Weidenbusch 13

D-14532 Kleinmachnow

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Kleinmachnow, den 26. Juli 2003

 

Horst Mahler . Weidenbusch 13 . 14532 Kleinmachnow

An Diverse

Information für die Presse

Der Bürgermeister der Gemeinde Kleinmachnow, Wolfgang Blasig, hat in seiner Eigenschaft als untere Paßbehörde meinen Reisepaß sowie meinen Personalausweis dahingehend beschränkt, daß diese Dokumente nicht für die Ausreise nach Polen gültig seien. Die Maßnahme ist bis zum 1. August 2003 befristet. Es wurde die sofortige Vollziehung angeordnet. Das bedeutet, daß der von mir gegen das Ausreiseverbot erhobene Widerspruch keine aufschiebende Wirkung hat.

Die Presse hat über das Vorgehen der Behörde berichtet.

Gegen die Anordnung der sofortigen Vollziehung habe ich das Verwaltungsgericht Potsdam angerufen mit dem Antrag, die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs wiederherzustellen. Über diesen Antrag wird zur Zeit beraten.

Hintergrund ist das von mir in aller Öffentlichkeit für den 30. Juli 2003 vorbereitete Unternehmen einer Tatortbesichtigung in Auschwitz. Ausgangspunkt dieser Initiative ist der Artikel des Leitenden SPIEGEL-Redakteurs Fritjof Meyer „Die Zahl der Opfer von Auschwitz. Neue Erkenntnisse durch neue Archivfunde“, veröffentlicht in der Zeitschrift „Osteuropa“ Heft 5/2002 S. 631 ff. (Präsidentin des Herausgebergremiums ist die Bundestagspräösidentin a.D. Prof. Dr. Rita Süßmuth).

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat es abgelehnt, den Leitenden Spiegelredakteur Fritjof Meyer als Verfasser und die ehemalige Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süßmuth als Herausgeberin des Artikels "Die Zahl der Opfer von Auschwitz - Neue Erkenntnisse durch neue Archivfunde" (in der Zeitschrift "Osteuropa", 5/2002 S. 631 ff.) wegen Verstoßes gegen § 130 Abs. 3 und 4 StGB anzuklagen. Meyer hatte in dem Artikel die These aufgestellt und belegt, daß in der Zeit der Deutschen Besetzung im Konzentrationslager Auschwitz insgesamt 510.000 Menschen gestorben seien, davon wahrscheinlich 356.000 "im Gas" (Juden und Nichtjuden). Der entsprechende Einstellungsbescheid ist am 28.05.03 zum Aktenzeichen 4 Js 75185/02 ergangen.

Wie ist es zu erklären, daß offenkundig die Opferzahlen nunmehr auch "offiziell" dahinschmelzen wie der Schnee in der Frühlingssonne? Ist diese Erscheinung der von Fritjof Meyer mitgeteilten Tatsache zuzuschreiben, daß der letzte Lagerkommandant von Auschwitz, Höß, unter Folter Phantasiezahlen gestanden hat - vermutlich in der Erwartung, daß deren Wirklichkeitsferne demnächst erkannt und damit die Aufmerksamkeit auf die Umstände gelenkt würde, unter denen belastende Zeugenaussagen zustande gekommen sind?

Reichsbürger hatten im Rahmen des "Feldzuges gegen die Offenkundigkeit des Holocaust" den Meyer-Artikel vervielfältigt, an eine Vielzahl von bekannten Persönlichkeiten des politischen und kulturellen Geschehens in der BRD verteilt und sich anschließend beim Generalstaatsanwalt Neumann in Berlin selbst wegen Verstoßes gegen § 130 Abs. 4 StGB angezeigt.

Bisher sind dazu gemäß § 170 Abs. 2 StPO (mangelnder Tatverdacht) drei Einstellungsverfügungen der zuständigen Staatsanwaltschaften ergangen: im Falle Edgar Forster StA Bochum vom 06.05.03 zum Aktenzeichen 33 Js 145/03 A, im Falle Ursula Haverbeck StA Bielefeld vom 27. Mai 2003 zum Aktenzeichen 46 Js 171/03 sowie im Falle Imke Barnstedt StA Berlin vom 10.06.03 zum Aktenzeichen 81 Js 1564/03.

In einer Vorabinformation für ausgesuchte Medien vom 25.07.03 war das Ziel der beabsichtigten Manifestation wie folgt beschrieben worden:

Diese (Tatortbesichtigung) wird mit einer feierlichen symbolischen Handlung verbunden sein, die auf den einzig gangbaren Weg für eine Versöhnung zwischen Juden und Deutschen hinweisen wird, auf den Weg zur Wahrheit. Über die Einzelheiten will ich jetzt noch nichts mitteilen. Anschließend – etwa gegen 12.00 Uhr – werden wir an einem am 30.07.03 bei mir (0177 258 0 195) zu erfragenden Ort eine Nachlese durchführen und diese Gelegenheit nutzen, um eine grundsätzliche Erklärung zum Holocaust abzugeben.

In der Anlage wird die Begründung des Eilantrages auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs auszugeweise wiedergegeben.

Mit freundlichen Grüßen

 

Auszüger aus der Begründung des Eilantrages vom 25.07.03 auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs:

.....

Als maßnahmebegründend wird bezüglich der Peron des Unterzeichneten an erster Stelle angeführt:

Sie sind seit Frühjahr 2000 einer der führenden Köpfe des „Deutschen Kollegs" (DK), der u.a. die Wiederherstellung des für das DK nach wie vor bestehenden, aber zur Zeit noch handlungsunfähigen „Deutschen Reiches" propagiert. Sie als Autor bezeichnen das „Deutsche Reich" als umfassende politische Einheit des deutschen Volkes in den Grenzen vom 31. August 1939.

Der Antragsgner verschweigt, daß das Deutsche Kolleg sich auf die ständige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Fortbestand des Deutschen Reiches berufen kann. Dieses hält allen Anfeindungen zum Trotz an seinem Standpunkt fest, daß das Deutsche Reich 1945 nicht untergegangen sei, sondern fortbestehe (BVerfGE 36, 1 ff.; 77, 137 ff.)

1973 stellte das Bundesverfassungsgericht in seinem einstimmig gefaßten Urteil vom 31. Juli autoritativ fest: „Das Grundgesetz - nicht nur eine These der Völkerrechtslehre und der Staatsrechtslehre! - geht davon aus, daß das Deutsche Reich den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation noch durch Ausübung fremder Staatsgewalt in Deutschland durch die alliierten Okkupationsmächte noch später untergegangen ist; das ergibt sich aus der Präambel, aus Art. 16, Art. 23, .116 und Art. 146 GG ... Das Deutsche Reich existiert fort (BVerfGE 2, 266 [277]; 3, 288 [319 f.]; 5, 85 [126]; 6, 309 [336, 363]), besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels ­Organisation, insbesondere mangels institutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig.“ (BVerfGE 36, 1 [ ]15 f.]. Der Beschluß vom 21. Oktober 1987 hat diese Position bestätigt (BVerfGE 77,137 [150 f, 154 f., 160]).

......

Es ist vornehmste Pflicht eines jeden Reichsbürgers, sich für die Organung des Deutschen Reiches einzusetzen, damit dieses wieder handlungdsfähig werde. Das Deutsche Kolleg handelt in Erfüllung dieser Pflicht.

Gründend ist dabei die Lage Deutschlands, wie sie Prof. Dr. Carlo Schmidt in seiner Rede vor dem Parlamentarischen Rat am 8. September 1948 daragestellt hat. Da dieser unendlich wichtige Redetext nur schwer zugänglich ist (aufgezeichnet in „Der Parlamentarische Rat 1948-1949, Akten und Protokolle“, Band 9, herausgegeben vom Deutschen Bundestag und vom Bundesarchiv, Harald Boldt Verlag im R. Oldenbourg Verlag, München 1996, Seite 20 ff. im Archiv des Bundestages stehen die Protokolle gebunden im Büro von Günther J. Weller), werden daraus unten die wesentlichen Passagen wiedergegeben.

....

...

Das Grundgesetz (Art. 146) selbst weist also auf die Notwendigkeit der Organung des Deutschen Reiches hin. Die politische Bestrebungen zur Erreichung dieses Ziels können schützenswerte Belange der Bundesrepublik nur beeinträchtigen, wenn diese sich als reichsfeindlich versteht und darauf ausgeht, Bestrebungen zur Wiederherstellung des Deutschen Reiches zu unterdrücken.

Als weiteren Rechtfertigungsgrund für die angegriffene Maßnahme führt der Antragsgegner bezüglich des Unterzeichneten an::

„Sie agieren gegen Juden und den Holocaust.“

Diese Aussage beinhaltet eine krude Verdrehung der Tatsachen.. Der Unterzeichnete fragt nach den Gründen des Judenhasses in der sicheren Erwartung, daß der Haß in dem Maße verschwindet, wie diese erkannt werden. (vgl. dazu beispielsweise www.deutsches-kolleg.org/erklaerungen/judenfrage.htm ) Juden sind denkgesetzlich nicht in der Lage, diese Gründe aufzufinden. Sie schmähen jeden Versuch, sie zu verstehen, als „Antisemitismus“.

Versteht man unter „Jude“ einen Menschen, in dem sich der Geist des Judaismus verkörpert, so folgt daraus, daß der Jude aufhört Jude zu sein, wenn er die Warheit des Judaismus erkennt. Denn er würde sich der Einseitigkeit – in diesem Sinne der Unwahrheit – des Jüdischen Prinzips – d.i. die Voraussetzung der Trennung von Mensch und Gott - bewußt, das im christlichen Prinzip der Dreieinigkeit von Gottvater und Menschensohn im Heiligen Geist aufgehoben ist. (vgl. dazu http://www.deutsches-kolleg.org/hm/texte/991117.html und http://www.deutsches-kolleg.org/hm/texte/991119.html)

Der Vorwurf, der Unterzeichnete „agiere gegen den Holocaust“ geht von der unausgesprochenen Vorasusetzung aus, daß die Kanonisierung von Geschichtslügen, in denen das Deutsche Volk vernichtet ist, ein besonders schützenswertes Interesse der Bundesrepublik Deutschland sei.

In welcher Weise sich der Unterzeichnete seit etwa einem Jahr mit dem Holocaust-Komplex auseinandersetzt, ist in der Revisionsbegründung zum Fall des Liedersängers Frank Rennicke belegt unter folgenden Internetadressen:

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Siegerwillkür

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Blick

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Voelkermordphantasien

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Feindbild

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Gefangenschaft

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Talmud

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Talmudismus

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Hauptkampflinie

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Annäherung

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Holocaustgesetzgebung

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Offenkundigkeitslehre

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Danksagung

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Pruefstand

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Rechtsbeugung

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Leugnung

http://www.deutsches-kolleg.org/hm/aktuelles/Revisionsbegruendung_Rennicke.htm#Hauptkampflinie

 

Wenn es der Bundessrepublik Deutschland ein Anliegen ist, das Wohl des Deutschen Volkes zu gewährleisten und seinen Nutzen zu mehren sowie Schaden von ihm abzuwenden (vgl. Art. 56 GG), so kann es nicht in ihrem Interesse liegen, die kritische Erörterung des Holocaust-Komplexes zu be- oder gar zu verhindern. Ihr oberstes Ziel müßte es sein, den kritischen Geist, wie er hier skizziert worden ist, zu verallgemeinern, damit er schließlich zum Geist des Deutschen Volkes und zum Willen werde, den Anschlag auf seine Seele abzuwehren. Nicht die Jüdischen Interessen sind das Richtmaß für die Politik der Bundesrepublik Deutschland, sondern die Interessen des Deutschen Volkes.

Im Lichte dieser Betrachtungen vergehen die vom Antragsgegner geltend gemachten Gründe und es entsteht die Überzeugung, daß es des Deutschen Volkes höchstes Interesse ist, Auschwitz als den Tatort des Seelenmordes am Deutschen Volk kenntlich zu machen. Das wird auch für das Polnische Volk eine Erlösung sein.

 

___________________________________________________________________________

Auszug aus der Rede von Prof. Dr. Carlo Schmid vor dem Parlamentarischen Rat vom 8. September 1948:

.....

