Horst Mahler

Demokratie

From: Horst Mahler
Sent: Friday, 30 September 2005 9:17 PM
To: 'Prof. Guido Raimund'
Subject: AW: Demokratie

 
 

Lieber Gerd Honsik,

Volk ist ein Ganzes, ein lebendiger Organismus. Darauf könne wir uns – glaube ich – einigen. Der Bäcker ist kundig, wenn es um das Brot geht, der  Apotheker, wenn es um Arzneimittel geht. Diese Berufe und die vielen anderen bilden den Stand der Besonderheit. Die besonderen Berufe  verstehen aber – in der Regel – nichts von Staatsdingen. Würden Sie Ihren entzündeten Blinddarm von dem Bäcker behandeln lassen? Ich meine, es wäre schlimm, wenn man dem Stand der Besonderheit die Entscheidung in den Lebensfragen eines Volkes überließe. In Staatsdingen sind die kundig, die für diese Aufgabe geprägt worden sind, der Stand der Allgemeinheit. Die Demokratie war notwendig als Vermittlungsprozeß unter den Bedingungen des „Not- und Verstandesstaates“ der  bürgerlichen Gesellschaft. Diese ist vergangen und kann auch nicht wiederbelebt werden. In der Zukunft wird Freiheit nur als Führerstaat wirklich sein. Allerdings muß man wissen, was darunter zu verstehen ist. Ich füge hier den wesentlichen Inhalt eines Briefes an, den ich an einen Freund geschrieben habe. In diesem ist das Thema „Demokratie“ angeschnitten. Vielleicht bringen Sie die Geduld auf, sich durch diesen Text „durchzubeißen“. In selbigem wird auch mein Versuch „Die Hand ist auch der Kopf“ erwähnt. Zum besseren Verständnis füge ich auch diesen noch bei.

Mit herzlichen Grüßen

Horst Mahler

 

Auszug aus dem Brief an einen Freund:

Ich habe Deinen Ausdruck „Welthirtschaft“ verwendet, aber damit keinen Optionsschein für Deine Sicht der Dinge unterschrieben. Die Hirtschaft ist eine fundamentale Realität. Diese ist aber in der sich zuspitzenden Systemkrise  nur durch Herrschaft kurzfristig  noch aufrechtzuerhalten. Der Umbruchspunkt war hier die Erscheinung des Nationalsozialismus. Dieser hatte die Hirtschaft – jedenfalls in Mitteleuropa als dem wichtigsten Weidegrund – real beendet und dadurch die Konterrevolution unter Jüdischer Leitung herausgefordert. Das Ergebnis des Waffengangs war die Festigung des politischen Judaismus im Sinne bewußter und geplanter Interessenwahrung und –durchsetzung. Nichts spricht dafür, daß die in dieser Zeit entstandenen Strukturen und Prozeßverläufe „demobilisiert“ worden sind – im Gegenteil: in unseren Tagen hat der Judaismus die Gestalt  manifester Herrschaft mit der Tendenz zur Ausbildung einer Schreckensherrschaft  angenommen.

Verstehe ich Dich richtig, daß auch Du nur von einem „Mißbrauch“ der „Demokratie“ ausgehst, diese also „an sich für etwas Gutes“ hältst?  So jedenfalls verstehe ich Deinen Satz: „Ich halte es für falsch und einem Denkorgan - sei es nun das Deutschkollegiale oder das Mahlersche - unangemessen, den Mißbrauch einer Sache ("Demokratieschwindel") zu thematisieren, bevor sie selbst und ihr Brauch dargestellt wurde.“

 

Der Schwindel ist das Wesen der Demokratie und nicht ihr Mißbrauch. Schon mit dem Ausdruck „Demokratie“ ist die Zerstörung des Volkes als Begriff  (als eines wirklichen  Organismus) und seine Überführung in „Masse“ oder „Volksmenge“ vorausgesetzt. Demgegenüber ist die Freiheit  zu denken – die Freiheit des Gemeinwesens und des Einzelnen als konkrete Einheit. Denn Freiheit ist das Selbstbewußtsein des Geistes, also nicht ohne Denken.

Der Zusammenhang ist folgender: 

1. Das fortschrittliche Moment der „Demokratie“.

Das Selbstbewußtsein faßt den Begriff der Freiheit. Frei ist der Wille, der nicht von fremdem Willen bestimmt ist. Damit ist der Zweck gesetzt, alle Formen der Herrschaft wegzuarbeiten, in denen der Wille – sowohl des Gemeinwesens als auch der Einzelnen – nicht auf sich selbst zurückführbar ist.

Dieses Selbstbewußtsein erscheint – notwendig -  in einer Welt, die ihm widerspricht. Es kommt zum Kampf mit dieser Welt. Der diesen Kampf bestimmende Trieb ist der Wille, die Welt als eine freie hervorzubringen. In diesem Kampf  setzt sich der Geist zunächst als abstraktes Individuum in der Gestalt des bürgerlichen Privateigentums. Nur aus dieser Sphäre erhebt sich der Geist – den Widerspruch der Demokratie überwindend – zur sittlichen Person, die ihr Dasein nicht mehr im Privateigentum, sondern im doppelnützigen Treuhandeigentum hat.

Diese Revolution geht aus einem Wissen hervor:  Es wird gewußt, daß das  Eigentum des Einzelnen vermittelt ist durch das Gemeinwesen und unaufhebbar in dieses zurückgebunden bleibt. Aber nur das kann zurückgebunden sein, das als berechtigte Einzelexistenz mit ihren besonderen Interessen anerkannt ist (Das ist das Wesen der Volksgemeinschaft im Unterschied zum Kommunismus). Es bedurfte also der Herausbildung des Individuums, denn dieses ist ein Moments des Absoluten. Im Individuum kommt das Besondere zum Fürsichsein (abstrakte Freiheit der Person), das nur erst in  Entgegensetzung gegen das Allgemeine für sich wird.

Das Besondere ist im Fürsichsein elend. Es ist bedürftig der Erfüllung mit dem, das an sich das Wahre ist.

Das Fürsichsein des Besonderen weist über sich hinaus, indem es sich danach sehnt, die Wahrheit, das Verläßliche, das Bergende, das Anheimelnde und die Liebe zu erfahren. Diese Sehnsucht ist die Not, die das Individuum dem An-und-für-sich-Sein zuwendet. Dieses ist das Höhere, insofern es die Erfüllung des Fürsichseins  ist mit dem, was das Wahre – Gott – ist. , d.h. das fürsichseiende Besondere ist notwendig auch Sein-für-Anderes, für sein Anderes, das Allgemeine, dem es sich jetzt als Gefäß öffnet. Erst die Reflexion des Anderen, des Allgemeinen, im fürsichseienden Besonderen bringt die Sittlichkeit als Person hervor – den selbstbewußten Volksgenossen.

