Last Updated: Friday, 25 November 2005, 15:54 GMT
 

 

Mr Irving denies Hitler knew Jews were being systematically killed

 

Austrians refuse bail for Irving


Austrian authorities have refused bail for British historian David Irving, who is facing Holocaust denial charges.
Mr Irving, 67, was arrested on 11 November in connection with two speeches he gave in Austria in 1989.
Mr Irving's lawyer has said the historian now no longer denies that gas chambers existed in Nazi death camps.
Mr Irving can appeal against the charges under Austrian law. No trial date has been set yet. He could face up to 10 years in jail if found guilty.
A court in Vienna ruled on Friday that Mr Irving must stay in custody as there was a risk he could abscond.

His lawyer Elmar Kresbach had offered to post bail.

Mr Irving is accused of having denied the existence of gas chambers at Auschwitz in two speeches he made in Vienna and Leoben in 1989.

Mr Irving sued US historian Deborah Lipstadt in London in 2000 for labelling him a Holocaust denier. He lost in a comprehensive verdict.

Despite the mortal blow to his reputation in 2000, he remains a showman and may well relish the opportunity to grandstand before a wider audience if put on trial, BBC legal affairs analyst Jon Silverman says.

In his books, Mr Irving has argued that the scale of the extermination of the Jews by the Nazis in World War II has been exaggerated.

He has also claimed that Nazi leader Adolf Hitler knew nothing of the Holocaust.

Mr Irving was previously arrested in Austria in 1984.
 

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Artikel vom 25.11.2005 |apa |aho

 

Irving bleibt in Wiener U-Haft



David Irving wird vorgeworfen, vor 16 Jahren bei Vorträgen in Wien und Leoben unter anderem die Existenz von Gaskammern in Auschwitz geleugnet zu haben.


David Irving bleibt bis auf weiteres in Haft. Das hat U-Richter Peter Seda am Freitag im Rahmen der Haftprüfung im Wiener Straflandesgericht entschieden, wo den 67-jährigen englischen Historiker ein Prozess wegen Wiederbetätigung im Sinne des Paragrafen 3 g Verbotsgesetz erwartet. Eine Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Wien, die sich auf Vorträge des Holocaust-Leugners aus den Jahren 1989 in Wien und Leoben bezieht, liegt bereits vor.

Verteidiger Elmar Kresbach hatte die Enthaftung Irvings beantragt, weil keine Haftgründe vorlägen. Der Mann sei englischer Staatsbürger und daher innerhalb der EU für die Justiz jederzeit greifbar. Außerdem habe er sich in Österreich seit 16 Jahren nichts zu Schulden kommen lassen. Kresbach sicherte zu, Irving werde sich dem laufenden Verfahren nicht entziehen. Als Garantie dafür bot er die Hinterlegung einer Kaution von 10.000 bis 20.000 US-Dollar an.

Fluchtgefahr

"Das wurde vom U-Richter abgelehnt. Die Haftgründe Tatbegehungs- und Fluchtgefahr sind nach wie vor gegeben", erklärte Gerichtssprecherin Alexandra Mathes. Der nächste reguläre Haftprüfungstermin findet in vier Wochen statt.

Nur mehr elf Tage hat Irving Zeit, um gegen die Anklage Einspruch zu erheben. Ein solcher würde das weitere Prozedere zwar verzögern. Dass sich der 67-Jährige vor Geschworenen verantworten muss, weil er die Existenz von Gaskammern in Auschwitz und die Judenverfolgung durch Hitler geleugnet sowie die Pogrome der "Reichskristallnacht" als SA-Männer verkleideten "Unbekannten" zugeschrieben hatte, ist aber fix. Strafrahmen: Ein bis zehn Jahre Haft.


 

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David Irving faces Holocaust charge in Austria

ABC Art News , Thursday, November 24, 2005

British historian David Irving, known for his controversial views on World War II, has been charged with denying the Holocaust, a criminal offence in Austria, a state prosecutor said on Wednesday.