Man muss wissen, was man will, wenn man von Staat spricht, ob den bloßen Herrschaftsapparat, der auch einem fremden Gebieter zur Verfügung stehen kann, oder eine lebendige Volkswirklichkeit, eine aus eigenem Willen in sich selber gefügte Demokratie. Ich glaube, dass man in einem demokratischen Zeitalter von einem Staat im legitimen Sinne des Wortes nur sprechen sollte, wo es sich um das Produkt eines frei erfolgten konstitutiven Gesamtaktes eines souveränen Volkes handelt. Wo das nicht der Fall ist, wo ein Volk sich unter Fremdherrschaft und unter deren Anerkennung zu organisieren hat, konstituiert es sich nicht - es sei denn gegen die Fremdherrschaft selbst -, sondern es organisiert sich lediglich, vielleicht sehr staatsähnlich, aber nicht als Staat im demokratischen Sinn. Es ist, wenn Sie mir ein Bild aus dem römischen Recht gestatten wollen, so: wie man dort den Freien und den Sklaven und den Freigelassenen kannte, wäre ein in dieser Weise organisiertes Gemeinwesen nicht ein Staat, sondern stünde dem Staat im selben Verhältnis gegenüber wie der Freigelassene dem Freien.

Diese Organisation als staatsähnliches Wesen kann freilich sehr weit gehen. Was aber das Gebilde von echter demokratisch legitimierter Staatlichkeit unterscheidet, ist, dass es im Grunde nichts anderes ist als die Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft; denn die trotz mangelnder voller Freiheit erfolgende Selbstorganisation setzt die Anerkennung der fremden Gewalt als übergeordneter und legitimierter Gewalt voraus. Nur wo der Wille des Volkes aus sich selber fließt, nur wo dieser Wille nicht durch Auflagen eingeengt ist durch einen fremden Willen, der Gehorsam fordert und dem Gehorsam geleistet wird, wird Staat im echten demokratischen Sinne des Wortes geboren. Wo das nicht der Fall ist, wo das Volk sich lediglich in Funktion des Willens einer fremden übergeordneten Gewalt organisiert, sogar unter dem Zwang, gewisse Direktiven dabei befolgen zu müssen, und mit der Auflage, sich sein Werk genehmigen zu lassen, entsteht lediglich ein Organismus mehr oder weniger administrativen Gepräges. Dieser Organismus mag alle normalen, ich möchte sagen, "inneren" Staatsfunktionen haben; wenn ihm die Möglichkeit genommen ist, sich die Formen seiner Wirksamkeit und die Grenzen seiner Entscheidungsgewalt selber zu bestimmen, fehlt ihm, was den Staat ausmacht, nämlich die Kompetenz der Kompetenzen im tieferen Sinne des Wortes, das heißt die letzte Hoheit über sich selbst und damit die Möglichkeit zu letzter Verantwortung. Das alles hindert nicht, dass dieser Organismus nach innen in höchst wirksamer Weise obrigkeitliche Gewalt auszuüben vermag.

Was ist nun die Lage Deutschlands heute? Am 8. Mai 1945 hat die deutsche Wehrmacht bedingungslos kapituliert. An diesen Akt werden von den verschiedensten Seiten die verschiedensten Wirkungen geknüpft. Wie steht es damit? Die bedingungslose Kapitulation hatte Rechtswirkungen ausschließlich auf militärischem Gebiet. Die Kapitulationsurkunde, die damals unterzeichnet wurde, hat nicht etwa bedeutet, dass damit das deutsche Volk durch legitimierte Vertreter zum Ausdruck bringen wollte, dass es als Staat nicht mehr existiert, sondern hatte lediglich die Bedeutung, dass den Alliierten das Recht nicht bestritten werden sollte, mit der deutschen Wehrmacht nach Gutdünken zu verfahren. Das ist der Sinn der bedingungslosen Kapitulation und kein anderer.

......

Nach Völkerrecht wird ein Staat nicht vernichtet, wenn seine Streitkräfte und er selbst militärisch niedergeworfen sind. Die debellatio vernichtet für sich allein die Staatlichkeit nicht, sie gibt lediglich dem Sieger einen Rechtstitel auf Vernichtung der Staatlichkeit des Niedergeworfenen durch nachträgliche Akte. Der Sieger muss also von dem Zustand der debellatio Gebrauch machen, wenn die Staatlichkeit des Besiegten vernichtet werden soll. Hier gibt es nach Völkerrecht nur zwei praktische Möglichkeiten. Die eine ist die Annexion. Der Sieger muss das Gebiet des Besiegten annektieren, seinem Gebiet einstücken. Geschieht dies, dann allerdings ist die Staatlichkeit vernichtet. Oder er muss zur sogenannten Subjugation schreiten, der Verknechtung des besiegten Volkes. Aber die Sieger haben nichts von dem getan. Sie haben in Potsdam ausdrücklich erklärt, erstens, dass kein deutsches Gebiet im Wege der Annexion weggenommen werden soll, und zweitens, dass das deutsche Volk nicht versklavt werden soll. Daraus ergibt sich, dass zum mindesten aus den Ereignissen von 1945 nicht der Schluss gezogen werden kann, dass Deutschland als staatliches Gebilde zu existieren aufgehört hat.

....

Damit, dass die drei Staatselemente erhalten geblieben sind, ist Deutschland als staatliche Wirklichkeit erhalten geblieben. Deutschland braucht nicht neu geschaffen zu werden. Es muss aber neu o r g a n i s i e r t werden. Diese Feststellung ist von einer rechtlichen Betrachtung aus unausweichlich Es ist aber an dieser Stelle noch kurz darauf einzugehen, ob nicht vielleicht durch politische Akte, die nach dem Mai 1945 in Deutschland selbst sich ereignet haben könnten, doch eine Auflösung Deutschlands als eines staatlichen Gebildes erfolgt ist. Ich glaube aber, dass nichts von dem, was seit drei Jahren geschehen ist, uns berechtigt, anzunehmen, dass das deutsche Volk oder erhebliche Teile des deutschen Volkes sich entschlossen hätten, Deutschland aufzulösen.

....

Der Rechtszustand, in dem Deutschland sich befindet, wird aber noch durch folgendes charakterisiert: Die Alliierten halten Deutschland nicht nur auf Grund der Haager Landkriegsordnung besetzt. Darüber hinaus trägt die Besetzung Deutschlands interventionistischen Charakter. Was heißt denn Intervention? Es bedeutet, dass fremde Mächte innerdeutsche Verhältnisse, um die sich zu kümmern ihnen das Völkerrecht eigentlich verwehrt, auf deutschem Boden nach ihrem Willen gestalten wollen. Es hat keinen Sinn, darüber zu jammern, dass es so ist. Dass es dazu kommen konnte, hat seine guten Gründe: man kann verstehen, dass unsere Nachbarn sich nach dem, was im deutschen Namen in der Welt angerichtet worden ist, ihre Sicherheit selber verschaffen wollen! Ob sie sich dabei immer klug angestellt haben oder nicht, soll hier nicht diskutiert werden; das ist eine andere Geschichte.

Aber Intervention vermag lediglich Tatsächlichkeiten zu schaffen; sie vermag nicht, Rechtswirkungen herbeizuführen.

....

Damit glaube ich die Frage beantwortet zu haben, worum es sich bei unserem Tun denn eigentlich handelt. Wir haben unter Bestätigung der alliierten Vorbehalte das Grundgesetz zur Organisation der heute freigegebenen Hoheitsbefugnisse des deutschen Volkes in einem Teile Deutschlands zu beraten und zu beschließen. Wir haben nicht die Verfassung Deutschlands oder Westdeutschlands zu machen. Wir haben keinen Staat zu errichten

....

Das Grundgesetz für das Staatsfragment muss gerade aus diesem seinen inneren Wesen heraus seine zeitliche Begrenzung in sich tragen. Die künftige Vollverfassung Deutschlands darf nicht durch Abänderung des Grundgesetzes dieses Staatsfragments entstehen müssen, sondern muss originär entstehen können. Aber das setzt voraus, dass das Grundgesetz eine Bestimmung enthält, wonach es automatisch außer Kraft tritt, wenn ein bestimmtes Ereignis eintreten wird. Nun, ich glaube, über diesen Zeitpunkt kann kein Zweifel bestehen: "an dem Tage, an dem eine vom deutschen Volke in freier Selbstbestimmung beschlossene Verfassung in Kraft tritt." (vgl. dazu Art. 146 GG in der Fassung von 1990)

 

Horst Mahler an das

Landgericht Berlin

10548 Berlin

per Fernkopie 030 90 14 20 10

522 - 35/03

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

bezugnehmend auf Ihre Verfügung vom 03.07.03 benenne ich den Rechtsanwalt

Dr. Hans Günter Eisenecker, ..., als den Anwalt meines Vertrauens. Ich

beantrage, den Genannten zum Pflichtverteidiger zu bestellen.

 

Eine Stellungnahme zur Sache ist nicht möglich. Die Anklageschrift

entspricht nicht den gesetzlichen Anforderungen. Die Anklagebehörde hat

einen - aus dem Zusammenhang gerissenen - Satz vorgetragen. Dieser lautet:

"Der Haß auf Juden stellt sich als etwas 'ganz Normales' heraus. Ja, er ist

geradezu das untrügliche Zeichen eines intakten spirituellen Immunsystems,

also von geistiger Gesundheit - eine Gesundheit, die Juden - zu Recht -

fürchten." Das ist auch schon alles. Die gesetzlichen Merkmale der

vermeintlichen Straftat sind nicht bezeichnet (§ 200 Abs. 1 S. 1 StPO) .

Schon die Aufzählung derselben würde dem Staatsanwalt wohl den Mut rauben,

eine Subsumtion des Sachverhalts unter den Tatbestand der Volksverhetzung zu

versuchen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Der Vorwurf ergibt sich aus dem nachfolgend dargestellten Zusammenhang:

 

Auszug aus dem Schriftsatz an das Bundesverfassungsgerichts vom 30.08.02

(der inkriminierte Satz ist farblich hervorgehoben)

 

Die Qual der Entscheidung zwischen zwei unverträglichen Menschenbildern

Inzwischen ist fundamentale Systemkritik auch bei Richtern des

Bundesverfassungsgerichts nachzuweisen. Das "oberste Konstitutionsprinzip

unseres Rechts"., der Begriff der Menschenwürde (Dürig in Maunz/Dürig,

Grundgesetz Art. 1 Abs. 1 Rdnr. 14 ) ist in der Verfassungswirklichkeit

unscharf bis zur Unkenntlichkeit geworden.

Bundesverfassungsrichter a.D. Prof. Dr. Ernst-Wolfgang Böckenförde ist es

gelungen, auf wenigen Seiten ("Vom Wandel des Menschenbildes im Recht",

Rhema-Verlag, 2001) das Dilemma aufzuzeigen, in dem das

Bundesverfassungsgericht steckt. Als Teil des Systems (v. Arnim, Das System,

S. 223 ff.) muß es sich - so oder anders - zum Staatsstreich entschließen.

Entweder mißachtet oder korrumpiert es im Gehorsam gegenüber der Regierung

und den hinter ihr stehenden gesellschaftlichen Mächten den Befehl des

Artikels 1 Abs. 1 GG, die Würde des Menschen "zu achten und zu schützen"

oder es stellt sich dem "System" entgegen und wird diesem dadurch als Feind

kenntlich und zum Objekt der Verfolgung (gegenwärtig ist ein solcher Vorgang

in Israel zu beobachten, wo der Oberste Gerichtshof sich gegen

geheimdienstliche Morde an Gefangenen gestellt hat; - vgl. TACHELES - Das

jüdische Wochenmagazin Nr. 1/2002 S. 17)

Das Dilemma besteht in folgendem: Von "Menschenwürde" kann sinnvoll nur

gesprochen werden, wenn ein bestimmtes Menschenbild vorschwebt (Böckenförde

a.a.O. S. 34). Es sind nun aber verschiedene - und dann auch miteinander

unvereinbare - "Menschenbilder" denkbar. Folglich gibt es auch verschiedene

Vorstellungen von dem, was "Menschenwürde" ist. Welche davon soll der Staat

achten und schützen und welche muß er dabei notwendig vernachlässigen?

Im Unvereinbarkeitsfall bleiben nur zwei Auswege: Entweder man entscheidet

sich für das eine und damit gegen das andere Menschenbild, oder aber man

weicht der Entscheidung aus, indem man den Bilderdienst aufkündigt.

Das Bundesverfassungsgericht befindet sich hier in einer höchst delikaten

Verlegenheit. Es wirkt in einem Regime, das in jeder Hinsicht auf die

jüdische Minderheit Rücksicht nehmen muß. In dieser ist ein Menschenbild

wirksam, in dem nur das jüdische Volk von Gott auserwählt und dessen

Genossen dadurch von unendlichem Wert sind, während die Angehörigen aller

anderen Völker für absolut wertlos erachtet werden (vgl. "Israel Shahak,

"Jüdische Geschichte, jüdische Religion", Lühe-Verlag, 1998, ISBN

3-926328-25-8, S. 57, 58, 61, 62, 140, 144, 150 ff, 169 ff (!). Das Buch

wird als wesentlicher Bestandteil des diesseitigen Vortrags 30-fach

vorgelegt)

 

Jes 34,2-3

2 Der HERR ist zornig über alle Heiden und ergrimmt über alle ihre Scharen.

Er wird an ihnen den Bann vollstrecken und sie zur Schlachtung dahingeben.