Die Individuation – die ein ganzes Zeitalter ausfüllt - bedurfte in gewisser Weise der Abschirmung gegen das Allgemeine, das als solches an sich die absolute Macht ist  und ewig bleibt. Um gegen diese Macht zu werden, mußte das Individuum sich den Schein erzeugen, über das Allgemeine mächtig zu sein. Der  Gedanke der Demokratie ist es, der diesen Schein setzt. Die Ermächtigung des Besonderen ist aber in den Extremismus der Besonderheit umgeschlagen, ist zum egoistischen Individuum geworden, das sich im Aufstand gegen das Allgemeine jetzt selbst vernichtet. Der Individualismus der „Love parade“ hebt sich an sich selbst auf, indem er sich als allgemeine Form, als Individuum ohne allen Inhalt und ohne jegliche Erfüllung entsetzt. Dieses Entsetzen über sich selbst ist schließlich das lang ersehnte Einsetzen der Heilung.

 

2.  Der Widerspruch der „Demokratie“. 

Das Selbstbewußtsein, das diesen Kampf mit sich ausficht, ist noch in sich fragmentiert (fraktioniert). Die „Parteien“ sind  noch nicht in der Erkenntnis ihrer konkreten Einheit versöhnt. Im Bewußtsein setzt sich jede Fraktion als das Ganze – unter Ausschließung der jeweils anderen. Bürgerkrieg. Zu seiner Überwindung wird ein Verfahren ersonnen, das scheinbar – wirklich nur scheinbar! – geeignet ist, rein formal den Bürgerkrieg in einen Zusammenhang der „friedlichen“ Konfliktlösung zu überführen. Dessen Grundgedanke ist es, die Freiheit zu „definieren“ als institutionalisierte „Teilhabe“ der Einzelnen an der Willensbildung des Gemeinwesens  nach dem Prinzip „ein Mann eine Stimme“. Was dabei herauskommt, ist blanker Unverstand (vgl. F. Schiller). Da Unverstand nicht herrschen kann, eine vom Klassen- und Parteienkampf zerklüftete Gesellschaft zur Aufrechterhaltung des staatlichen Gewaltmonopols (kapitalistischer Ordnung) aber der Herrschaft bedarf, vollzieht sich Herrschaft jenseits des „öffentlichen Bewußtseins“  durch eine Hintergrundmacht. Diese wird zum Objekt der Begierde der weitaus realitätstüchtigeren Juden. Diese  sind im „Not- und Verstandesstaates“die Meister der beiden Hauptwaffen im Kampf um die Macht: des Geldes und der Lüge.  Ihr Sieg ist unausweichlich. Dieser aber  macht die Juden unvorsichtig. Sie treten jetzt als Machthaber in Erscheinung  - und das ist ihr Untergang.

Die Erscheinung des Juden als Herrscher bringt die Demokratie auf den Begriff als talmudische Knechtschaft. Glaubt man den recht zu deutenden Worten von George W. Bush, so sollen  Dank der US-Militärmacht alle noch widerstrebenden Völker endlich dieses Glückes teilhaftig werden. So werden auch wir besser denn je den Juden als Feindstaat im Staate (Fichte, Hegel, Goethe)  –  verstehen lernen. Dann kann es nicht ausbleiben, daß unser Volk das bisher nur illusorisch gelöste Freiheitsproblem erneut aufgreift, um es nicht mehr nur formal sondern jetzt wahrhaft zu lösen, so daß sich Inhalt und Form als Idee der Freiheit entsprechen.

 

3. Die Aufhebung der Demokratie

Freiheit kann nur völkisch gedacht werden. Der Wille, der frei sein will, ist da als Volk. Jedes Volk ist ein wirkliches Individuum, ein lebendiger Organismus. Nicht jedes Volk ist willensmächtig, d.h. zur Setzung und Durchsetzung eines eigenen Willens fähig. Nur ein als Staat daseiendes Volk, welches kräftig genug ist, Fremdbestimmung aus sich auszuschließen, ist ein freies Volk. Nur der einem freien Volk angehörende Volksgenosse, ist auch als Person anerkannt und dadurch frei.

Die so beliebte Entgegensetzung von „Volk“ und Regierung ist Unsinn – mehr noch: sie ist gefährlicher grober Unfug.

Wer könnte ernsthaft die Brust, den Bauch. den Hintern und das Rückgrat zur Revolte gegen die Beine, die Arme und den Kopf aufrufen wollen? Die Regierung ist auch Volk. Der Staat ist die Form eines Volkes, in der dieses allein einen Volkswillen bilden und als Handlung setzen kann. Die Regierung ist Willens- und Handlungsorgan des Volkes, wie der Kopf ein Körperteil des ganzen Körpers ist und nicht getrennt davon. Erst durch die Regierung  ist Staat, also ein an sich freies Volk. Die Regierung ist an sich das Dasein des aktualen (tätig werdenden) Volkswillens. Im geistigen Organismus ist allerdings – anders als im biologischen – eine formwandelnde Aus-Trennung der besonderen Regierung durch Revolution oder Staatsstreich denkbar. Derartige Ereignisse ergeben sich dann, wenn die Verfassungswirklichkeit in einer anders nicht lösbaren Spannung zum Begriff der Freiheit steht. Ein wahrhafter Volksaufstand  entsteht daher mit dem Gedanken der Freiheit als Verfassungsentwurf, der diese Spannung löst.

Für sich frei ist das Volk durch seine Verfassung. Verfassung ist ein wirklicher (hier besonders: praktischer) Gedanke, in dem und durch den das Volk  ein freies, d.h. nicht fremdbestimmtes Volk ist.

Fremdbestimmung ist nicht nur im Zustand der Unterjochung durch einen äußern Feind gegeben, sondern auch dann, wenn das Gemeinwesen unter die Diktaturgewalt eines Volksteiles gerät, der nicht mehr in der Lage ist, sein Sonderinteresse mit dem Allgemeininteresse auszugleichen (innere Fremdherrschaft). Das ist dann der Fall, wenn das Sonderinteresse maßlos wird, d.h. die Besonderung über die begriffliche Notwendigkeit hinausgetrieben wird. Unsere Lage ist durch beide Formen der Fremdherrschaft gekennzeichnet. Heiner Geißler hat in seinem „Wutanfall“ (DIE ZEIT  Nr. 47/2004 vom 11.11.04) absichtsvoll wohl nur die innere Fremdherrschaft markiert (um von der äußern Fremdherrschaft abzulenken?).

Die Herrschaft Alljudas ist – wie Fichte das richtig erkannt hat – eine hybride Fremdherrschaft: eine äußere und eine innere zugleich – und deshalb besonders gefährlich.