Irving was arrested on November 11 near the town of Hartberg in the southern province of Styria under a warrant issued in 1989 for violating a clause outlawing Holocaust denial in Austria's law prohibiting the Nazi Party.

"The charge refers to two lectures Irving gave in 1989, in which he denied the existence of gas chambers," said Otto Schneider, a spokesman for the Vienna state prosecutors.

Irving has two weeks to object to the charge. In Austria, denying the Holocaust can incur a prison sentence of between one and 10 years.

On Friday, a court will review Irving's detention and decide whether he must remain in custody, Mr Schneider said.

Mr Irving's lawyer Elmar Kresbach said his client was reading the charge and would then decide his next move.

He said keeping Irving in custody was not justified and his 67-year-old client should be released on bail.

"After all you've got to consider that this is all about an elderly gentleman who is detained for something he said 16 years ago," Mr Kresbach added.

In 2000, a judge in London's High Court, dismissing a libel action brought by Irving against an American professor and her publishers, declared him to be "an active Holocaust denier...anti-Semitic and racist".

Irving's website said he had been invited by students to address a university association in Austria.

In a message dated November 11, it said he was on a one-day visit to the Austrian capital.

-Reuters
 

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Entscheidung zu Gudenus naht


Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den ehemaligen freiheitlichen Bundesrat wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Verbotsgesetz.
Wien - Die Entscheidung, ob die Staatsanwaltschaft Wien nach dem britischen Holocaust-Leugner David Irving auch den ehemaligen freiheitlichen Bundesrat John Gudenus wegen Wiederbetätigung anklagen wird, steht unmittelbar bevor. "Die Staatsanwaltschaft ist im Begriffe, das zu finalisieren", erklärte Viktor Eggert, Leiter der Abteilung politische Delikte im Justizministerium, am Mittwochnachmittag auf Anfrage.

Ministerium entscheidet über Anklage

Im Unterschied zu Irving ist die Causa Gudenus "berichtspflichtig", d.h. der zuständige Staatsanwalt muss einen genehmigungspflichtigen Vorhabensbericht erstellen. Dieser wird zunächst von der Oberstaatsanwaltschaft begutachtet, mit einer Stellungnahme versehen und dann dem Ministerium vorgelegt. Dort wird dann über den Vorschlag des Staatsanwalts - Anklageerhebung oder Einstellung des Verfahrens - entschieden.

Im Ministerium wird damit gerechnet, dass der Vorhabensbericht in der kommenden Woche einlangen wird. "Dann wird es nicht mehr lange dauern. Der Akt ist ja nicht furchtbar kompliziert", erklärte Eggert.

Keine Gaskammern im Dritten Reich

Gudenus hatte Ende April in der Fernsehsendung "Report" gefordert, man sollte die Existenz von Gaskammern im Dritten Reich "physikalisch und wissenschaftlich prüfen". Mit weiteren umstrittenen Aussagen ("Es gab Gaskammern, aber nicht im Dritten Reich. Sondern in Polen. So steht es auch in Schulbüchern") sorgte er für beträchtliches Aufsehen. Am 29. Juni hob der Wiener Landtag seine Immunität auf.

"Ganz gut" aussehende KZ-Häftlinge

Am 14. September wurde er auf Ersuchen der Justiz ein zweites Mal ausgeliefert: Bei einem Besuch in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen hatte Gudenus laut einem Protokoll des Innenministeriums erklärt, auf einem Foto abgebildete jugendliche Häftlinge würden - bezogen auf ihren körperlichen Zustand - "eigentlich ganz gut aussehen", während er (Gudenus, Anm.) "schlechter aussehe".

Verdacht auf Verstoß gegen Verbotsgesetz

Seither ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Verstoß gegen den Paragrafen 3h des Verbotsgesetzes, der das Leugnen oder Verharmlosen von NS-Verbrechen unter Strafe stellt.

Artikel vom 23.11.2005 |apa |hp
 

 

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