3 Und ihre Erschlagenen werden hingeworfen werden, daß der Gestank von ihren

Leichnamen aufsteigen wird und die Berge von ihrem Blut fließen.

 

Das jüdische Menschenbild ist in jeder denkbaren Hinsicht mit der

christlichen Vorstellung, daß alle Menschen geliebte Kinder Gottes seien,

unvereinbar. Es ist ausschließlich dieser Umstand, der das Deutsche Kolleg

veranlaßt hat, den Jahwe-Kult für verbotswürdig zu erklären (vgl. Anlage 237

zum Antrag des Bundesrates). Die Antragsteller sehen darin einen

Verbotsgrund gegen die Antragsgegnerin!

Aus jenem von Fremdenhaß geprägten Menschenbild leiten maßgebliche

Interpreten der Tohra Mischna ab,

- daß keine Anstrengungen unternommen werden sollen, um das Leben von

Fremden zu retten (Shahak S. 21 f.¸147),

- daß jüdische Ärzte keinen Fremden heilen dürfen, es sei denn zur

Vermeidung der Feindschaft des hilfsbedürftigen Fremdlings (Shahak S. 148);

- daß die Tötung eines Nichtjuden nicht zu bestrafen sei(Shahak S.

58, 140 f., 205 zu Nr. 13),

- daß der Beste der Nichtjuden zu töten sei (Shahak S.144) ,

- daß, wenn ein Jude an einem Friedhof der Fremden vorübergeht, er

die Mütter der dort Begrabenen verfluchen solle (Shahak S. 56),

- daß Jesus von Nazareth in der Hölle in kochende Exkremente getaucht

werde (Shahak S. 52),

- daß Juden Ungläubige mit ihren eigenen Händen umzubringen hätten

(Shahak, S. 58),

- daß männliche Jugendliche aus fremden Völkern als "unreine Tiere,

ekelerregende Kreaturen" bezeichnet werden (Shahak S. 61).

 

Antisemitismus-Vorwurf als Bumerang

Es ist zu fragen, welche Kräfte es mit welchen Mitteln vermocht haben, nach

1945 viele Deutsche durch "demokratische Umerziehung" so abzurichten, daß

sie tagtäglich dem an den Palästinensern verübten Völkermord Beifall

spenden und damit eine zynische Verachtung der grundlegenden allgemeinen

Prinzipien des Völkerrechts bekunden?

Die Antragsteller spielen immer mehr in den Vordergrund ihrer Argumentation

die Behauptung, die Partei sei antisemitisch gestimmt. Damit ist der

Antragsgegnerin eine Erörterung der Judenfrage aufgezwungen, die sie

vermutlich gern vermieden hätte.

Die Totschlagswörter "Antisemitismus" und "Rassismus" wirken nur, wenn sie

den bekannten Verteidigungsreflex auslösen: "Ich bin kein Antisemit, denn

....". Was aber wird geschehen, wenn, statt den Vorwurf zu leugnen, danach

gefragt wird, warum Juden, weil sie Juden sind, gehaßt werden? Seit mehr als

3000 Jahren sind Juden überall, wo sie als Gruppen in Erscheinung treten,

Hohn, Spott und Verfolgungen ausgesetzt. Zufall oder Notwendigkeit? In

dieser Perspektive kann "Antisemitismus" nicht mehr als Ausdruck einer

seelischen Abartigkeit der Judenhasser, insbesondere der Deutschen, gedeutet

werden.

Daß der praktizierte Judaismus die Bedingung der Feindschaft gegen Juden

ist, "Antisemitismus" als Abwehrreaktion erst mit dem Judaismus

verschwinden wird, weshalb an der Überwindung des Judaismus zu arbeiten ist

- diese Erkenntnis ist nicht neu. Daß sie dem Bewußtsein der Zeitgenossen

von interessierter Seite mit dem denkbar größten Aufwand ferngehalten wird,

ist mit Händen greifbar. Man muß sich nur bereit machen, das scheinbar

Undenkbare zu denken.

Shahak - ein in Israel lebender jüdischer Intellektueller - übt Kritik am

Staate Israel, die sich aus der Befindlichkeit eines Gutmenschen speist. Er

erlebte das gegenwärtige Israel als Dasein dessen , was unter dem Eindruck

der Menschenrechtsideologie als "Macht des Bösen" weltweit geächtet ist. Er

führt diesen Charakter Israels auf das jüdische Menschenbild zurück:

Ohne eine Erörterung der vorherrschenden jüdischen Einstellungen gegenüber

Nichtjuden kann selbst das Konzept Israels als "jüdischer Staat", wie sich

Israeloffiziell selbst kennzeichnet, nicht verstanden werden. Die

weitverbreitete falsche Auffassung, daß Israel - selbst ohne

Berücksichtigung seiner Regierungsform in den "Besetzten Gebieten" - eine

echte Demokratie sei, erwächst aus der Weigerung, der Bedeutung, die der

Begriff "ein jüdischer Staat" für Nichtjuden hat, trotzig entgegenzutreten.

Nach meiner Ansicht stellt Israel als "jüdischer Staat" nicht nur eine

Gefahr für sich selbst und seine Einwohner dar, sondern für alle Juden und

für alle anderen Völker und Staaten im Mittleren Osten und darüber hinaus.

Ebenso ziehe ich in Betracht, daß andere Staaten oder Anwesen des Mittleren

Ostens, die sich selbst als "arabisch" oder "mohammedanisch" kennzeichnen,

desgleichen - wie die israelische Selbstdefinition, "jüdisch" zu sein - eine

Gefahr darstellen. Während man diese Gefahr auf breiter Basis diskutiert,

wird jedoch die Gefahr, die dem jüdischen Charakter des Staates Israel

innewohnt, nicht beachtet.

 

Die Grundauffassung von Israel als "einem jüdischen Staat" war für

israelische Politiker seit der Gründung des Staates äußerst wichtig und

wurde der jüdischen Bevölkerung mit allen nur denkbaren Mitteln

eingeschärft. Als sich in den frühen 1980er Jahren eine winzige Minderheit

israelischer Juden herauskristallisierte, die sich diesem Konzept

widersetzte, verabschiedete die Knesset 1985 mit überwältigender Mehrheit

ein Verfassungsgesetz (das ist ein Gesetz, das gegenüber den Bestimmungen

anderer Gesetze Vorrang hat und nicht aufgehoben werden kann, es sei denn

durch ein spezielles Verfahren). Aufgrund dieses Gesetzes ist es keiner

Partei erlaubt, an den Wahlen zur Knesset teilzunehmen, deren Programm

öffentlich dem Prinzip "eines jüdischen Staates" widerspricht oder

beabsichtigt, es mit demokratischen Mitteln zu verändern. Ich selbst bin ein

entschiedener Gegner dieses Verfassungsgrundsatzes. Die rechtliche

Auswirkung bedeutet für mich, daß ich in dem Staat, dessen Bürger ich bin,

keiner Partei angehören kann, deren Prinzipien ich zustimmen würde und der

es erlaubt ist, an den Knesset-Wahlen teilzunehmen. Allein dieses Beispiel

zeigt, daß der Staat Israel wegen der Anwendung einer jüdischen Ideologie,

die gegen alle Nichtjuden gerichtet ist und gegen jene Juden, die dieser

Ideologie widersprechen, keine Demokratie ist. Aber die Gefahr, die diese

vorherrschende Ideologie darstellt, ist nicht auf innerstaatliche

Angelegenheiten beschränkt. Sie beeinflußt auch Israels Außenpolitik. Diese

Gefahr wird solange weiter anwachsen, wie zwei gegenwärtig wirksame

Entwicklungen an Stärke zunehmen: Das Anwachsen des jüdischen Charakters

Israels und die Zunahme an Macht, insbesondere an nuklearer Stärke. Ein

weiterer unheilvoller [engl.: ominous = von übler Vorbedeutung] Faktor ist

die Tatsache, daß der israelische Einfluß auf das politische Establishment

der USA ebenfalls zunimmt. Deshalb sind fehlerfreie Informationen über das

Judentum und besonders über die Behandlung von Nichtjuden durch Israel

gegenwärtig nicht nur wichtig, sondern gleichfalls politisch

lebensnotwendig. (S. 24 f.)

.....

Der Einfluß der "jüdischen Ideologie" wird auf viele Juden um so stärker

sein, je mehr sie der öffentlichen Diskussion entzogen ist. Eine solche

Diskussion wird - so ist zu hoffen - die Menschen dazu führen, die gleiche

Haltung gegenüber dem jüdischen Chauvinismus und der Verachtung einzunehmen,

die von so vielen Juden den Nichtjuden entgegengebracht wird (was weiter

unten dokumentiert werden wird), wie dies normalerweise gegenüber dem

Antisemitismus und all den anderen Formen von Fremdenfeindlichkeit,

Chauvinismus und Rassismus geschieht. Es wird mit Recht angenommen, daß nur

das vollständige Offenlegen auch seiner historischen Wurzeln - nicht nur des

Antisemitismus - die Grundlage seiner Bekämpfung sein kann. Gleichfalls bin

ich davon überzeugt, daß nur die vollständige Offenlegung des jüdischen

Chauvinismus und des religiösen Fanatismus die Basis sein kann, um diese

Erscheinungen zu bekämpfen. Dies gilt besonders heute, wo - im Gegensatz zu

der Situation, die vor fünfzig oder sechzig Jahren vorherrschte -, der

politische Einfluß von jüdischem Chauvinismus und religiösem Fanatismus

erheblich größer ist als derjenige des Antisemitismus. Aber es gibt noch

einen weiteren wichtigen Aspekt: Ich glaube fest daran, daß Antisemitismus

und jüdischer Chauvinismus nur gleichzeitig bekämpft werden können.(S. 38

f.)

.....

Man sollte sich daran erinnern, daß Judentum, besonders in seiner

klassischen Form, seinem Wesen nach totalitär ist. Das Verhalten von

Anhängern anderer totalitärer Ideologien unserer Zeit unterschied sich nicht

von demjenigen der organisierten amerikanischen Juden. STALIN und seine

Anhänger wurden niemals müde, die Diskriminierung der amerikanischen oder

südafrikanischen Schwarzen zu verdammen, besonders während [engl.: in the

midst] der schlimmsten Verbrechen, die innerhalb der UdSSR verübt wurden.

Das südafrikanische Apartheid-Regime denunzierte unermüdlich, ebenso wie

seine Unterstützer in anderen Ländern, die Verletzungen der Menschenrechte,

die entweder durch kommunistische oder durch andere afrikanische Regime

begangen wurden. Es lassen sich viele ähnliche Beispiele anführen. Die

Unterstützung der Demokratie oder der Menschenrechte ist daher sinnlos oder

sogar schädlich und betrügerisch, wenn sie nicht mit Selbstkritik beginnt

und mit dem Eintreten für die Menschenrechte, wenn diese durch die eigene

Gruppe verletzt werden. Jede allgemeine Unterstützung der Menschenrechte

durch einen Juden, die nicht die Verteidigung der Menschenrechte derjenigen

Nichtjuden einschließt, deren Rechte vom "jüdischen Staat" verletzt werden,

ist ebenso betrügerisch wie die Unterstützung der Menschenrechte durch einen

Stalinisten. Der sichtbare Enthusiasmus, den amerikanische Rabbiner oder die

jüdischen Organisationen in den USA während der 1950er und 1960er Jahre bei

der Unterstützung der Schwarzen im Süden entfalteten, war nur von Erwägun

gen des jüdischen Eigeninteressen motiviert, ebenso wie es die

kommunistische Unterstützung derselben Schwarzen war. Ihre Absicht war in

beiden Fällen zu versuchen, die Schwarzen-Gemeinschaft politisch zu

vereinnahmen, im jüdischen Falle für eine kritiklose Unterstützung der

israelischen Politik im Mittleren Osten.

 

 

Daher ist die tatsächliche Prüfung, vor der sowohl israelische als auch

Diaspora-Juden stehen, die Prüfung ihrer Selbstkritik, was auch die Kritik

der jüdischen Vergangenheit einschließen muß. Der wichtigste Teil einer

solchen Kritik muß die eingehende und ehrliche Konfrontation mit der

jüdischen Haltung gegenüber Nichtjuden sein. Dies ist genau das, was viele

Juden gerechterweise von Nichtjuden verlangen: sich der eigenen

Vergangenheit zu stellen und so der Diskriminierung und Verfolgung gewahr zu

werden, der die Juden ausgesetzt waren. In den letzten 40 Jahren ist die

Zahl der Nichtjuden, die von Juden getötet wurden, bei weitem größer, als

die Zahl der Juden, die von Nichtjuden getötet wurden. Das Ausmaß der

Verfolgung und Diskriminierung gegenüber Nichtjuden, das vom "jüdischen

Staat" mit der Unterstützung von organisierten Diaspora-Juden verübt wurde,

ist ebenfalls erheblich größer als das Leid, das Juden durch ihnen

feindliche Regime zugefügt wurde. Obwohl der Kampf gegen den Antisemitismus

(und gegen alle anderen Formen des Rassismus) nie aufhören darf, ist heute

der Kampf gegen jüdischen Chauvinismus und jüdische Exklusivität, was eine

Kritik des klassischen Judentums einschließen muß, von gleicher oder noch

größerer Wichtigkeit.(S. 187 f.)

