----- Original Message -----
From: Horst Mahler
Sent: Thursday, June 30, 2005 8:01 AM
Subject: Hennig_Denkschrift.doc

Richter Barré als Aufklärer über die Wirklichkeit der Fremdherrschaft

 

Weidenbusch 13

D-14532 Kleinmachnow

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Kleinmachnow, den 30.06.05

Die Willkür der OMF-BRD wird maßlos – als Volksverhetzung gilt nun alles, was den Juden mißfallen könnte

Seit einigen Wochen jagen die Strafverfolgungsbehörden der OMF-BRD nach der Denkschrift von Wieland Körner „Die neue Sicht von Auschwitz – Der Leitende ‚SPIEGEL’-Redakteur Fritjof Meyer reduziert die Zahl der Auschwitz-Opfer um 90 Prozent: Warum gibt es keine öffentliche Debatte?“

Dutzende von mutmaßlichen Verteilern dieser Schrift erfreuen sich des unangemeldeten Besuchs verlegener „Staatsschützer“, die mit der Vollstreckung entsprechender „richterlicher“ Durchsuchungsbefehle – wie sie versichern - alle „nur ihre Pflicht tun“.

Jetzt liegt der erste Strafbefehl in dieser Sache vor. Danach werden folgende in der Denkschrift vorkommende Sätze als „Volksverhetzung“ gewertet:

1. „Die neue Sicht von Auschwitz – Der Leitende ‚SPIEGEL’-Redakteur Fritjof Meyer reduziert die Zahl der Auschwitz-Opfer um 90 Prozent: Warum gibt es keine öffentliche Debatte?“

2. „Lieber Leser: Vor 13 Jahren glaubte die gesamte deutsche Medien- und Fachwelt noch an die systematische Liquidierung von 4 Millionen Juden in Auschwitz. Fritjof Meyer nennt diese Zahl heute ein ‚Produkt der Kriegspropaganda’. Er reduziert die Opferzahlen von Auschwitz völlig unwidersprochen um runde 90 Prozent.“

3. „Stattdessen wurde die ‚industrielle Massenvergasung von Juden in Auschwitz’ in Deutschland 60 Jahre lang als der eigentliche ‚Zivilisationsbruch des Zweiten Weltkrieges’ (M. Broszat) hingestellt. Dieser gemeinhin angenommene Zivilisationsbruch hat aber, wie wir jetzt erfahren müssen, gar keinen richtigen Ort! Es stellt sich nun heraus, daß dafür Zeugen, Quellen und Beweise fehlen.“

4. „Fritjof Meyer zerstört damit vollends den Glauben an die ‚Mordmaschine’. die in Auschwitz unter deutscher Leitung betrieben worden sein soll.“

5. „Ohne den massiven Einfluß zionistischer Triebkräfte auf die Politik des 20. Jahrhunderts wären der Welt beträchtliche Opfer erspart geblieben.“

Diese Sätze machen nach Auffassung der Verfolger die Denkschrift zu einer „Schrift, die zum Haß gegen Teile der Bevölkerung und gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe aufstacheln, und die Menschenwürde anderer dadurch angreifen, daß sie Teile der Bevölkerung oder einer vorbezeichneten Gruppe beschimpfen, böswillig verächtlich machen oder verleumden“. Oh Wunder, die Nummer „Leugnung des Holocausts“ wird in diesem Theater diesmal nicht gegeben.

Der Irrsinn hat Methode. Die Vasallen-Justiz probt den Aufstand gegen Recht und Gesetz und gegen folgerichtiges Denken. Es soll der Boden bereitet werden für die Hinnahme des übergesetzlichen Befehls „Verboten und strafbar ist jede Gedankenäußerung, die der Fremdherrschaft mißfällt.“

Mit der Unterzeichnung des Strafbefehls ist Herr Barré, Richter am Amtsgericht Verden, zum wiederholten Male einschlägig in Erscheinung getreten. Wir werden seiner Taten gedenken!

Aktenzeichen des Verfahrens: AG Verden 9b Cs 521 Js 6932/05 (272/05).

 


----- Original Message -----
From: Horst Mahler
To: Deutsches-Kolleg
Sent: Thursday, June 30, 2005 5:38 PM
Subject: WG: [deutscheskolleg] "Freiheit statt Demokratie" - Interview mit Hans-Hermann Hoppe (JF 26/05)


 

Man hat uns glauben gemacht, daß Wissenschaft universell sei; nicht Jüdische, nicht Deutsche Wissenschaft – nur Wissenschaft überhaupt.

Das stellt sich jetzt als ein gefährlicher Irrtum heraus. Dabei sind wir gewarnt  worden. Man hat uns wissen lassen, daß wir in einer Scheinwelt leben und zugrunde gehen werden.