Die Verfassung ist Verfassung der Freiheit, die das Volk als eine daseiende Gestalt des Begriffes denkt, d.h. im Begriff die Form seiner Freiheit aufsucht und zur Existenz bringt. [Mitleser  seien daran erinnert, daß „Begriff“ hier als Gott im Sinne des logischen Ganzen   vor der Erschaffung der Welt zu fassen ist.]

Der Begriff ist bei sich (also frei) in der Unterschiedenheit des Allgemeinen und Besonderen als Einheit des Einzelnen, der zugleich Viele ist. Die Einheit des Einzelnen stellt sich im Denken her durch die Erfahrung des Bewußtseins, daß das Allgemeine sich an sich selbst aufhebt, indem es  in das Besondere übergeht, wie das Besondere sich an sich selbst aufhebt, indem es in das Allgemeine übergeht, beide Momente – obwohl absolut unterschieden - also ein und dasselbe sind. (Den Einstieg in diese verzwickte Materie – aber wirklich nur den Einstieg – mag hier der Erläuterungstext „Die Hand ist auch der Kopf“ erleichtern)

Jedes Moment des Begriffes ist auch  ein bestimmtes Sein (Dasein). Im Volk als Dasein des Begriffes ist das Moment des Allgemeinen als Sein da: der Allgemeine Stand. Aus diesem geht die Regierung hervor, die sich in einem daseienden Individuum, dem Regenten (Monarchen), zusammennimmt und in diesem entscheidet, was zu geschehen hat.

In der Volksgemeinschaft, die sich als solche selbst erkannt hat, ist es nicht mehr der Wille eines Volksteiles, eines besonderen Standes, der das Wollen und Handeln der Regierung bestimmt, sondern unmittelbar der allgemeine, d.h. der vernünftige Wille. Unter diesen Bedingungen wird der Regent (Monarch) zum Führer des Volkes.

Der Führer – von keinem Standesinteresse gebunden, von keiner Kaste abhängig, keiner Partei botmäßig – ist, wie jeder einzelne Volksgenosse, Teil des Ganzen. In seiner Person schlummern – gleichsam als Resonanzboden – alle Gedanken, Gefühle, Sehnsüchte, Befürchtungen und Heilserwartungen, die als Allgemeines (vernünftiges) Sein im Volksgeist, d.h. ein mehr oder weniger klares Dasein auch in allen anderen Volksgenossen sind. Der Führer, der in dieser Beziehung durchaus mit einer Empfangsantenne verglichen werden kann, nimmt die im Volke wirkenden Schwingungen auf. Kraft seiner Berufung erwachen diese  zu Beweggründen seines Sinnens und Handelns. So kommt das Wollen des Volkes in der Person des Führers zu sich. Durch die Strahlkraft des Führers kehrt es an seine Quelle, die vielen Volksgenossen,  zurück und verstärkt durch Bewußtmachung und angeregte Zustimmung das volksgeistliche Kraftfeld. Dieses wirkt in unendlicher Kombination – jeweils in gegenläufiger Richtung - sowohl zwischen den Gefolgsleuten untereinander als auch – nur klarer und energiereicher - im Verhältnis von Führer und Gefolgschaft. Es ist diese Beziehung, diese Wechselwirkung, die wir Charisma nennen..

Im „elektronischen Thing“, wie ich es in der Skizze zur Reichsordnung angeregt habe, sind die im  Führerprinzip wirkenden Momente der Konsultation und Verantwortung zu Verfassungsinstituten ausgestaltet, die die Mitwirkung des Besonderen Standes in der Sphäre des Allgemeinen unmittelbar der Erfahrung zugänglich machen.

Durch die strikte Trennung von Meinungsbildung und –äußerung einerseits  und Entscheidung andererseits vergeht der Fluch des demokratischen Zeitalters: der Zwang zur Manipulation der Meinungen.

Der Mißbrauch des Ausdrucks „Demokratie“ liegt also bei denen, die zwischen „guter“ und „schlechter“ Demokratie unterscheiden und uns die „gute“ aufschwatzen wollen. Dazu zähle ich Dich freilich nicht, denn Du willst in Deinem Verfassungsentwurf – wenn ich mich richtig erinnere – den Gebrauch des Wortes „Demokratie“ mit einem Verbot belegen.

 

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Die Hand ist auch der Kopf

(Auszug aus Mahler/Schönhuber, Schluß mit deutschem Selbsthaß – Plädoyers für ein anderes Deutschland, VGB-Verlagsgesellschaft Berg mbH, 2001, S. 234 ff.)

Und wenn ich von dem ger­manischen Prinzip spreche, dann ist das für mich ein geistiges Prinzip. Aufgrund der besonderen Lebensweise der Germanen in den Wäldern Germaniens hat sich  nicht wie in den südlichen Ländern mit Steppen und großen von der Natur begünstigten Gebieten eine Despotie von Einzelnen oder von Wenigen über eine große Masse von Bevölkerung herausbil­den können: In Germanien  war es  mehr oder weniger die kleine Einheit, nicht Familie, aber der kleine Sippenverband, der kleine Stammesverband, die vorherrschte. Es war dort kein Raum dafür vorhanden,  daß sich ein einzelner als einzelner so aufführen konnte, daß er der allseits anerkannte Monokrat oder Despot wurde. Da hat sich durch die  Lebensweise schon dieses Bewußtsein geformt, daß der Einzelne nichts ist ohne die Gemein­schaft, die Gemeinschaft aber ihrerseits auf den Einzelnen ange­wiesen ist. Diese Dialektik von Allgemeinem und Besonderen im Einzelnen hat sich dort im wahrsten Sinne des Wortes eingelebt. Dieses Leben ist nicht  zufällig in der Deutschen Philosophie,  insbesondere bei Hegel,  zum Gedanken geworden. Zur Veranschaulichung ein Beispiel:  Die Hand ist  auch der Kopf.  Jeder Teil ist immer zugleich das Ganze. Das Ganze wiederum existiert nicht getrennt von seinen Teilen.

Betrachte ich meine rechte Hand, so kann mir der Gedanke kommen, daß sie Hand nur dadurch ist, daß ich mit ihr greifen, tasten, spüren kann usw.

Mir wird dann weiterhin bewußt, daß ihre koordinierten Bewegungen, die Tast-, Wärme- oder Kälteempfindungen bedingt sind durch die Funktionen meines Zentralnervensystems. Ohne dieses wäre meine rechte Hand nichts. Also gehört Kopf zur Hand. Er ist in ihr gegenwärtig und wirksam, obwohl ich ihn nicht sehe, wenn ich mir nur meine Hand vor Augen führe. In der Sprache der Logik heißt das, daß der Kopf ein Moment der Hand ist.

