
how much the West had evolved while they were in stasis. The end of the Ottoman
Caliphate after World War II was another great shock. And Israel's independence
and military victories continues to shock the Islamic world into unpleasant
realizations about its own relatively ignorance and backwardness.
Islam is an honor culture, in which public "face" (wajh) means everything. That
is why women are routinely murdered when they are said by the neighbors to be
unfaithful --- which can simply mean that teenage girls are attracted to boys.
Face and public honor are the great motivators, and propaganda peddlers like Al
Qaeda constantly accuse their enemies of having sold their women to the Crusader
enemy.
For Ahmadinejad and his cult, nukes are a fantasy weapon, like Hitler's
end-of-the-war fantasies about German super-weapons that would finally destroy
the Allies. Hitler came within a decade or so of nuclear weapons. Ahmadinejad is
now within a few years of an irreversible technical understanding of the
manufacturing process. When a wild fantasy of revenge for all one's imagined
humiliations meets nukes, real explosions are likely.
I have previously suggested that an Israeli warning shot --- perhaps
underground, perhaps in the deserts of Iran or Saudi Arabia --- may be necessary
to wake up the nuclear dreamers to the reality of mass murder-suicide, the
"best" they can ever hope for. The powerful Israeli Left seems set against such
an idea. At the same time, when their backs were against the wall, people like
Golda Meir seriously considered using nuclear weapons more than thirty years
ago.
Ultimately it doesn't matter what form the "bucket of icewater" therapy takes.
At some point it will have to be done. Today Ahmadinejad's even Germany's Angela
Merkel and Britain's Tony Blair are sounding like George W. Bush.
A few days ago, Chancellor Merkel said that "It must be unmistakable and clear
to Iran that (getting a nuclear weapon) would not be acceptable."
But words are not going to do shake the mullahs out of their fantasy revenge.
Only deeds can do that. A united West could be an overwhelming force if it ever
decided to act.
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