In den „Protokollen der Weisen von Zion“ lesen wir:

„Die von uns nach ihren sklavischen Fähigkeiten aus der Bürgerschaft aus­erwählten Verwaltungsbeamten werden für die Verwaltungstätigkeit nicht vorbereitet sein. Sie werden daher leicht zu Bauern in unserem Schachspiele herab sinken und sich ganz in den Händen unserer geschulten und begabten Ratgeber befinden, die von Jugend auf zur Herrschaft über die ganze Welt erzogen wurden. Wie Ihnen bekannt ist, haben diese Sachverständigen ihre Kenntnis der Regierungskunst aus unseren staatsrechtlichen Plänen, aus den Lehren der Geschichte und den Beobachtungen der Gegenwart geschöpft. Die Nichtjuden kennen nicht die Übung leidenschaftsloser, auf die Geschichte begründeter Beobachtungen, sie lassen sich von einer wissenschaftlichen Ge­wandtheit leiten, die ohne prüfenden Vergleich mit den Ergebnissen arbeitet. Es hat darum für uns keinen Sinn, mit ihnen zu streiten - mögen sie in der Hoffnung auf neue Freuden oder in der Erinnerung an vergangene leben. Die Hauptsache bleibt, daß sie fest an das glauben, was wir ihnen als Gebote der Wissenschaft eingeträufelt haben. Darum erwecken wir fortwährend durch unsere Presse ein blindes Zutrauen zu unserer Lehre. Die klugen Köpfe der Nichtjuden werden sich mit ihrem Wissen brüsten und die »aus der Wissen­schaft« gewonnenen Kenntnisse geschickt zu verwirklichen suchen, ohne die­selben folgerichtig zu prüfen und ohne zu ahnen, daß sie von unseren Vertretern zusammen gestellt wurden, um die Menschen in der für uns notwendigen Geistesrichtung zu erziehen.

[Die Protokolle der Weisen von Zion – Text und Kommentar – Herausgegeben von Jeffrey L. Sammons, Wallstein Verlag, Göttingen 1998, ISBN 3-89244-191-x, S. 37 ]

„Demokratie“ ist  den meisten von uns das höchste Gut, - wo sie doch nur der vergiftete Apfel ist, der Schneewittchen fast das Leben gekostet hat. Wer es nicht selbst durch Denken herausfindet, sollte sich von Graf Coudenhove-Kalergi,  darüber belehren lassen, der 1922 schrieb:

„Heute ist die Demokratie Fassade der Plutokratie: Weil die Völker nackte Plutokratie nicht dulden würden, wird ihnen die nominelle Macht überlassen, während die faktische Macht in den Händen der Plutokraten ruht. In republikanischen wie in monarchischen Demokratien sind die Staatsmänner Marionetten, die Kapitalisten Drahtzieher: sie diktieren die Richtlinien der Politik, sie beherrschen durch den Ankauf der öffentlichen Meinung die Wähler, durch geschäftliche und gesellschaftliche Beziehungen die Minister.", (Adel S. 31)

Die an den Universitäten gelehrten „Gesellschaftswissenschaften“ müssen so beschaffen sein, daß die Studenten durch sie unfähig werden, hinter die Fassade zu schauen.

Ergänzend sollte zur Aufklärung über diesen Sachverhalt Noam Chomsky zur Kenntnis genommen werden, der über die Herrschaftsform, die zur Irreführung „Demokratie“ genannt wird, schreibt:

„Werfen wir jetzt einen Blick auf die Lehren, auf deren Grundlage die modernen Formen der politischen Demokratie durchgesetzt werden sollten. Sie finden sich in einem wichtigen Handbuch zur PR-Industrie mit dem bezeichnenden Titel »Propaganda«, dessen Verfasser, Edward Bernays, zu den führenden Persönlichkeiten der Werbebranche gehört[Er wird zu den 1000 bedeutendsten Persönlichkeiten aller Zeiten gerechnet - http://en.wikipedia.org/wiki/Edward_Bernays].' Gleich zu Beginn bemerkt er, daß »die bewußte und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ein wichtiges Element der demokratischen Gesellschaft ist«. Um diese Aufgabe zu bewältigen, müssen »die intelligenten Minderheiten sich kontinuierlich und systematisch der Propaganda bedienen«, weil nur sie »die Bewußtseinsprozesse und sozialen Verhaltensmuster der Massen verstehen« und »die Fäden ziehen können, mittels derer das Bewußtsein der Öffentlichkeit kontrolliert wird«. Darum ist unsere »Gesellschaft übereingekommen, den freien Wettbewerb durch Führung und Propaganda organisieren zu lassen«, ein weiterer Fall des Prinzips »Konsens ohne Zustimmung«. Die Propaganda gibt der Führung einen Mechanismus an die Hand, mit dessen Hilfe sie »das Bewußtsein der Massen formen« kann, so daß diese »ihre neu erworbene Kraft in die erwünschte Richtung lenken«. Die Führung kann »das öffentliche Bewußtsein genauso dirigieren wie eine Armee die Körper ihrer Soldaten dirigiert«. Den »Konsens zu organisieren« gehöre zum »Wesen des demokratischen Prozesses«, schrieb Bernays, kurz bevor er 1949 für seine Beiträge vom Amerikanischen Psychologenverband (American Psychological Association) geehrt wurde“.