Aber weiter: Sowohl die Muskelzellen der Hand als auch die Nervenzellen müssen, um am Leben zu bleiben, unablässig mit Sauerstoff und Nährlösung versorgt werden. Also sind auch Lunge, Herz, Blut, Magen und Gedärm ebenso notwendige Momente der Hand, wie deren formgebende Momente: die Knochen, das Muskelgewebe und die Haut, die zusammen jenen Körperteil anschaulich machen, welchen ich meine rechte Hand nenne.

Hand ist Hand dadurch, daß Kopf , Lunge, Herz, Blut usw. ist.

Etwas, das durch ein Anderes ist, nennt die Logik ein Vermitteltes.

Die hier aufgezeigte Vermittlung ist auch keine Einbahnstraße: So wie die Hand nämlich durch den Kopf, die Lunge, das Herz, das Blut, den Magen und das Gedärm vermittelt ist, so sind es jene Organe durch die Hand, die dem Kopf durch tasten, spüren und greifen eine äußere Welt zum Begreifen gibt, dem Magen die Nahrung zuführt, die alles zusammenhält usw.

Es gilt also auch der entgegengesetzte Satz: Kopf, Lunge, Herz, Blut usw. ist dadurch, daß Hand ist.

Die Hand als Organ eines lebendigen Körpers ist – das erhellt aus dem Vorstehenden – schließlich durch sich selbst vermittelt. Denn wie wäre es um sie bestellt, würde sie nicht den Kopf ständig veranlassen, "Handgriffe zu erlernen", d.h. sich zu trainieren, die Hand zu steuern; wie, wenn sie dem Magen nicht die Speisen zuführte, aus denen schließlich jene Säfte gewonnen werden, deren sie zur Ernährung ihrer eigenen Zellen, aber auch der Nervenzellen und aller übrigen bedarf, damit sie nicht zusammen mit allen anderen Körperteilen Hungers stürbe?

Es gilt also auch der Satz: Hand ist durch Hand.

Allgemein gilt:

Das Ganze ist nur in seinen Teilen und durch die Teile.

Jeder Teil ist immer auch das Ganze, von diesem zwar unterschieden aber nicht getrennt und auch nicht trennbar. Die vom Richtschwert abgeschlagene Hand ist nicht mehr Hand, sondern nur ein Haufen verwesenden Fleisches.

Zur Bezeichnung dieses Sachverhalts dient das Wort "Totalität".

Das physiologische Gleichnis läßt sich noch weiter ausbauen:

Wirkt die Umgebung lebensfeindlich auf die Zellen der Hand – zum Beispiel Frost - , geben diese die entsprechende "Stimmung" an das Gehirn weiter. Dort werden die Reize und die Lage, die sie bedingen, geprüft.

Stelle ich fest, daß die Hand ohne Nachteil in die wärmende Tasche meines Mantels gesteckt werden kann, wird das geschehen.

Weiß ich aber, daß die Hand in der Kälte ausharren muß, um größere Nachteile zu vermeiden – weil sie beispielsweise einen gebrechlichen Weggefährten stützen muß, damit dieser auf vereister Straße nicht von den Füßen kommt -, so werde ich sie ohne Rücksicht auf die Schmerzempfindung weiterhin der Kälte aussetzen.

Das "Sonderinteresse" der Hand, dem Frost zu entkommen, wird im zuletzt gebildeten Beispiel zwar zur Kenntnis genommen und erwogen, schließlich aber von der allgemeinen Instanz (dem Kopf) zugunsten eines übergeordneten Interesses verworfen. Diesem Willen hat sich nun die Hand zu beugen.

Beziehe ich diese Betrachtung auf das Volk, so folgt daraus:

Wie der Kopf wesentliches Moment der Hand, so ist die Regierung wesentliches Moment des einzelnen Volksgenossen.

Hier endet die Analogie. Der Volksgenosse ist – wie die Regierung - selbst auch Geist, was man von der Hand, soweit sie vom Kopf auch unterschieden ist, nicht sagen kann.

Der Geist ist frei, indem er nur von sich selbst, d.h. von seinem Willen abhängt und nicht von einem fremden. Wie kann der Geist als das Allgemeine – als Regierung - und als das Besondere – als Volksgenosse - frei sein? Wie ist es denkbar, daß sowohl die Regierung als auch der Volksgenosse nur von sich, d.h. von ihrem bzw. seinen Willen abhängt,? Diese Frage ist das bewegende Zentrum der Hegel'schen Philosophie.

Freiheit blüht auf

·     im Einzelnen, wenn dieser sich als Gemeinwesen erfaßt, sich in der hier dargestellten Weise begreift als die Einheit des Allgemeinen und des Besonderen, sich als Totalität weiß. In diesem Begreifen (besser: im Begriff) liegt es, daß das Allgemeine als eine besondere Sphäre – eben als Regierung – da ist. Der Wille des Volkes formt und offenbart sich in dieser Sphäre - und nicht in der unorganischen Menge. Indem der Einzelne das weiß, d.h. die Notwendigkeit dieses Verhältnisses als seine eigene erkennt, weiß er den Willen der Regierung als seinen eigenen.

·     im Bewußtsein des Regenten, daß seine Besonderheit das Dasein des Willens des Ganzen ist, des Allgemeinen, das vom Besonderen nicht getrennt und nicht trennbar ist, und daß er todeswürdigen Verrat übt, wenn er in sich den als vernünftig erkannten Willen des Ganzen durch seine private Willkür ersetzt.

Ein Staat, der solchen Regenten und solche Bürger hat, ist allein durch dieses Bewußtsein ein anderer als der Not- und Verstandesstaat der bürgerlichen Gesellschaft, deren öffentlich-rechtliches Grundverhältnis nach innen der Zynismus und nach außen die Heuchelei ist.

Wo bewußt und erkannt ist, daß das Volk ein lebendiges Gemeinwesen ist und dieses nichts Anderes ist als der absolute Geist (= Gott) in einer besonderen Gestalt als konkreter objektiver Geist neben anderen objektiven Geistern (Völkern), dort erscheint die Staatsidee als sittlicher Staat, d.h. der sittliche Staat ist wirklich.

Dieses Bewußtsein des besonderen Verhältnisses vom Gan­zen und Einzelnen,  ist  im Germanischen ein Produkt der Lebensweise und in der deutschen Philosophie zum Gedanken gebracht. Dieses Bewußtsein  wird sich jetzt überall durchsetzen, weil die Bestimmung des Menschen die Freiheit ist, die nur so in diesem Verhältnis des Teils zum Ganzen gedacht und aus diesem Bewußtsein heraus die Welt durchdringen kann, und zwar jetzt universell, weil der Geist in allen Menschen an sich einundderselbe ist. Seine in einer gesonderten Lebenswelt herausgedachte höhere Gestalt findet auch in den Menschen aus anderen Lebenswelten zu sich, hebt deren Bewußtsein auf die Höhe der Zeit.  Die Freiheit propagiert sich selbst. Der Drang zur Freiheit - so verkrüppelt er manch­mal in Erscheinung tritt - ist allgegenwärtig und mächtig.