 

Shahak will in der Manier der Gutmenschen die einseitige Ächtung zu einer

zweiseitigen weiterentwickeln. Das einseitige Pogrom wird dann ebenfalls zu

einem zweiseitigen. Ganz allgemein zeigt sich, daß die Gutmenschen von heute

die Völkermörder von morgen sind. Man muß ihnen nur einen Feind als das

"absolut Böse" vorgaukeln. (Der Sponti-Häuptling Joschka Fischer, zeigt uns

gerade, wie das geht.)

Der Haß auf Juden stellt sich als etwas "ganz Normales" heraus. Ja, er ist

geradezu das untrügliche Zeichen eines intakten spirituellen Immunsystems,

also von geistiger Gesundheit - eine Gesundheit, die Juden - zu recht -

fürchten.

Die Antragsgegnerin ist nicht die Erzeugerin dieser Gesundheit. Man tut ihr

zuviel der Ehre an, indem man sie für den "Antisemitismus" verantwortlich

macht.

Es müssen andere Gründe sein; Gründe, die im jüdischen Wesen liegen und die

schon vor dreieinhalbtausend Jahren einen großen Herrscher veranlaßt hatten,

den politischen Plan einer vollständigen Ausrottung der Judenheit zu

beschließen (StzuEst 1, 2-4). Und es muß im jüdischen Wesen liegen, daß

diese völkische Kultgenossenschaft als einziges Gemeinwesen das Altertum,

das Mittelalter und die Neuzeit überlebt hat, um endlich in der Moderne die

"Macht hinter jeder Macht", die Macht des Geldes, zu sein.

Israel Shahak ist in Israel als "Selbsthasser" und "Antisemit" angefeindet

worden. Auch das hat seine Richtigkeit: er ist ein "Antisemit" wie alle jene

Autoren "Antisemiten" waren, die im Hammer Verlag unter der Ägide von

Theodor Fritsch ihre auf einem hohen intellektuellen Niveau verfaßten

Schriften über den Judaismus veröffentlicht haben. Der Kerngedanke dieses

intellektuellen Antijudaismus ist die Denunziation Jahwes als Teufel und als

Vater der Lüge und damit der Juden als Teufelskinder (Joh 8, 37-45).

Es ist auch richtig, daß dieser intellektuelle "Antisemitismus" in der Nähe

von Verfolgungsphantasien siedelt. Aber er ist nicht die Ursache des mehr

handgreiflichen "Antisemitismus" der intellektuell unbedarften Volksteile,

der gleichfalls eine nicht wegzuleugnende Wirklichkeit ist. Das sind nur

Spielarten ein und desselben. Alle Antisemitismen sind Ausdruck eines

noch-blinden Geistes., der nicht weiß, wie ihm geschieht, wenn ihm Juden den

letzten Heller aus der Tasche ziehen. Allein diese Blindheit des Geistes ist

die Macht Jahwes. Seine Herrschaft endet in dem Augenblick , in dem er und

sein weltlicher Bruder, Mammon, von den Völkern erkannt ist.

Jegliche Ächtung des Antisemitismus ist Ächtung von Überzeugungen.

Überzeugungen leben in Menschen. Es sind folglich Menschen, die geächtet

werden. Die Wahrheit der Ächtung ist die Ausrottung der Geächteten. Die

Nerven der Gutmenschen sind nur zu schwach, um sich diese Konsequenz

einzugestehen.

Die Politik der Ächtung steigert den Haß auf die Juden, die als Unterdrücker

der Meinungen erkannt werden. In der Bundesrepublik Deutschland haben die

Tabuwarte von der Meinungsäußerungsfreiheit fast nichts mehr übrig gelassen.

Doch sie werden jetzt das Opfer ihres Erfolges.

"Was vernünftig ist, das ist wirklich; und was wirklich ist, das ist

vernünftig." (Hegel) Diese Erkenntnis ist der Kompaß, der die Richtung für

die Lösung des Rätsels "Antisemitismus" weist. Der Hegelsche Satz ist der

Schlüssel zum Verständnis des Jüdischen Gemeinwesens.

 

Das isrealitische Volk "... war Zeuge" - so spricht ein Jude zu uns - " der

Gründung und des Zerfalls der ältesten Weltreiche.... Es wurde zu allen

Zeiten in den Strudel der weltgeschichtlichen Sturmflut hineingerissen, hat

gekämpft und gelitten, ist in seinem mehr denn dreitausendjährigen Bestande

oft hin- und her gestoßen und verwundet worden, es trägt viele Ehrenwunden,

und die Krone des Märtyrertums versagt ihm niemand - und lebt noch. Es hat

auch manches geleistet, was ihm nur wenige Pessimisten und Böswillige

absprechen. ... Zwei schöpferische Völker waren die Urheber der edlen

Gesittung, die den Menschen aus dem Urzustande der Barbarei und der Wildheit

emporgetragen haben: das hellenische und das israelitische; ein drittes gibt

es nicht. .... Die klassischen Griechen sind tot, und gegen Verstorbene ist

die Nachwelt gerecht. Mißgunst und Haß verstummen am Grabe eines großen

Toten.; seine Verdienste werden in der Regel sogar noch überschätzt. Anders

verhält es sich mit dem anderen schöpferischen Volke, mit dem hebräischen.

Gerade weil es noch lebt, werden seine Verdienste um die Gesittung nicht

allgemein anerkannt, oder es wird daran gemäkelt, es wird ein anderer Name

dafür untergeschoben, um den Urheber in den Schatten zu stellen oder gar zu

beseitigen. .... Man macht sich nicht klar, warum das eine schöpferische

Volk mit der ganzen Fülle seiner Begabungen gestorben ist, und warum das

andere, so oft dem Tode nahe, noch immer auf Erden wandelt und sich

einigemal verjüngen konnte. Wie anmutig auch die Götterlehre der Griechen,

wie belebend ihre Weisheit, wie süß ihre Kunstschöpfungen waren, sie

bewährten sich nicht in den Tagen der Drangsale, als die mazedonischen

Phalangen und die römischen Legionen ihnen statt der heiteren die ernste

Seite des Lebens zeigten. .... Wie der einzelne Mensch, so bewährt sich auch

ein Volk nur im Unglücke. Die Griechen aber besaßen nicht die

Standhaftigkeit, das Unglück zu überdauern und sich selbst treu zu

bleiben.... Sie hatten keine bestimmte, selbstbewußte Lebensaufgabe. Das

hebräische Volk aber hatte eine Lebensaufgabe, und diese hat es geeint und

im grausigsten Unglück gestärkt und erhalten...." (Heinrich Graetz,

Geschichte der Juden , Band I, Leipzig 1908, S. XVIII ff.)

...

Seitdem ihm seine Aufgabe, als Träger einer eigenen, religiös-sittlichen

Weltanschauung, klar geworden ist, hat es diese über alles geschätzt, höher

als Vaterland und Nationalität, höher selbst als das Leben. Und weil es sich

selbst als Opfer dargebracht hat, erlangte es Lebensdauer und

Unsterblichkeit. Es war das erste Volk, das den Mut einer Meinung hatte und

für seine innere Überzeugung die Lebensgüter eingesetzt hat. Es war das

erste Volk, welches bewiesen hat, daß eine fördersame Wahrheit nur durch

Blutzeugen besiegelt werden kann. Die Überzeugungstreue gab ihm diese

Standhaftigkeit und Ausdauer. Sein Kern kann nicht schlecht gewesen sein, da

es der zerstörenden Gewalt von beinahe vier Jahrtausenden und einer ganzen

Welt von Feinden hat trotzen können. (Graetz a.a.O. S. XXX f.)

Die Bedingung des Judenhasses ist die einseitige Wahrnehmung des Judentums

als des heimtückischen Feindes der Völker. Diese Feindschaft ist

unbestreitbar und angesichts der realen Macht, die die Juden erlangt haben,

eine unmittelbare Bedrohung für die Völker:

z.B. Jes 60,12-14

12 Denn welche Völker oder Königreiche dir nicht dienen wollen, die sollen

umkommen und die Völker verwüstet werden.

13 Die Herrlichkeit des Libanon soll zu dir kommen, Zypressen, Buchsbaum und

Kiefern miteinander, zu schmücken den Ort meines Heiligtums; denn ich will

die Stätte meiner Füße herrlich machen.

14 Es werden gebückt zu dir kommen, die dich unterdrückt haben, und alle,

die dich gelästert haben, werden niederfallen zu deinen Füßen und dich

nennen »Stadt des HERRN«, »Zion des Heiligen Israels«.

 

Diese Drohung wird von den Juden allerdings nicht als solche wahrgenommen,

da sie sich von Jahwe zur Weltherrschaft berufen fühlen und darin die

Menschheitsbeglückung sehen, so daß die Widerstrebenden (die "Achse des

Bösen") im Stande der Sünde leben, und ihre Vertilgung die Gerechtigkeit

ist, die an ihnen zu üben sei.

Noch ehe der Verbotsprozeß gegen die Antragsgegnerin zu Ende geht, wird sich

der Auserwähltheitswahn ein weiteres Opfer gesucht haben. Abermals werden

Juden den Haß der Völker ernten, den sie gesät haben.

Der vom Haß getrübte Blick der Völker erkennt nur die halbe Wahrheit, die

stets eine ganze Unwahrheit ist. Ihm entgeht die hochentwickelte jüdische

Geistigkeit und Moralität, die notwendige Voraussetzungen der Freiheit sind.

Die Moralität orthodoxer Juden gilt allerdings nur dem eigenen, dem

auserwählten Volk, ist also eine reine Binnenmoral, eine Moral der

Nächstenliebe, die den Fremden ausgrenzt und der Nutzung und Schlachtung

preisgibt geradeso, wie man es mit Vieh zu tun pflegt (jüdische Hirtschaft).

 

Das moralische Verhältnis ist ein Verhältnis zu Gott, der dem Menschen als

Gewissen gegenwärtig ist. Indem die Juden die Moralität zu ihrem exklusiven

Besitztum gemacht haben, sind sie das Dasein der Amoralität schlechthin,

denn sie verneinen das Menschentum der Fremden, der Gojim.

Es liegt im Begriff, der daseienden Vernunft, - wie er von Hegel erforscht

worden ist -, daß der Geist sich nur erst als dieser einseitige jüdische

Geist in die Welt versenken und sich in ihr durchsetzen konnte.

Die tief in das "kollektive Unbewußte" der Völker eingelassene Ablehnung

der Juden - eine Seinsgegebenheit, die sich als solche berechtigt weiß und

sich deshalb auch nicht ungestraft diskriminieren läßt - hat bisher

verhindert, die Einsicht wirken zu lassen, daß im Judaismus dem Menschen

das Bewußtsein aufgegangen ist, Geist zu sein und er sich dadurch vom

Tiere unterscheide. Nichts anderes ist das Wesen der Erwähltheit Judas. Von

da an ist die Geschichte die Geschichte der Menschheit. Zwar waren vordem

die Menschen auch schon Geistwesen, aber sie wußten es noch nicht. Auf

diesen Unterschied aber kommt alles an.

Der Mensch ist das, als was er sich in seinem Höheren Wesen (Gott) anschaut.

In der Zeit vor Jahwe, dem Unbildhaften, nahmen sich die Menschen

Naturgegenstände - Tiere, Flüsse, Berge, Quellen, die Sonne, den Mond - zu

Göttern. Ihre Geistigkeit war darin nicht anzuschauen.

Die Abstoßung von dieser ungeistigen Welt entzündete sich in Moses, der

Widerwillen empfand beim Anblick Ägyptischer Weiber, die auf offenem Feld

mit Böcken unzüchtig umgingen in der Meinung, damit einem Gotte zu diensten

zu sein. (Mose 12, 31; vgl. Heinrich Graetz, Geschichte der Juden, Leipzig

1908, Band I, S. 14 f.)

Der daraus quellende fanatische Haß Jahwes gegen die "Götzendiener", die

Ägypter, war die logische Abstoßung des Anderen (Repulsion), die polemische

Zurückweisung der ungeistigen Göttergestalten. Ohne diese Abstoßung des

Anderen ist kein Sein bei sich (Identität). Der jüdische Haß gegen die

"Gojim" war also in der Antike der Fortschritt des Geistes im Bewußtsein der

Freiheit, d.h. der eigenen Geistigkeit. Das ist der Weg des Geistes zu sich

selbst. Dieser wohlbegründete und dadurch gerechtfertigte Haß, war primärer

Haß. Gegen ihn erhebt sich als sekundärer Haß der Haß derjenigen, die von

den Juden gehaßt wurden. Das ist der Ursprung der jüdischen Tragödie.