Das konkrete Bewußtsein als Volksgeist ist die absolute Macht. Ein Einzelner kann  Despot eines Volkes nur dadurch sein, daß dieses  Volk seine  Freiheit in die Überzeugung setzt, daß nur einer frei sein kann, und alle anderen Unfreie sind. Die Macht setzt immer auf ganz bestimmten Geisteszuständen auf. Hegel hat die Bemerkung gemacht, daß, als die Menschen erkannt hatten, daß der Mensch keine Sache sein könne, die Sklaverei historisch überwunden war. (Obwohl  es sie als Einzelerscheinung noch heute gibt; aber sie ist durch das höhere Bewußtsein der Freiheit jetzt als Unrecht gesetzt.) Früher wurde es als ganz  normal empfunden, daß, wer   im kriegerischen Kampf  unterlegen war, sein Leben verlor und dieses nur durch Unterwerfung in die Sklaverei erretten konnte. Darin lag kein Unrecht. Die Menschen sagten sich: "Es ist halt so."  Sie konnten dagegen rebellieren,  durch Flucht versuchen, die Bestimmung  über sich wiederzugewinnen; aber eine Berechtigung dazu war nicht anerkannt. Heute würden sich die Menschen in dem Bewußtsein, daß ihnen Unrecht geschieht, dagegen empören. Gegen diese Empörung  würde sich überhaupt keine Ordnung herstellen lassen. Stalins  Versuch, in Rußland die asiatische Despotie wiederzuerrichten, hat ihn nicht überlebt.  Das Sowjetsystem ist mehr oder weniger friedlich von der  Bühne des Welttheaters abgetreten.  Keine Regierung könnte sich auf Dauer gegen das gewandelte Bewußtsein eines Volkes halten. Die Beispiele politischer Revolutionen durch friedliche Massenbewegungen in Portugal, Iran, Polen, DDR, Rußland sind im 20. Jahrhundert zahlreicher als die blutigen Volksaufstände.

Ein Umschwung im Selbstverständnis der Deutschen wird eine Änderung der politischen Form unseres Gemeinwesens zur Folge haben. Darauf baue ich. Bei uns wird es der  erfaßte Gedanke der Freiheit sein, der die Wende bringt. Es läßt sich belegen, daß dieser Gedanke nirgends klarer herausgedacht worden ist, als in der  klassischen Deutschen Philosophie, insbesondere bei Hegel. In diesem Sinne - sage ich -  wird sich das germanische Prinzip als begriffene Freiheit, der  Gedanke und das Gefühl der Freiheit als Verantwortung für das Ganze,  durchsetzen, weil dieser Gedanke  das Ureigenste des Menschen ist. Diesem Denken ist der Unterdrücker selbst auch  unfrei; denn die, die ihn anerkennen und respektieren, tun das nicht aus freiem Willen. Der Unterdrücker ist nicht von Personen als Person anerkannt, sondern von Sklaven als deren Herr. Dieser muß stets vor der Gewalt der Unterdrückten auf der Hut sein. Das macht ihn auch äußerlich unfrei.

Damit ist  ausgeschlossen, daß wir uns zum Herren über andere Völker erheben. Das gerade nicht mehr.

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MAHLER: Genauso sehe ich das. Die Europäer brauchen sich wechselseitig, und Europa ohne Deutschland ist schlicht nicht denkbar. Wenn Deutschland in diesem Zustand bleibt, wie es ist, ist es nur das trojanische Pferd der Ostküste der USA. Es bliebe schutzlos gegen den wanderungsförmigen Einfall fremder Völkerschaften in unser Staatsgebiet. Wir würden schon sehr bald zum Objekt zuerst kultureller dann aber auch politischer Fremdbestimmung durch islamische Volksstämme, insbesondere durch Türken. Europa würde letzten Endes, wie der Historiker  Ernst Nolte das voraussagt, in 100 oder 150 Jahren ein Anhängsel Asiens oder Afrikas sein. Ich sage dagegen: Mit  Europa ist das nicht zu machen. Es schlummern noch Kräfte in uns, von denen wir heute noch gar keine klare Vorstellung haben.  Wir werden uns zu einer Politik befähigen, die die Islamisierung Deutschlands und Europas   verhindert.

Und das setzt in erster Linie voraus, daß wir uns als Industrienation zurücknehmen, den Freihandel endlich beenden. Denn dieser zerstört die Lebensgrundlagen der  Völker, die nicht über die industrielle Basis verfügen wie wir. Die  machen wir  ja mit unseren Exporten restlos und erbarmungslos nieder, degradieren sie zu "verlängerten Werkbänken" unserer Industrie. Und gerade das ist das, was in der Welt Unruhe schafft. Und ich sehe  eine Entwicklung zu einem Krieg der USA gegen China, in den wir über die NATO reingezogen werden. Erinnern sich die Deutschen noch, wie schnell im Krieg der USA gegen Nordkorea 1950-53 (mit 2 Millionen Kriegstoten) die Hilfstruppen der USA, darunter starke Kontingente der Türkischen Streitkräfte, sich auf Koreanischem und Chinesischen Boden wiederfanden und in blutigen Schlachten gegen die Chinesische Volksarmee kämpfen mußten? Diesmal werden auch Deutsche Divisionen eingesetzt werden. Henry Kissinger warnte  im September 1999, daß dieser Krieg unmittelbar bevorstehe. Er verglich die Situation mit derjenigen im August 1914. DER SPIEGEL berichtete kürzlich über ein Dokument des Chinesischen Verteidigungsrates. Daraus geht hervor, daß Rotchina inzwischen eine militärische Konfrontation mit den USA für unausweichlich hält. Die Verfasser des Dokuments plädieren dafür, den Konflikt mit den USA jetzt zu suchen. Das liegt auch nahe. China kann den rasanten wirtschaftlichen Aufbau in den Sonderwirtschaftszonen nicht aussetzen.  Seine Fortsetzung steigert aber die Verletzlichkeit Chinas im Falle eines Krieges. Hoffentlich können wir diese Entwicklung noch aufhalten. Hier ist Europa gefordert.