Inzwischen sind alle kulturalisierten Völker auf dem jüdischen Standpunkt

angelangt, daß der Mensch ein geistiges Wesen sei und sich dadurch vom Tier

unterscheide. Der Haß Jahwes gegen die Völker verlor damit seinen Inhalt.

Die zu erwartende Folge wäre gewesen, daß die Juden ihr polemisches

Verhältnis zu den Gojim aufgeben und - wie alle anderen antiken Völker -

allmählich aus der Geschichte verschwinden. Doch es kam anders. Die

widerhassenden Völker erzeugten in den Juden Bedrohungs- und tertiäre

Haßgefühle, die sie in feindlicher Umgebung zur Absonderung trieben, um den

Jahwe-Kult als einigendes Band für die in alle Welt zerstreuten

Volkssplitter wirken zu lassen. Damit ließ sich die jahwistische

Kultgenossenschaft als Schutzbund für die Diaspora-Judenheit erhalten.

Zweifellos wäre im Laufe der Jahrtausende die Formkraft dieses Impulses

verflogen, wenn nicht der weitere Fortschritt des Geistes im Bewußtsein der

Freiheit eine feindselige Symbiose zwischen der Judenheit und den Völkern

erzwungen hätte.

 

Das jüdische Prinzip ist die Losreißung des Besonderen vom Allgemeinen, aus

der erst die sittliche Person als Versöhnung des Besonderen mit dem

Allgemeinen hervorgehen kann.

Der Geist ist der Eine, der als das Allgemeine in den vielen endlichen

Geistern, den menschlichen Individuen, als Geist da ist und wirkt, von

diesen zwar unterschieden aber nicht getrennt ist. In diesem Verhältnis ist

der endliche Geist, der Mensch, als Geist erst wirklich frei, wenn er als

das Moment des Besonderen gegen das Allgemeine gesetzt ist und in dieser

Entgegnsetzung an sich erfährt, daß er zugleich in ein und derselben

Rücksicht das Dasein des Allgemeinen ist. In dieser Erfahrung ist der

Unterschied von Besonderem und Allgemeinen in der lebendigen Einheit der

Momente der Einzelnheit aufgehoben ist. Das Individuum weiß sich erst aus

der Vereinzelung heraus als Teil eines Ganzen, der selbst das Ganze ist. In

diesem Bewußtsein ist das Individuum als sittliche Person da, die sich als

Einzelner dem Allgemeinen verantwortlich weiß und so erst ein selbstbewußtes

Ganzes ist.

In den natürlichen Verband der Familie hineingeboren erfährt das menschliche

Individuum die dem Blut entstammende Genossenschaft als sein Ein und Alles,

als sein Allgemeines, gegen das es sich zunächst als ein Nichts - also ohne

alle Selbständigkeit - erlebt. Die Familie erfährt sich ebenso naturhaft

eingebettet in die Sippe als ihrer Substanz, die Sippe in den Stamm usw.

Das Gemeinwesen als solches west erst abstrakt ohne die in sich entwickelte

Besonderheit seiner Glieder. So ist es erst an sich frei, noch nicht für

sich frei. Der Einzelne ist noch unfrei.

Diese gegensatzlose Einheit von Allgemeinem und Besonderem muß dem Trieb des

Begriffs gehorchend erst gelockert und schließlich aufgelöst werden, damit

sich das Moment der Besonderheit für sich entfalten kann (Individualismus).

Erst das für sich seiende Besondere kehrt frei - also durch seinen eigenen

Willen - in das Allgemeine als sein Wesen zurück (als überwundenes

Individuum, das jetzt freie, sittliche Person ist).

Diese notwendige Zersetzung ist geschichtliche Arbeit und - wie alles - die

Tat des Geistes, der als Allgemeiner in den endlichen Geistern - hier

vornehmlich in den Juden als antisoziales Element (Karl Marx) - da ist. Die

Negativität in bezug auf die naturwüchsigen Gemeinwesen ist -nach dem

Durchbruch des Selbstbewußtseins der Geistigkeit - der weitere Anteil der

Juden an der Weltgeschichte, der sich erst in der Moderne voll entfaltet. In

ihren Händen bildete sich als zersetzende Substanz das Gold als Geld. Dessen

teuflische Macht - die absolute Negativität - beschäftigt seit Jahrtausenden

die Dichter und Denker der Völker, die dabei stets auf Juden stießen, die

diese Macht verkörpern. Im Gegenzug dazu macht sich gegenwärtig die

siegestrunkene Judenheit anheischig, den Völkern das ehrende Andenken an

seine geistigen Größen zu verleiden.

Friede kann erst einkehren, wenn erkannt ist, daß beide Erscheinungen - die

teuflische Zersetzung und die haßerfüllte Gegenwehr - notwendige Momente der

Freiheit sind.

Das massenhafte Dasein von vereinzelten Einzelnen (Zeitalter des

Individualismus) ist die Bedingung der Möglichkeit der sittlichen Person.

Die Juden haben - unbewußt - mit ihrem zersetzenden Wesen, das den Völkern

ihre Götter stahl, um Mammon an deren Stelle zu setzen - den Boden für

die Freiheit bereitet. Sie selbst aber können - wie an Marxens Vision von

einer klassenlosen Gesellschaft ohne Staat zu sehen ist - den Gedanken der

Freiheit nicht denken, also auch nicht frei sein. Darin liegt die Tragik des

modernen Judentums.

 

Die Juden selbst begreifen sich als ein zersetzendes Element. (vgl. Karl

Marx, oben S. 118 und Nachum Goldmann, oben S. 119)

Auch wenn die Zerstörung des Althergebrachten notwenig war, stachelt sie zum

Haß gegen die Zerstörer auf. Es ist dies die quartäre Gestalt des

Judenhasses. In ihm sind die Nutznießer des Althergebrachten vereint mit

denen, die von den Trümmern der einstürzenden Alten Welt begraben wurden.

Diese wohlbegründeten Haßgefühle sind Seinsbestimmungen. Nur Narren

versuchen, einem Seienden das Gebot aufzuerlegen, nicht zu sein.

Haß ist ein bestimmtes Bewußtsein, also eine Geistesgestalt. Dem Geist

gebietet nur der Geist, nicht das Gesetz. Das Gesetz, das sich am Geist

vergreift, wird in den Händen seiner Vollstrecker zum vernichtenden

Bumerang. Die Ächtung des Judenhasses durch den Zeitgeist ist der Treibsatz

zum Pogrom. Die Juden brauchen den Pogrom. Er ist für sie das, was für

andere Völker der Krieg ist: der Vater aller Dinge.

Versöhnend wirkt allein die Einsicht in die Notwendigkeit des

Zersetzungswerkes, das die Juden vollbracht haben. Sie sind uns Feind - um

unsretwillen (Paulus, Römerbrief 11,28).

Kurz: Wir verfolgen in den Juden die häßliche Raupe und jauchsen beim

Anblick des prächtigen Pfauenauges, das aus dem Kokon hervorgekrochen ist,

in den die Raupe, sich verpuppt hatte. Erst wenn wir das Geschehen als

Entwicklung begreifen, werden wir der Raupe nicht mehr wegen ihrer

Häßlichkeit und Schädlichkeit nachstellen, sondern in ihr die noch

unentwickelte Pracht ahnen und ehren, die wir erst im Schmettterling

bewundern können. Gehen wir im Geiste jetzt noch einen Schritt weiter und

erkennen wir, daß wir selbst das Pfauenauge sind, werden wir die Raupe als

unseren Vorfahren sogar lieben.

Die intellektuellen Antisemiten im Umkreis des Hammerverlages wollten die

Häßlichkeit der Raupe in des grellste Licht rücken, um die Raupe in die

Scham, in die Flucht vor sich selbst zu treiben. Diese Anstrengung mußte

deshalb fruchtlos bleiben, weil die Raupe sich überhaupt nicht häßlich

findet und sich darauf versteht, den Ekel vor ihr in ihre Selbstbehauptung

einzubeziehen.

Logisch gesprochen verharren die Antisemiten beim Sein der Judenheit. Es ist

so. Punkt! Sie dringen nicht zum Wesen der Sache durch. Das Wesen setzt das

Sein zur Erscheinung herab, in der als ihr Inneres der Grund scheint. Erst

in der Wesensschau ist der "Antisemitismus" überwunden. Aus ihm sind alle

seelischen Kräfte entwichen, die den Pogrom hervortrieben. Die ehedem in die

Selbstzerfleischung gelenkten Energien sind jetzt frei, die Welt nach

einem höheren Selbstbewußtsein des Volksgeistes zu gestalten.

Karl Marx und Nachum Goldmann erwarteten vom Deutschen Volk die Erlösung

der Welt vom Liberalkapitalismus. Marx glaubte an die antikapitalistische

Revolution der deutschen Arbeiterklasse, die Adolf Hitler mit der nationalen

Bewegung anstrebte und teilweise auch vollbracht hat. Goldmann erwartete

die Herrschaft des Deutschen Geistes als Folge des Sieges der deutschen

Waffen im Ersten Weltkrieg. Beide irrten - aber nur in Nebensächlichkeiten.

In den Thesen Goldmanns hat sich die Wahrheit der Geschichte des 20.

Jahrhunderts ausgesprochen - als eine noch bornierte Erkenntnis. Was ihm

noch jenseits seines Erkenntnishorizontes lag, ist doch in seinen

Feststellungen an sich schon vorhanden.

Es wird jetzt auch für sich. Geistige Führerschaft, wie sie Goldmann als die

Mission des Deutschen Geistes richtig bestimmt, kann nur auf geistigem Boden

wachsen und gedeihen. Sie kann niemals aus einem mit militärischen Mitteln

erfochtenen Sieg hervorgehen, denn gegen ihn bäumt sich der Geist der

besiegten Völker auf. Es ist dieser Widerstand des Besiegten, der es dem

Sieger verbietet, seine Rüstung abzulegen. Sein Wort bleibt dem Besiegten

das Wort des Feindes, gegen das er sich auflehnt.

Was der Jüdische Geist getrennt und in feindlichen Gegensatz gebracht hat,

wird vom Deutschen Geist als selbstbewußte Volksgemeinschaft in die Einheit

zurückgeführt, die das Leben des Geistes ist.

Die Option für das jüdische Menschenbild ist Verrat am Deutschen Volk.

Das jüdische Menschenbild ist die Trennung von Mensch und Gott. Der von

seinem höchsten Wesen getrennt gedachte Mensch ist der innerlich zerrissene

Mensch. Die Wirklichkeit des zerrissenen Menschen ist die Herrschaft der

bürgerlichen Gesellschaft, des Egoismus, über das menschliche Gemeinwesen.

Das Dasein dieser Herrschaft ist die Wirklichkeit des Staates als

organisiertes Verbrechen.

Die Untersuchungen Böckenfördes lassen befürchten, daß die grundsätzliche

Annahme des jüdischen Menschenbildes durch eine betonte Relativierung des

Menschenbildproblems verschleiert wird.

Es kann dabei gar nicht zweifelhaft sein, daß die realen Machtverhältnisse

in der Welt dem Schutz des christlichen Menschenbildes - weil mit dem

Jahwe-Kult unvereinbar - nicht förderlich sind. Das allein dürfte der

tiefere Grund für Böckenfördes merkwürdige Gleichgültigkeit gegenüber

diesem Menschenbild sein.

 

Es handelt sich hier also nicht um eine Frage des Rechts, sondern um ein

Problem der Fremdbestimmung durch eine feindliche Macht, der durch Jahwes

Worte eine unerbittliche Rachsucht eingepflanzt ist. Kein Volk ist dieser

Rachsucht stärker ausgesetzt als das Deutsche. Was könnte dafür sprechen,

daß diese Macht nicht den Untergang des Deutschen Volkes herbeisehnt?

Jes 60,12

Denn welche Völker oder Königreiche dir nicht dienen wollen, die sollen

umkommen und die Völker verwüstet werden.

 

Der mangelnde Mut, gegen diese Macht das christliche Menschenbild

aufzurichten, die Würde und die Freiheit der Christenmenschen (das sind auch

solche, die von der christlichen Kultur geprägt sind, aber nicht mehr

"gläubig" im Sinne der christlichen Lehre sind) zu schützen und zu

verteidigen , ist die eigentliche Gefahr für das Deutsche Volk.

Daß es sich dabei um eine Frage von Leben und Tod von Millionen Menschen

handelt, zeigt die vom Gesetzgeber zugelassene, von den Gerichten als

"Schwangerschaftsunterbrechung" hingenommene Tötung von Menschen im

Zustand der absoluten Hilf- und Wehrlosigkeit.

"Auch dem "nasciturus" kommt Menschenwürde zu. Das Leben des Menschen

beginnt mit der Zeugung. Im Augenblick der Zeugung "entsteht der neue

Wesens- und Persönlichkeitskern, der sich hinfort nicht mehr ändert. In ihm

ist alles Wesentliche und Wesenhafte, der gesamte Wesensbestand dieses

Menschen beschlossen. Er treibt zur Entfaltung dessen, was keimhaft in ihm

liegt und bewirkt, daß der Mensch, mag er wachsen oder vergehen, stets er

selber bleibt". Das vom Staat geduldete oder gar legalisierte Töten des

Kindes im Mutterleib wäre bereits nach Art. 1 Verfassungsunrecht." (Dürig in

Maunz/Dürig, Grundgesetzkommentar Art. 1 Abs. 1 Rdnr. 24)

Die Einsicht, daß es sich bei der Tötung im Mutterleib im ethischen Sinne

um Mord handelt, wird in dem schönenden Ausdruck "Abtreibung" versteckt.

Völlig übersehen wird dabei, daß auch die Menschenwürde der "abtreibenden"

Mutter verletzt ist, was sich sinnfällig in der empirisch nachgewiesenen -

manchmal lebenslangen - Traumatisierung offenbart: Die Frau erlebt - wenn

auch nur halbbewußt - den Vorgang als Mord am eigenen Kind.

Spurensicherung nach einem Völkermord

Böckenförde legt in einem Aufriß dar, daß im Kompetenzbereich des

Bundesverfassungsgerichts zwei verschiedene - und letztlich miteinander

unvereinbare - Menschenbilder im Streite liegen. 1. das "von Aristoteles

überkommene" gemeinschaftsgebundene Menschenbild oder auch das christliche

Menschenbild und 2. das von der Französischen Revolution herkommende

individualistische Menschenbild "mit dem Ziel der selbstbezogenen Entfaltung

und Nutzung aller individuellen Möglichkeiten" (Böckenförde a.a.O. S. 34 und

S. 16).

Dabei sind die von Böckenförde hier gewählten Bezeichnungen irreführend. Die

Geschichtsmächtigkeit der Menschenbilder wurzelt nicht in den Reflexionen

eines Aristoteles und auch nicht in den Höhenflügen des verständigen

Denkens, das 1793 in Paris seine blutigen Orgien feierte. Die gestaltende

Kraft greift als Religion in das Weltgeschehen ein. Das rationalistische

Menschenbild, das mit der Französischen Revolution seinen Siegeszug antritt

(Böckenförde S. 14, 36), ist das Menschenbild des Atheismus. Von diesem

wurde gezeigt, daß der nur das Negativ des Judaismus ist (vgl. Stellungnahme

vom 20.04.01 Exkurs "Atheismus und Gottesbeweis" S. 210 und Exkurs "Zum

jüdischen Monotheismus" S. 378 ff. ).

Interessanterweise stützt sich Böckenförde bei seiner Darstellung des

rationalistischen Menschenbildes der Französischen Revolution auf Karl

Marx, der wohl als erster die im weiteren Verlauf der Geschichte vielfach

in Erscheinung getretene Negativität der Menschenrechte erkannt hatte:

"Die Grenze, in welcher sich jeder dem anderen unschädlich bewegen kann, ist

durch Gesetz bestimmt, wie die Grenze zweier Felder durch den Zaunpfahl

bestimmt ist. Es handelt sich um die Freiheit des Menschen als isolierter,

auf sich zurückgezogener Monade ... das Menschenrecht der Freiheit basiert

nicht auf der Verbindung des Menschen mit dem Menschen, sondern vielmehr auf

der Absonderung des Menschen von dem Menschen. Es ist das Recht dieser

Absonderung."(Karl Marx, Die Frühschriften, Ausgabe Landshut, Stuttgart

1953, S. 192 f.)

Dieses Zitat entstammt dem Marx'schen Essay "Zur Judenfrage" (MEW 1, 347

ff.). Darin geht seine Kritik an der Französischen Erklärung der

Menschenrechte von 1793 noch viel tiefer, als von Böckenförde dargestellt.

Sie ist hochaktuell. Marx zeigt nicht nur, daß die MENSCHENRECHTE - wegen

ihres illusionären Charakters - weder im revolutionären noch im

nachrevolutionären Frankreich Rechtswirklichkeit geworden sind.

Er zitiert Bruno Bauer - zustimmend - wie folgt:

»Frankreich«, heißt es, »hat uns neuerlich« (Verhandlungen der

Deputiertenkammer vom 26. Dezember 1840) »in bezug auf die Judenfrage -

sowie in allen andern politischen Fragen beständig - den Anblick eines

Lebens gegeben, welches frei ist, aber seine Freiheit im Gesetz revoziert,

also auch für einen Schein erklärt und auf der andern Seite sein freies

Gesetz durch die Tat widerlegt.« (»Judenfrage«, p. 64.) »Die allgemeine

Freiheit ist in Frankreich noch nicht Gesetz, die Judenfrage auch noch nicht

gelöst, weil die gesetzliche Freiheit - daß alle Bürger gleich sind - im

Leben, welches von den religiösen Privilegien noch beherrscht und zerteilt

ist, beschränkt wird und diese Unfreiheit des Lebens auf das Gesetz

zurückwirkt und dieses zwingt, die Unterscheidung der an sich freien Bürger

in Unterdrückte und Unterdrücker zu sanktionieren.« (p. 65.) [Marx: Zur

Judenfrage, MEW Bd. 1, S. 349)]

 

Böckenförde zitiert unter Weglassung des Wesentlichen. Die von ihm mit

Pünktchen angedeutete Auslassung lautet wie folgt:

"Warum ist der Jude nach Bauer unfähig, die Menschenrechte zu empfangen?"

 

Marxens Gedanken kreisen um die Frage, ob die Menschenrechte mit dem

Judentum vereinbar seien. Er kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Bruno Bauers Antwort gibt er wie folgt wieder:

»Solange er Jude ist, muß über das menschliche Wesen, welches ihn als

Menschen mit Menschen verbinden sollte, das beschränkte Wesen, das ihn zum

Juden macht, den Sieg davontragen und ihn von den Nichtjuden absondern.«

[Marx: a.a.O. S. 364)]

Dieses Argument erscheint vor dem Hintergrund der von Israel Shahak

zusammengetragenen Zeugnisse des jüdischen Geistes zwingend.

Marx - der in Berlin Rechtswissenschaft studiert hatte - macht Bauer aber

darauf aufmerksam. daß er nicht richtig erfaßt habe, was unter

"Menschenrechten" verstanden werde. Diese seien den Juden geradezu auf den

Leib geschneidert.

Diese Wende hatte er mit Ausführungen eingeleitet, die der von Böckenförde

ausgewählten Stelle unmittelbar vorangehen:

"Vor allem konstatieren wir die Tatsache, daß die sogenannten

Menschenrechte, die droits de l'homme im Unterschied von den droits du

citoyen, nichts anderes sind als die Rechte des Mitglieds der bürgerlichen

Gesellschaft, d.h. des egoistischen Menschen, des vom Menschen und vom

Gemeinwesen getrennten Menschen. Die radikalste Konstitution, die

Konstitution von 1793, mag sprechen:

Déclaration des droits de l'homme et du citoyen. Article 2. »Ces droits

etc. (les droits naturels et imprescriptibles) sont: l'égalité, la liberté,

la sûreté, la propriété.«

Worin besteht die liberté?

Article 6. »La liberté est le pouvoir qui appartient à l'homme de faire

tout ce qui ne nuit pas aux droits d'autrui«, oder nach der Deklaration der

Menschenrechte von 1791: »La liberté consiste à pouvoir faire tout ce qui ne

nuit pas à autrui.«[Marx: a.a.O. S. 364)]

"Die praktische Nutzanwendung des Menschenrechtes der Freiheit ist das

Menschenrecht des Privateigentums. Worin besteht das Menschenrecht des

Privateigentums?

Article 16. (Constitution de 1793): »Le droit de propriété est celui qui

appartient à tout citoyen de jouir et de disposer à son gré de ses biens, de

ses re-venus, du fruit de son travail et de son industrie.«

Das Menschenrecht des Privateigentums ist also das Recht, willkürlich (à son

gré), ohne Beziehung auf andre Menschen, unabhängig von der Gesellschaft,

sein Vermögen zu genießen und über dasselbe zu disponieren, das Recht des

Eigennutzes. Jene individuelle Freiheit, wie diese Nutzanwendung derselben,

bilden die Grundlage der bürgerlichen Gesellschaft. Sie läßt jeden Menschen

im andern Menschen nicht die Verwirklichung, sondern vielmehr die Schranke

seiner Freiheit finden. Sie proklamiert vor allem aber das Menschenrecht,»de

jouir et de disposer à son gré de ses biens, de ses revenus, du fruit de son

travail et de son industrie.«

Es bleiben noch die andern Menschenrechte, die égalité und die sûreté.

Die égalité, hier in ihrer nichtpolitischen Bedeutung, ist nichts als die

Gleichheit der oben beschriebenen liberté, nämlich: daß jeder Mensch

gleichmäßig als solche auf sich ruhende Monade betrachtet wird. Die

Konstitution von 1795 bestimmt den Begriff dieser Gleichheit, ihrer

Bedeutung angemessen, dahin:

Article 3. (Constitution de 1795): »L'égalité consiste en ce que la loi est

la même pour tous, soit qu'elle protège, soit qu'elle punisse.«

Und die sûreté?

Article 8. (Constitution de 1793); »La sûreté consste dans la protection

accordée par la société à chacunde ses membres pour la conservation de sa

personne, de ses droits et de ses propriétés.«

Die Sicherheit ist der höchste soziale Begriff der bürgerlichen

Gesellschaft, der Begriff der Polizei, daß die ganze Gesellschaft nur da

ist, um jedem ihrer Glieder die Erhaltung seiner Person, seiner Rechte und

seines Eigentums zu garantieren. Hegel nennt in diesem Sinn die bürgerliche

Gesellschaft »den Not- und Verstandesstaat«.

Durch den Begriff der Sicherheit erhebt sich die bürgerliche Gesellschaft

nicht über ihren Egoismus. Die Sicherheit ist vielmehr die Versicherung

ihres Egoismus.

Keines der sogenannten Menschenrechte geht also über den egoistischen

Menschen hinaus, über den Menschen, wie er Mitglied der bürgerlichen

Gesellschaft , nämlich auf sich, auf sein Privatinteresse und seine

Privatwillkür zurückgezogenes und vom Gemeinwesen abgesondertes Individuum

ist. Weit entfernt, daß der Mensch in ihnen als Gattungswesen aufgefaßt

wurde, erscheint vielmehr das Gattungsleben selbst, die Gesellschaft, als

ein den Individuen äußerlicher Rahmen, als Beschränkung ihrer ursprünglichen

Selbständigkeit. Das einzige Band, das sie zusammenhält, ist die

Naturnotwendigkeit, das Bedürfnis und das Privatinteresse, die Konservation

ihres Eigentums und ihrer egoistischen Person.

Es ist schon rätselhaft, daß ein Volk, welches eben beginnt, sich zu

befreien, alle Barrieren zwischen den verschiedenen Volksgliedern

niederzureißen, ein politisches Gemeinwesen zu gründen, daß ein solches Volk

die Berechtigung des egoistischen, vom Mitmenschen und vom Gemeinwesen

abgesonderten Menschen feierlich proklamiert (Déclaration de 1791), ja diese

Proklamation in einem Augenblicke wiederholt, wo die heroischste Hingebung

allein die Nation retten kann und daher gebieterisch verlangt wird, in einem

Augenblicke, wo die Aufopferung aller Interessen der bürgerlichen

Gesellschaft zur Tagesordnung erhoben und der Egoismus als ein Verbrechen

bestraft werden muß. (Déclaration des droits de l'homme etc. de 1793.) Noch

rätselhafter wird diese Tatsache, wenn wir sehen, daß das Staatsbürgertum,

das politische Gemeinwesen von den politischen Emanzipatoren sogar zum

bloßen Mittel für die Erhaltung dieser sogenannten Menschenrechte

herabgesetzt, daß also der citoyen zum Diener des egoistischen homme

erklärt, die Sphäre, in welcher der Mensch sich als Gemeinwesen verhält,

unter die Sphäre, in welcher er sich als Teilwesen verhält, degradiert,

endlich nicht der Mensch als citoyen, sondern der Mensch als bourgeois für

den eigentlichen und wahren Menschen genommen wird.