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MAHLER: Diese Rivalität  ist nur noch ein Nachlauf in den Köpfen mancher Europäer. In Europa war es über Jahrhunderte die Politik der Engländer, ein Gleichgewicht zwischen den rivalisierenden Kontinentalmächten herzustellen,  so daß keine kontinentale Macht das Übergewicht bekommt. Großbritannien wollte stets  doppelt so stark sein wie die stärkste Kontinentalmacht. Die westlichen europäischen Randmächte England und Frankreich mußten sich zur Absicherung ihrer kolonialen Interessen den Rücken frei halten im Verhältnis zu den Europäischen  Zentralmächten. Die Gleichgewichtspolitik  war eine richtige Politik in Englands Interesse, , solange  Großbritannien mit seiner Flotte über die Meere ausgreifen und ein Weltreich begründen bzw. aufrechterhalten konnte. Aber in dem Augenblick, wo die USA als imperialistischer Machtfaktor auftraten, also seit dem Krieg der USA mit Spanien von 1898, änderte sich die geopolitische Lage für Großbritannien und Frankreich entscheidend. Jetzt . drücken die USA die Westmächte Frankreich und England an das Zentrum Europas heran. Beide haben ihr Kolonialreich verloren. Aufgrund ihrer kulturellen, familiären und finanziellen Verflechtung mit der US-Plutokratie waren die britischen Eliten zwischen den Weltkriegen nicht in der Lage, in dem radikal veränderten geostrategischen Kraftfeld zwischen Europa und Amerika ihre Stellung interessengerecht zu bestimmen. Großbritannien hat den II. Weltkrieg als  Dummkopf verloren,  Deutschland als tragische Figur, weil es die Last der Verteidigung Europas gegen die USA allein tragen mußte, was über seine Kräfte ging.

Frankreich und Großbritannien können sich als souveräne Nationen jetzt nur noch im Bündnis mit einem starken Deutschen Reich in der Mitte Europas behaupten. Beide  haben ein Interesse, daß Deutschland wieder zu sich findet. Der französische Außenminister Védrine ruft voller Verzweiflung nach der Solidarität der Nationen gegen die Hypermacht USA.  Da kann er in erster Linie nur an die Deutschen gedacht haben. Großbritannien, das als Hofnarr der USA heute noch die atlantische Karte spielt, wird die Seite wechseln, wenn die Weltwirtschaftskrise die Werktätigen auf der Insel rebellisch macht. Die gesunden Kräfte  werden angesichts von Hunger und überbordender Kriminalität das Bündnis mit den Kräften suchen, die für die Wiederherstellung der Volkswirtschaften im Rahmen starker Nationalstaaten eintreten. Das bringt sie zwangsläufig in einen Gegensatz zu den USA und an die Seite Deutschlands.


Von: Prof. Guido Raimund [mailto:guido.raimund@my-mail.ch]
Gesendet: Freitag, 30. September 2005 10:53
An: Horst Mahler
Betreff: Demokratie

USA, das ist die Diktatur der Minderheit!

Demokratie ist die Diktatur der Mehrheit!

Halt der Absetzbewegung vom Begriff „Demokratie“!

Gerd Honsik

Soll Demokratie heute etwas anderes bedeuten als vor dem Zweiten Weltkrieg? Wer trachtet diesem Begriffe nach dem Sinn? Und warum?  Wer immer, obwohl erst sechzig Jahre verstrichen sind, vor der Gewalt der Besatzungsmacht  und deren Betrug verzagt und zur Übergabe dieses Wortes an den Feind aufruft, ist Opfer der Umerziehung geworden und macht sich der  geistigen Kapitulation schuldig.

 In letzter Zeit meldeten sich unter uns Stimmen zu Wort, welche die USA, also die Diktatur der Minderheit, als Demokratie tadelten und die Regierung Hitlers als undemokratisch lobten. Gegen solchen Tadel an den USA und gegen solches Lob für Hitler wende ich mich: Denn die USA und die von ihr eingesetzten Marionettenregierungen gelangten in Deutschland gegen den Willen des Volkes durch rohe Waffengewalt an die Macht, während die von ihr beseitigte und später wider alle Rechtsordnung nach einem ungültigen Schauprozesse ermordete Reichsregierung seinerzeit nach den Spielregeln der Demokratie zur Macht gelangt war.

Es geht nicht nur um ein Wort, sondern es geht um dessen Wesen.

Die, denen ich hier entgegentrete, wollen nicht bloß, das griechische Lehnwort „Demokratie“, durch ein deutsches Wort ersetzen. Vielmehr geht aus ihren Einwänden deutlich hervor, daß dem Volke künftig das Rechts auf Wahl aberkannt und Wahlrecht nur noch den „Eliten“ (natürlich den selbsternannten) zugestanden sein soll.

So wurde kürzlich unter Zitierung der „Protokolle der Weisen von Zion“ das allgemeine Wahlrecht gar als Erfindung nicht etwa der Hirten und Bauern der Vorzeit, sondern als Erfindung der Juden zum Zwecke der Manipulation des Staates dargestellt.

Die Abschaffung des allgemeinen Wahlrechtes wird sozusagen angeregt. Den Juden alleine würde Demokratie nützen.

Die Mehrheit des Volkes wäre nicht klug, nicht mündig genug, zu entscheiden.

 Ungewollt kommen solche Meinungen den Absichten des Imperiums und seiner Trabanten entgegen, ja sie jagen vor deren kühnsten Träumen in vorauseilender Blindheit einher. Ist doch die schrittweise und endgültige Abschaffung aller Demokratie, von der uns nur ein Torso verblieben ist, das erkennbare Ziel gegenwärtiger Politik und der Verweis auf drohenden „Terror“ dient dabei bloß als Feigenblatt, den Plan zu vollenden.

Und alles Böse, das unserem Volke bisher geschah, ist ihm doch in Wahrheit nicht durch Demokratie, sondern vielmehr durch deren Verweigerung zugefügt worden.

 Das Imperium, also die Besatzungsmacht, hatte von Anbeginn eine höhere Meinung von unserem Volke als diese neue Generation von „Antidemokraten“, die nun unnötiger Weise auf unseren Plan tritt und gegen die ich mich wende.

Denn es war die Besatzungsmacht im Gegensatz zu den „Protokollen der Weisen von Zion“ davon überzeugt, daß es bei Gewährung tatsächlich demokratischer Spielregeln das deutsche Volk nicht werde manipulieren können.

Darum glaubte es sich ja genötigt, Millionen Deutsche auf Jahre vom Wahlrecht ausschließen, Millionen Männer in jahrelange „Nachkriegsgefangenschaft“ verschleppen zu müssen und 5.7 Millionen Menschen nach der Befreiung durch eine künstlich ausgelöste Hungersnot langsam verhungern zu lassen, nur um das Volk gefügig zu machen.

Hätten jene Kritiker des allgemeinen Wahlrechtes unter uns Recht, die dieses bloß für einen Trick einer jüdischen Verschwörung halten, es hätte damals genügt, dieses allgemeinen Wahlrecht bestehen zu lassen um die Manipulation der Massen nach 1945 beginnen zu können. Das Imperium hätte es sich dann auch erspart, die Volksabstimmungen in Danzig, im Sudetenland und in Österreich im Nachhinein für nichtig zu erklären.

Auch bräuchte es Anschlußbestrebungen in Österreich nicht bis zur Stunde weiter mit lebenslangem Kerker zu bedrohen! (Während es die „im Ausgang offenen Verhandlungen zum Zwecke des Anschlusses der Türkei an Europa“ gegen den nachweisbaren Willen von 90 Prozent der Europäer beginnt.)