»Le but de toute association politique est la conservation des droits

naturels et imprescriptibles de l'homme.« (Déclaration des droits etc. de

1791 article 2.) »Le gouvernement est institut pour garantir à l'homme la

jouissance de ses droits naturels et imprescriptibles.« (Déclaration etc. de

1793 article 1.)

Also selbst in den Momenten seines noch jugendfrischen und durch den Drang

der Umstände auf die Spitze getriebenen Enthusiasmus, erklärt sich das

politische Leben für ein bloßes Mittel, dessen Zweck das Leben der

bürgerlichen Gesellschaft ist. Zwar steht seine revolutionäre Praxis in

flagrantem Widerspruch mit seiner Theorie. Während z.B. die Sicherheit als

ein Menschenrecht erklärt wird, wird die Verletzung des Briefgeheimnisses

öffentlich auf die Tagesordnung gesetzt. Während die »liberté indéfinie dela

presse« (Constitution de 1793 article 122) als Konsequenz des

Menschenrechts, der individuellen Freiheit, garantiert wird, wird die

Preßfreiheit vollständig vernichtet, denn »la liberté de la presse ne doit

pas être permise lorsqu'elle compromet la liberté publique« (Robespierre

jeune, »Histoire parlementaire de la révolution française« par Buchez et

Roux. T. 28 p. 159), d.h. also: Das Menschenrecht der Freiheit hört auf, ein

Recht zu sein, sobald es mit dem politischen Leben in Konflikt tritt,

während der Theorie nach das politische Leben nur die Garantie der

Menschenrechte, der Rechte des individuellen Menschen ist, also aufgegeben

werden muß, sobald es seinem Zwecke, diesen Menschenrechten widerspricht.

Aber die Praxis ist nur die Ausnahme, und die Theorie ist die Regel. Will

man aber selbst die revolutionäre Praxis als die richtige Stellung des

Verhältnisses betrachten, so bleibt immer noch das Rätsel zu lösen, warum im

Bewußtsein der politischen Emanzipatoren das Verhältnis auf den Kopf

gestellt ist und der Zweck als Mittel, das Mittel als Zweck erscheint. Diese

optische Täuschung ihres Bewußtseins wäre immer noch dasselbe Rätsel,

obgleich dann ein psychologisches, ein theoretisches Rätsel. Das Rätsel

löst sich einfach. .....

[Marx:a.aO. S. 367)].

Im folgenden setzt Marx das Wesen der Französischen Revolution darein, daß

die bürgerliche Gesellschaft aus den Besonderungen der Feudalgesellschaft -

eines Nichtstaates - förmlich herausgeschlagen wurde. Erst als die Trümmer

der Feudalgesellschaft konnten die Elemente der bürgerlichen Gesellschaft zu

einander kommen, ein Allgemeines sein.

[Die Revolution] " zerschlug die bürgerliche Gesellschaft in ihre einfachen

Bestandteile, einerseits in die Individuen, andrerseits in die materiellen

und geistigen Elemente, welche den Lebensinhalt, die bürgerliche Situation

dieser Individuen bilden. Sie entfesselte den politischen Geist, der

gleichsam in die verschiedenen Sackgassen der feudalen Gesellschaft

zerteilt, zerlegt, zerlaufen war; sie sammelte ihn aus dieser Zerstreuung,

sie befreite ihn von seiner Vermischung mit dem bürgerlichen Leben und

konstituierte ihn als die Sphäre des Gemeinwesens, der allgemeinen

Volksangelegenheit in idealer Unab-hängigkeit von jenen besondern Elementen

des bürgerlichen Lebens. Die bestimmte Lebenstätigkeit und die bestimmte

Lebenssituation sanken zu einer nur individuellen Bedeutung herab. Sie

bildeten nicht mehr das allgemeine Verhältnis des Individuums zum

Staatsganzen. Die öffentliche Angelegenheit als solche ward vielmehr zur

allgemeinen Angelegenheit jedes Individuums und die politische Funktion zu

seiner allgemeinen Funktion. Allein die Vollendung des Idealismus des

Staats war zugleich die Vollendung des Materialismus der bürgerlichen

Gesellschaft. Die Abschüttlung des politischen Jochs war zugleich die

Abschüttlung der Bande, welche den egoistischen Geist der bürgerlichen

Gesellschaft gefesselt hielten. Die politische Emanzipation war zugleich die

Emanzipation der bürgerlichen Gesellschaft von der Politik, von dem Schein

selbst eines allgemeinen Inhalts. Die feudale Gesellschaft war aufgelöst

in ihren Grund, in den Menschen. Aber in den Menschen, wie er wirklich ihr

Grund war, in den egoistischen Menschen. Dieser Mensch, das Mitglied der

bürgerlichen Gesellschaft, ist nun die Basis, die Voraussetzung des

politischen Staats. Er ist von ihm als solche anerkannt in den

Menschenrechten. Die Freiheit des egoistischen Menschen und die

Anerkennung dieser Freiheit ist aber vielmehr die Anerkennung der zügellosen

Bewegung der geistigen und materiellen Elemente, welche seinen Lebensinhalt

bilden. Der Mensch wurde daher nicht von der Religion befreit, er erhielt

die Religionsfreiheit. Er wurde nicht vom Eigentum befreit. Er erhielt die

Freiheit des Eigentums. Er wurde nicht von dem Egoismus des Gewerbes

befreit, er erhielt die Gewerbefreiheit. Die Konstitution des politischen

Staats und die Auflösung der bürgerlichen Gesellschaft in die unabhängigen

Individuen - deren Verhältnis das Recht ist, wie das Verhältnis der Standes-

und Innungsmenschen das Privilegium war - vollzieht sich in einem und

demselben Akte. Der Mensch, wie er Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft

ist, der unpolitische Mensch, erscheint aber notwendig als der natürliche

Mensch. Die droits de l'homme erscheinen als droits naturels, denn die

selbstbewußte Tätigkeit konzentriert sich auf den politischen Akt. Der

egoistische Mensch ist das passive, nur vorgefundne Resultat der aufgelösten

Gesellschaft, Gegenstand der unmittelbaren Gewißheit, also natürlicher

Gegenstand. Die politische Revolution löst das bürgerliche Leben in seine

Bestandteile auf, ohne diese Bestandteile selbst zu revolutionieren und der

Kritik zu unterwerfen. Sie verhält sich zur bürgerlichen Gesellschaft, zur

Welt der Bedürfnisse, der Arbeit, der Privatinteressen, des Privatrechts,

als zur Grundlage ihres Bestehns, als zu einer nicht weiter begründeten

Voraussetzung, daher als zu ihrer Naturbasis. Endlich gilt der Mensch, wie

er Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft ist, für den eigentlichen

Menschen, für den homme im Unterschied von dem citoyen, weil er der Mensch

in seiner sinnlichen individuellen nächsten Existenz ist, während der

politische Mensch nur der abstrahierte, künstliche Mensch ist, der Mensch

als eine allegorische, moralische Person. Der wirkliche Mensch ist erst in

der Gestalt des egoistischen Individuums, der wahre Mensch erst in der

Gestalt des abstrakten citoyen anerkannt.

[Marx a.a.O. S. 369 ff.)]

Nachdem Marx herausgearbeitet hat, daß der entfesselte Egoismus die

Paßform der Menschenrechte sei, fügt er den "Alltagsjuden" in diese Form

ein.

"Betrachten wir den wirklichen weltlichen Juden, nicht den Sabbatsjuden, wie

Bauer es tut, sondern den Alltagsjuden. Suchen wir das Geheimnis des

Juden nicht in seiner Religion, sondern suchen wir das Geheimnis der

Religion im wirklichen Juden. Welches ist der weltliche Grund des

Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der

weltliche Kultus des Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott?

Das Geld. Nun wohl! Die Emanzipation vom Schacher und vom Geld, also vom

praktischen, realen Judentum wäre die Selbstemanzipation unsrer Zeit. .[ MEW

Bd. 1, S. 372)]

Wir erkennen also im Judentum ein allgemeines gegenwärtiges antisoziales

Element, welches durch die geschichtliche Entwicklung, an welcher die Juden

in dieser schlechten Beziehung eifrig mitgearbeitet, auf seine jetzige Höhe

getrieben wurde, auf eine Höhe, auf welcher es sich notwendig auflösen muß.

Die Judenemanzipation in ihrer letzten Bedeutung ist die Emanzipation der

Menschheit vom Judentum. Der Jude hat sich bereits auf jüdische Weise

emanzipiert.

»Der Jude, der in Wien z.B. nur toleriert ist, bestimmt durch seine

Geldmacht das Geschick des ganzen Reichs. Der Jude, der in dem kleinsten

deutschen Staat rechtlos sein kann, entscheidet über das Schicksal Europas.

Während die Korporationen und Zünfte dem Juden sich verschließen oder ihm

noch nicht ge-neigt sind, spottet die Kühnheit der Industrie des Eigensinns

der mittelalterlichen Institute.« (B. Bauer, »Judenfrage«, p. 114.)

Es ist dies kein vereinzeltes Faktum. Der Jude hat sich auf jüdische Weise

emanzipiert, nicht nur, indem er sich die Geldmacht angeeignet, sondern

indem durch ihn und ohne ihn das Geld zur Weltmacht und der praktische

Judengeist zum praktischen Geist der christlichen Völker geworden ist. Die

Juden haben sich insoweit emanzipiert, als die Christen zu Juden geworden

sind.

Das ist die verschwiegene Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und die

Gegenwart, in der die Geldmacht sich die USA zum Hinterland gemacht und von

dort aus den Dritten Weltkrieg gegen die Völker begonnen hat.

WWIII Is Coming 'Whether They Like It Or Not': Top Sharon Aide

Arizona Daily Star, Tucson Saturday, April 27, 2002

By STEPHANIE INNES

TUCSON 

The terror attacks on Sept. 11 and extreme

turmoil in the Middle East point to one thingWorld War III,

a spokesman for Israeli Prime Minister Ariel Sharon said Friday

during a visit to Tucson.

 

"We've been fighting a war for the past 18 months, which is

the harbinger of World War III. The world is going to fight,

whether they like it or not. I'm sure,'' Ra'anan Gissin, a senior

adviser to Sharon, said in an interview Friday.

[Der III. Weltkrieg kommt. "Ob Sie es mögen oder nicht.": Sharons

Chefberater, .....

Die Terrorattacken vom 11. September sowie die extreme Unruhe im Mittleren

Osten deuten auf eines hin: auf den III. Weltkrieg, sagte am Freitag ein

Sprecher des Israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon während eines

Besuches in Tucson (Hauptstadt des US-Bundesstaates Arizona).

"Wir haben in den zurückliegenden 18 Monaten einen Krieg geführt, der der

Vorbote des III. Weltkrieges ist. Die Welt wird kämpfen, ob sie mögen oder

auch nicht. Ich bin mir sicher," sagte Ra'anan Gissin, ein Chefberater

Sharons, am Freitag in einem Interview. - HM]

 

Die Umkehr des jüdischen Menschenbildes durch den Deutschen Geist als

geschichtlicher Auftrag - der Dreißigjährige Krieg gegen das Deutsche Reich

als vorweggenommene Konterrevolution

Nachum Goldmann, der wohl bedeutendste Judenführer des 20. Jahrhunderts,

"König der Diaspora-Juden" , erster Präsident des Jüdischen Weltkongresses,

hat die Marxsche Betrachtung fortgeschrieben und auf die heilsgeschichtliche

Lage des Deutschen Reiches sowie auf das Kriegsgeschehen am Anfang des 20.

Jahrhunderts bezogen. Er schrieb 1915 bzw. 1916:

"Die alte Gesellschaftsordnung war morsch geworden; eine neue Organisierung

und Einteilung der Gesellschaft mußte an ihre Stelle treten. Dazu aber war

es zunächst notwendig, das alte System niederzureißen, und diese Arbeit des

Niederreißens zu vollbringen, war die historische Aufgabe des 19.

Jahrhunderts. Alle großen Kräfte und Bewegungen dieses Jahrhunderts: die

demokratische Strömung, die kapitalistische Gesellschaftsordnung, der

ökonomische Liberalismus, die sozialistischen Richtungen, der Materialismus,

der Darwinismus, sie alle standen im Dienste dieser Aufgabe. Das 19.

Jahrhundert war die Zeit eines nie gesehenen Radikalismus, einer

rücksichtslosen kritischen Tendenz; daher auch jene Wurzellosigkeit, die

diese Epoche kennzeichnet und so oft als Charakterlosigkeit anmutet. Es

war eben seine tragische Mission, das Alte zu zertrümmern und seine Söhne

aus ihren ererbten Traditionen und sozialen Bildungen herauszureißen und sie

so ihrer seelischen Verwurzelung zu berauben. In diesen allgemeinen

Charakter, in diese historische Mission des 19. Jahrhunderts paßt sich nun

das Judentum so harmonisch ein. Keine Schicht war befähigter, die Aufgabe

der Zeit zu erfüllen, als die eben emanzipierten Juden...." (Von der

weltkulturellen Bedeutung und Aufgabe des Judentums, Bruckmann AG. München

1916, S. 28, als Faksimiledruck erhältlich bei Roland Faksimile, Bremen,

Postfach 33 04 04 04 -D-28334 Bremen).

Er war sich - ebenso wie Marx - sicher, daß die in der "sozialen Frage"

gebündelte Not des Zeitalters durch eine Umkehr des Menschenbildes im Geiste

der Deutschen Idealistischen Philosophie und durch die daraus folgende

revolutionäre Tat gewendet werde:

" Der individualistische Geist hatte England innerlich an den Rand des

Abgrunds gebracht. Eine Reaktion mußte kommen. Sie kam: ein neuer Geist

begann sich in England Bahn zu brechen. Seine Vorkämpfer waren die

Theoretiker des Chartismus, waren die christlichen Sozialisten, waren die

Führer der Genossenschaftsbewegung , ... vor allem Carlyle. Die

Gedankenrichtung, die sie vertraten, war die soziale, historische,

organische; was dasselbe bedeutet: die militaristische, die deutsche. ....

das beherrschende Erlebnis im Leben dieses großen Schotten (Carlyle) war die

innere Überwindung der individualistischen französischen

Aufklärungsphilosophie, der atomistischen englischen Nationalökonomie und

die Entdeckung der organischen, synthetischen deutschen Philosophie. Carlyle

war begeisterter Bewunderer deutschen Wesens, glühender Anhänger der Ideen

der deutschen Philosophie. Alle Männer und Richtungen im England des 19.

Jahrhunderts, die von schöpferischer Bedeutung sind, stehen unter dem

Einfluß Carlyles, unter dem Einfluß deutschen Geistes..... Wäre dieser

Prozeß friedlich weitergegangen, er hätte schließlich mit der völligen

Überwindung des alten individualistischen Geistes geendet; die Vertreter

dieses Geistes spürten es sehr wohl. Als sie friedlich ihre Position nicht

mehr wahren konnten, entfesselten sie den Krieg, der Deutschland und den

militärischen Geist vernichten sollte. ... Die Parole: Nieder mit dem

Militarismus! verkörpert in diesem Kriege das rückschrittliche Element, ein

Sieg der Parole wäre ein Sieg des 17. und 18. Jahrhunderts über das 19. und

20. Weil Deutschland das fortschrittliche Prinzip verkörpert, ist es des

Sieges sicher. Deutschland wird siegen, und die Welt wird vom

militaristischen Geiste beherrscht werden. Wer Lust hat, mag es bedauern und

Klagelieder anstimmen; es hindern zu wollen, ist eine Torheit und ein

Verbrechen gegen den Genius der Geschichte, das begangen zu haben England

und Frankreich noch schwer werden büßen müssen." (Nachum Goldmann, Der Geist

des Militarismus, Deutsche Verlagsantalt Stutgart-Berlin, 1915, S. 28 ff.

als Faksimiledruck erhältlich bei Roland Faksimile, Bremen, Postfach 33 04

04 04 -D-28334 Bremen )

.....

"Wie England der politische Urheber dieses Krieges ist, so steht es auch

geistig an der Spitze des Vernichtungskampfes gegen den deutschen Geist."

(N.G. a.a.O. S. 21)

So wird die kommende Weltkultur in ihrem innersten Wesen deutsche Kultur

sein, und damit ist ihre Eigenart, die sie von den bisherigen scheidet,

schon bestimmt. Deutsche Kultur bedeutet soziale Kultur, bedeutet die

Höherstellung der Gesamtheit über die Einzelnen, bedeutet die Fundierung

aller Ethik und Moral, allen Rechts und aller Konvention auf dem Primat des

Kollektiven. Wie die Idee des Organismus den tiefsten Gehalt des deutschen

Denkens bildet, so stellt der soziale Gedanke das beherrschende Prinzip der

deutschen Gesellschaftsordnung, der deutschen Kultur dar. Der Gang der

europäischen Kulturentwicklung erhält, von diesem Gesichtspunkt betrachtet,

innersten Sinn und tiefe Folgerichtigkeit. Das Mittelalter war die Epoche

völliger Unterdrückung des Einzelnen zugunsten der Gesamtheit; das

Individuum existierte als solches gar nicht, die Genossenschaft war alles.

Die Renaissance und die Reformation proklamierten die Entdeckung des

Individuums; es beginnt das individualistische Zeitalter, die völlig

Befreiung des Einzelmenschen, die Proklamierung seiner Autonomie. Dies

vollbracht zu haben, macht die weltgeschichtliche Bedeutung Englands und

Frankreichs aus. Der Individualismus aber in seiner maßlosen Übertreibung

führte zur Krisis: es entstand das große soziale Problem unserer Zeit, das

in erster Reihe aus dem extrem individualistischen Grundprinzip unserer

heutigen Wirtschaftsordnung geboren wurde. Der wirtschaftliche Egoismus des

Einzelnen kannte schließlich keine sittliche Schranke mehr; eine innere

Wandlung ward notwendig; dieser Krieg leitet sie ein." [Von der

weltkulturellen Bedeutung und Aufgabe des Judentums, S. 31 f.]

 

Wenn man das von dem Juden Karl Marx gelüftete Geheimnis um die

Menschenrechte sich gegenwärtig hält, dann kann man dem Satz durchaus

zustimmen, daß der Zweite Weltkrieg gegen das Deutsche Reich unter dem

Banner der Menschenrechte geführt worden sei und es auch bei dem

gegenwärtigen, sich wie ein Flächenbrand ausbreitenden Dritten Weltkrieg

um nichts anderes handele, als um die letzte Schlacht für die

Menschenrechte. Nur muß man wissen, daß der "Mensch" in diesem Bilde nicht

Mensch ist, sondern der Teufel, als den Hegel den Begriff des selbstischen

Menschen bestimmt. (Vorlesungen über die Philosophie der Religion II,

Werkausgabe Band 17, 254 und Exkurs "Bestimmung des Menschen" unten S.

242).

 

Böckenförde hat die Widersprüchlichkeit und letztlich auch die

Unverbindlichkeit der gängigen Menschenrechtstheoreme aufgezeigt, die

Herkunft derselben aus dem Denken der Französischen Aufklärung verdeutlicht

und damit die Justiziabilität der Menschenrechtsideologie grundsätzlich in

Frage gestellt. Karl Marx und Nachum Goldmann haben den

Interessenhintergrund derselben erhellt.

Am radikalsten ist die Schlußfolgerung Nachum Goldmanns, daß die Westmächte

darauf zielten, den deutschen Geist zu vernichten. Der Erste Weltkrieg war

nur der erste Schritt auf diesem Wege.

Die Geldmacht hat am 24. März 1933 - also ganze 7. Wochen nach der

parlamentarischen Machtübernahme durch die NSDAP - dem Deutschern Reich den

Krieg erklärt, weil sie den nationalen Aufbruch der Deutschen (durchaus

zutreffend) als Aufstand gegen die Weltdespotie des Geldes gedeutet hatte.

 

 

Das Auftreten des Hakenkreuzes als Symbol des neuen Deutschland hat das alte

Streitsymbol Judas zu neuem Leben erweckt.

Vierzehn Millionen Juden stehen wie ein Mann zusammen, um Deutschland den

Krieg zu erklären.

Der jüdische Großhändler wird sein Haus verlassen, der Bankier seine Börse,

der Kaufmann sein Geschäft und der Bettler seine Elendshütte, um sich in

einem heiligen Krieg gegen die Leute Hitlers zusammenzuschließen.. ."

(Udo Walendy: ,.Wahrheit für Deutschland°, Seite 421)

 

Hitlerismus und Zionismus - Zwillingsbrüder an der Himmelspforte

Jürgen Trittin - als Renegat zum Bundesminister aufgestiegen - hatte sich in

seinen studentenbewegten Zeiten mit der Frage beschäftigt, ob Nachum

Goldmann als "Nazi" einzustufen sei. Das war keineswegs abwegig. Was

Goldmann in diesen Verdacht brachte, waren die Gesichte seines "Dritten

Auges", die Fähigkeit, heilsgeschichtliche Zusammenhänge und

Entwicklungslinien zu erkennen.

Er schrieb 1916:

"Judentum und Deutschtum haben beide prinzipiell dieselbe Lebensauffassung:

ihnen beiden ist das Dasein vor allem und in erster Reihe eine Aufgabe, ein

Beruf, eine Mission, ein Sollen, das es nicht so sehr zu beurteilen, zu

bejahen oder zu verneinen, als vielmehr zu erfüllen gilt. Das Leben, wie es

gegeben ist in seiner nackten Tatsächlichkeit, beherrscht von den eisernen

Fesseln der Kausalität, ist nur das Material, aus dem nun der Mensch das

wahre, reine, höhere Leben formen soll, nach eigenen Idealen, nach frei

gewählten Zwecken, in autonomer sittlicher Freiheit. ...

....

Diese tiefste Wesensparallelität bedingt noch eine andere; sie betrifft die

Gestaltung des nationalen Gedankens, die Auffassung des nationalen Daseins.

Aus der Grund

 

 

Horst Mahler's Philosophy

 

Guten Tag und Shalom!

24 June 2003

The annexed text is something like a "Declaration of War" to all Jewish frontorganisations against the peoples of the world. This war has to be waged in order to bring about peace in freedom to all mankind. Therefore the text should be communicated to all Jews esspecially to all Your friends and followers. I'm shure You have planty of opportunities to translate it in all major languages.

The main purpose of my writings is the trial to put foreward a quite new understanding of the Jewish Nation as it is at hand in the German philosophy. The "Letter to Martin Bitter" is a first draft. Its structure seems to be complicated. I may compare it with a clockwork. In the first row You see the clock hand hinting to the digits meaning some well known assumptions with the drawn conclusions. In the second row You catch an insight into the clockwork - the balance and the wheels. But these are not made out of metal but they are distinct thoughts deriving from the philosophy of G.W.F. Hegel.

I'm deeply convinced that my thinking - unfolded in the mentioned letter - hits the truth. As far as it becomes known among the the peoples, the question, if there was a Holocaust or not, is without any relevance. For if You understand the "logic" of all campaigns against Jewish communities through the centuries - beginning with the Holocaust planned by Artaxerxes in ancient Persia - the alleged Holocaust in the 20th century is only the climax of blindness towards the essence of Judaism. And the main point of this finding is, that this blindness was necessary but now it is obsolete.

I began my political life in the firm conviction that the Jews told me the truth. I believed in the Holocaust. I dedicated my life to fight tyranny and manslaughter. The German Reich seemed to me to have been the incarnation of the evel.

Reading the works of Karl Marx and the writings of "Lenin" I found that "Capitalism" in its highest and final stage as imperialism (Lenin) plunged the world in the 20th century into two major wars causing all the victims and all the atrocities committed by the battling powers. I never fell on the idea, that common people and their nations as a whole were guilty of the massacres and prosecution of political adversaries. Nor did I ever accept the thesis that following generations could be held responsible for "the extermination of the european Jewry by the Nazis".

I’ve chosen my personal part in this matter by taking the gun against US-inperialism during the Vietnam War because a Holocaust should never happen again, neither concerning the Jews nor the Vietnamese people. For that I was jailed for 10 years.

In jail I learned a lot about German philosophy. Hegel brought me a higher understanding of what history means. Since then the guideline for me was his sentence: “What is real is reasonable; and what is reasonabl is real too.” In this sense history means the progress of mind in the conciousness of freedom. It is the path of GOD trough the world to find out who he is.

I insisted: When the Holocaust was not real than we should take the fiction for reality in order to get enough mental energy to find out the reasonablness of the Anti-jewish pogroms throughout the whole history including the aleged “Holocaust”. And that’s what I did.

You see: I’m not a “Holocaust-denier”. I do something else and this is much more than only denying the Holocaust. I asked: “If the Holocaust is real what is its reasonableness?” I found out and now I’m telling it’s truth. That is much more harmful for all Jews who made a buisiness out of the Holocaust and for those taking the Holocaust as a vindication for landrobbery and massacres in Palestine. But it is salvation for all honest Jews and from now on the definit end of Anti-Jewish prosecutions.

You know that the truth is on my side - and the truth allways wins. Victory is to achieve by restoring the German Reich as a selfconcious Volksgemeinschaft with an essentially selfsustained national economy. In the Volksgemeinschaft the power of money is overruled by the state which is no longer in the Babylonian captivity of Jewish money. The money will have no access to the mass-media any longer. Christianity will be restored on the findings of the German Idealistic Philosophy. Judaism will be confined to private celebrations because it’s a murderous and degrading cult.

These are the German aims for the holy war that lies ahead.

The Je