 Man erkennt: Ohne dem gesunden Volksempfinden sind die Eliten verloren, wie der Seefahrer im Sturm ohne Kompaß und Sternenhimmel. Wie kann einer daher kommen, nach all der Weisheit und Redlichkeit des deutschen Volkes, die es beim Aufstand der Tiroler Bauern gegen Napoleon, bei seinen Abstimmungen in Kärnten, im Burgenland, im Sudetenland, in Danzig oder an der Saar und in den schwersten Stunden des einmütigen Abwehrkampfes an der Ostfront im Zweiten Weltkrieg  gezeigt hat, nun  da es betrogen und verführt worden ist, in den Traum des Feindes von seiner ewiger Entmündigung einstimmen?

Warum zum Teufel sollten wir das unverhohlene Streben nach Vollendung eines totalitären Systems durch die Brüsseler Kommissare nun auch noch durch ein wahnwitziges Betteln um die Abschaffung der Demokratie gar befördern?

 

                                            Nützt Demokratie nur Juden? Hat die NPD Spott verdient?

Von der Sinnhaftigkeit des politischen Armes der Deutschen Sache.

Richard Coudenhove Kalergi, Erfinder des Schlagwortes von einer „jüdischen Adelsrasse“, selbst ist es, der den heute als „antisemitisches Klischee“ eingestuften Glauben an die überproportionale Macht von Juden über die Medien zu schüren begann, indem er verlangte, daß „Gold, Pulver und Druckerschwärze“ zum Zwecke des Machterhaltes in deren Händen vereint bleiben müsse.

Ohne Kalergi in dieser Sicht der Dinge zu widersprechen, behaupte ich:

Der Mißbrauch von Demokratie mag für den Unterdrücker eine brauchbar scheinende Waffe sein. Nicht jedoch für den Unterdrückten. Für den Unterdrückten ist stets die Einforderung von Freiheit zum Zwecke der Verteidigung vorzuziehen.

Und es ist auch heute das Prinzip der Demokratie, welches einem Bumerang gleich, nun auf die Erfinder der „Demokratisierung“, also das Nordamerikanische Imperium, zurückfällt.

 

Als Demokratie schlägt die „Demokratisierung“ nun

auf  ihre Erfinder zurück!

Die USA sitzen in der eigenen Falle.

Die Büchse der Pandora ist geöffnet!

 

  1. Als es vor einigen Jahren in Algerien zu demokratischen Wahlen kam, gelangten unverzüglich die Fundamentalisten an die Macht. Das Imperium sah sich zu einem grausamen Militärputsch gezwungen, um die US-Interessen zu wahren.
  2. Nachdem Bush, der Wegbereiter des Nordamerikanischen Untergangs, die „Demokratisierung“ des Iraks verlangte, brach sich Bahn, was die USA verhindern wollten: Die Kurden schufen ein staatenähnliches Gebilde innerhalb des Iraks und verlangen Selbstbestimmung auch für ihre in der Türkei unterdrückten Brüder. Die Schiiten, dem Todfeind der USA, nämlich dem Iran zugetan, könnten bald einen eigenen schiitischen Staat gründen. Die Sunniten machen inzwischen von ihrem Recht auf Widerstand wider den Terror der Besatzung Gebrauch. Wieviel günstiger als die „Demokratisierung“ wäre für die imperialen Pläne der USA doch die Diktatur Saddams gewesen.
  3. In Ägypten hat die Aufforderung von Busch zu „demokratisieren“ in eine betrügerischen Wahl gemündet, die aller Welt vor Augen führte, daß die Marionetten der USA durch echte Wahlen hinweggefegt werden würden.
  4. Noch schlimmere Folgen könnten die „Demokratisierungsversuche“ der USA in den Golfstaaten haben: Dort lauern die asketischen Fanatiker Bin Ladens darauf, den morbiden Sündenpfuhl der tausend nimmersatten, fetten, faulen Prinzen, deren 10.000 Kurtisanen, Eunuchen und Hofschranzen ein demokratisches Ende zu bereiten und die Erdölreserven der Welt dem US-Imperium per „Demokratie“ zu entreißen.
  5. Aber es wartet noch ein schlimmeres Szenario auf die USA: Man stelle sich vor, Europa würde das Prinzip der „Demokratisierung“ auf die UNO und die NATO übertragen. Beide Instrumente Nordamerikanischer Tyrannei würden sich über Nacht gegen die US - Oligarchen, also die globalen Peiniger der Menschheit kehren. Durch die Forderung nach Erweiterung des „Weltsicherheitsrates“ beginnt ja die Macht des Imperiums (ebenfalls durch die Einforderung von Demokratie) zu bröckeln.
  6. Auch in Rußland führte die US-gesteuerte „Demokratisierung“ geradewegs zu Demokratie mit verheerenden Folgen für die USA: Die US-Marionetten und Oligarchen wurden unblutig beseitigt, verjagt oder dorthin geschickt, wo sie hingehörten: ins Straflager. Die Medien Rußlands sind den Plutokraten weitgehend entrissen oder domestiziert und endlich dem Staat (wem sonst?) dienstbar gemacht.
  7. In Deutschland hat sich – unter Schröder – erstmals seit 1945 Widerstand gegen die Besatzungsmacht formiert: Die Gefolgschaft in den Irakkrieg wurde verweigert und ein stiller Pakt mit Rußland geschmiedet, der über den Tellerrand des Endes von Euro und EU längst ahnungsvoll hinausblickt. (Die Einladung Schröders an die Türkei zum Beitritt in die EU allerdings  erst in 10 Jahren – eine beschwichtigende Geste in Richtung Washington -, entpuppt sich so zu einer Einladung ins Nichts).

      Die Ablehnung der USA hat inzwischen alle Schichten des deutschen Volkes erfaßt: Bald wird sie auch die amerikanische Zeitgeschichtsschreibung auf den Prüfstand stellen. Jetzt erweist sich selbst die „Demokratisierung“ Deutschlands nach 1945, also das Meisterstück der Plutokraten, - trotz aller alliierter Heimtücke und Tyrannenlist - als Fehler. Längst werden die USA es – aus ihrer Sicht - bereuen, 1945 nicht statt dem Grundgesetz eine Militärdiktatur in den deutschen Territorien errichtet zu haben.

  1. Den vielleicht schlimmsten Fehlschlag von „Demokratisierung“ jedoch müssen die USA gegenwärtig in Afghanistan hinnehmen: Der dort eingesetzte Präsident Karzai lehnte das US-Ansinnen, Parteien zu gründen ab. (Hier erinnere ich daran, daß ich in meinem Buch über den Kalergi-Plan „Der Juden drittes Reich?“ vor zwei Jahren schon die Abschaffung politischer  Parteien als Voraussetzung für die Rückkehr zu demokratischen Verhältnissen verlangte).

Karzai verweist in seinem jüngsten Interview mit dem Spiegel auf die jahrhundertealte Tradition von afghanischer Demokratie hin, die ihre regionalen Stammesführer (entsprechend unseren Bürgermeistern) als echte Volksvertreter in die Loya Jirga (eine Volksversammlung unserem germanischen Thing entsprechend)  entsandte.

 Karzai, der unter Anspielung auf die deutschen Bundestagswahlen die „Auszehrung“ der westlichen „Parteien“ weissagte, sprach mir aus der Seele. Denn ich bezeichne das Parteiensystem seit Jahren als ein Pestgeschwür aller Demokratie. Haben Sie etwa schon von einem sozialistischen Germanen oder einem liberaldemokratischen Wikinger gehört? Ich nicht!

Erstaunt erfuhr der „Spiegel“-Redakteur, daß im Zuge der „Demokratisierung“ Afghanistans durch die USA nunmehr deren Todfeinde – gedeckt durch die vermeintliche „Marionette“ Karzai - im Triumph als Abgeordnete in das neue Parlament werden einziehen dürfen. Unter den so wiederauferstandenen Todfeinden der USA befindet sich auch der ehemalige sowjetgestützte Innenminister und der Chef der Religionspolizei der Talibans, seinerzeit zuständig für die Steinigung von Ehebrecherinnen. (Quelle: „Der Spiegel Nr. 38/2005 Seite 181)   

Die USA haben also umsonst gefoltert und Angriffskrieg unter falschem Vorwand geübt: Ihre „Demokratisierung“ hebt nun vor den Augen aller Welt den politischen Arm der  Taliban kampflos und stillschweigend in den Sattel, während deren militärischer Arm sich kraftvoll regeneriert.

Die NPD

Auch die Behauptung, daß die Mühen „rechter“ Parteiarbeit in unseren „demokratisierten“ Staaten nach 1945 bis heute fruchtlos geblieben seien, ist falsch. Natürlich ist es für Gemeinschaften, durchsetzt von Spitzel und von Straftätern der als „Bundesverfassungsschutz“ getarnten kriminellen Geheimpolizei, schwer, Siege zu erringen.

 Daß Erfolge dennoch bis nahe an die Machtergreifung möglich sind, hat der Wählerverräter Jörg Haider in Österreich bewiesen. Solange er sich fälschlich als „Nazi“ verdächtigen ließ,  sich gegen die Immigration aussprach und noch Deutscher sein wollte, eilte er von Sieg zu Sieg, verdoppelte dreimal die Zahl seiner Wähler und machte die FPÖ zur zweitstärksten Partei des Landes.

Erst als Haider seinen Idealen abschwor, sich als Führungskraft von Kalergis Paneuropabewegung und Vertrauensmann des World Jewish Congress bekannte und seine Partei verließ, um diese zu spalten, begann sein Fall ins Bodenlose.

Der kometenhafte Aufstieg der volkstreuen FPÖ wurde also nicht von der Demokratie, sondern durch den Verrat des Jörg Haiders an der Demokratie gestoppt.

Auch die Sechshunderttausend Stimmen der NPD in Deutschland sollten nicht Anlaß zu Spott sein. In Sachsen nahe der 5% Grenze und mit 6% der deutschen Jugend als Sympathisanten, hat diese Partei ein  Aß im Ärmel. Auch die 17 Millionen Nichtwählern Deutschlands bieten ein riesiges Feld, dessen Ernte noch eingefahren werden wird.

Die NPD ist also gerüstet für die Zeit, da der kleine Hunger Hand in Hand mit der historischen Wahrheit daherkommen wird. Der Staatsbankrott pocht schon  an unsere Tür.

 

Wer jetzt verzagt und statt der Heilung der Demokratie deren Abschaffung in Deutschland verlangt, der singt, wenn auch ungewollt, das Lied des Feindes.

Der Begriff „Demokratie“ hat nicht nur Eingang in die deutsche Sprache gefunden, sondern wird auch weltweit bis hin nach Afghanistan als die Selbstbestimmung des mündigen Volkes verstanden. Jeder Sunnit und jeder Baschtune weiß: Was es auch ist, die USA hat’s nicht, wovon man spricht!

Kein anderer Begriff stellt weltweit den Verrat der USA an der Freiheit in solcher Klarheit bloß.

Jedem Versuch, diesem Wort nun plötzlich einen anderen Sinn zu verleihen, ist unerbittlich zu begegnen, erweckt er doch den Anschein, den Tyrannen aus seiner Bringschuld entlassen zu wollen.

 

Wer heute das Prinzip der Demokratie entweder als bloße jüdische List verunglimpft oder aber wer die Abschaffung des allgemeinen Wahlrechtes anregt und die Volksgemeinschaft für unmündig erklärt, befindet sich unversehens in Gesellschaft von Coudenhove Kalergi, von Nahum Goldmann, von Kommissar Verheugen, von Ministerpräsident Juncker und Georg W. Busch.

      Wer hingegen den Begriff Demokratie als das deutet, als was ihn die Alten Griechen geschaffen hatten, wie er von den Primaten seit Anbeginn geübt wird und wie ihn die Welt von Riad bis Kabul versteht, findet sich wie ich in der Gesellschaft von Mahatma Gandhi und von Friedrich Schiller wieder.

(Kenner von „Mein Kampf“ könnten an dieser Stelle auch auf Hitler verweisen).

Eingedenk der großen Volksabstimmungen der Deutschen, eingedenk ihrer, aus Umfragen bekannten, wunderbaren Geisteshaltung in durchschaubaren Fragen der Gegenwart, (Einwanderung, EU, Türkeibeitritt, Angriffskrieg, Guantanamo und DM) und eingedenk der Willensbezeugung unserer Soldaten der Weltkriege durch deren Waffentaten:

Weder das Wort noch den Sinn dürfen wir preisgeben!

An der Mündigkeit des Volkes darf nicht gerüttelt werden, auch nicht, wenn es irrt.  

Jedem Versuch einer Absetzbewegung heißt es entschlossen entgegengetreten!

      Wer jetzt weicht, ist schon der Umerziehung erlegen, die er zu bekämpfen meinte:  sagt er doch genau das, was das Imperium jetzt von uns erhofft, daß wir sagen!

      So macht er sich schuldig der bedingungslosen Kapitulation vor dem Feind.

Halt! Auch nicht um Wortesbreite darf hier zurückgewichen werden.

Gerd Honsik

P.S. Mittels der „Demokratisierungslüge“ wollten die Plutokraten der Vereinigten Staaten, die Welt erobern. Demokratie droht nun, ihnen  das Genick brechen. 

 

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