(Auszug aus Noam Chomsky  „Profit over People – Neoliberalismus und globale Weltordnung“, Europa Verlag, 2001, Seite 54 ff. )

 

Die Bedeutung des Deutschen Denkens liegt darin, daß es den Manipulationsschleier zerreißt und im politischen Raum eine wirklichkeitstüchtige Lagebeurteilung ermöglicht und zugleich die Ufer sichtbar macht, an die sich die Völker  retten werden.   

HM

 


 -----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: deutscheskolleg@yahoogroups.de Im Auftrag von Dr. Gunther Kümel
Gesendet: Freitag, 24. Juni 2005 09:59
An: deutscheskolleg@yahoogroups.de

Betreff: [deutscheskolleg] "Freiheit statt Demokratie" - Interview mit Hans-Hermann Hoppe (JF 26/05)

Sehr geehrter Herr Oberlercher!

Hoppe: Dieser dem Vernehmen nach „Libertäre“ vertritt punktuell einen dem Ihren ähnlichen Standpunkt der „Demokratie“-Kritik.

Immerhin erteilt er einer „Dynastie“ die besseren Noten als der üblichen Herrschaftsform der parlamentarischen Demokratie und kennzeichnet die letztere als Ausbeutungsform.

Vielleicht ist Ihnen der Beitrag entgangen, es würde sich m.E. lohnen, wenn Sie ihn besprechen. Ich kann mir vorstellen, daß dadurch Ihr eigener Ansatz zur Herrschaftsform und Staatsform verständlicher und schärfer würde, von dem ich vermute, daß ihn noch nicht allzu viele zustimmend apperzipiert haben.

 Soweit ich sehe, muß Hoppe von vorne herein an zwei Stellen kritisiert werden.

Einerseits will er eine Instanz, die „Gutes“ (für wen?) durch Anreize belohnt, er lehnt aber den Staat ab. Welche Instanz soll aber dann entscheiden, welche Handlungen als „gut“ beurteilt werden und welche Instanz sollte denn die Macht haben, Belohnungen zu verteilen, Sanktionen zu verhängen?

Zweitens ist es ja eine der (vielleicht impliziten) begründenden Rechtfertigungen der parlamentarischen Demokratie, daß in vielen Fragen die Richtigkeit von Urteilen, insbesondere die von Werturteilen, Normen, grundsätzlich nicht als wahr oder falsch zu beurteilen ist (wie die Richtigkeit von Sachaussagen), sondern lediglich aus der privaten Werthierarchie jedes Einzelnen abgeleitet werden könne. Man müsse eben darüber abstimmen. Daraus ergäbe sich auch die Forderung, Parlamentarier sollten keine Fachleute mit Sachverstand sein, sondern Alltagsmenschen (wie Geschworene in einem Prozeß über Kapitalverbrechen), die über Werturteile abzustimmen in der Lage seien. Mit dieser Verteidigung der parlamentarischen Demokratie beschäftigt er sich gar nicht. Damit bleibt unklar, ob er einen anarchischen Standpunkt vertritt (die Menschen bräuchten gar nicht regiert zu werden), oder ob er meint es gäbe nur eine einzige, selbstverständliche Wertehierarchie, der sich alle zu unterwerfen hätten. Damit würde er sich jedoch einem auf eine Utopie gegründeten Terrorstaat annähern. Ist die derzeit vorherrschende Herrschaftsform also eine Perversion seines Ideals oder, wenn nicht, wie will er die Gesellschaft formieren? Vermutlich kennt seine Ideologie die Gemeinschaft nicht, obwohl er von freiwilligem Einverständnis in Regeln spricht.

Interessant, daß Hoppe dem „Sozialismus“ lamarckistische Züge zuschreibt, die für diese Ideologie unverzichtbar seien.

 Volk und Reich!

 Gunther Kümel.

 

Von: deutscheskolleg@yahoogroups.de Im Auftrag von Dr. Reinhold Oberlercher
Gesendet: Mittwoch, 29. Juni 2005 22:36
An: deutscheskolleg@yahoogroups.de
Betreff: AW: [deutscheskolleg] "Freiheit statt Demokratie" - Interview mit Hans-Hermann Hoppe (JF 26/05)

 
Lieber Herr Kümel,
die Ähnlichkeit von Hoppes Demokratiekritik mit der meinen ist nur eine oberflächliche, denn ich kritisiere "Demokratie" garnicht, sondern systematisiere sie als Kategorie, die ihren Ort in der allgemeinen Politologie hat und dort das Analogon zum Humankapital Cv darstellt: Herrschaft über allerlei Volks mit dessen vertraglicher Zustimmung. Die Demokratie gäbe es nicht, wenn nicht die Ausbeutung des demokratisierten Knechtes durch den demokratischen Herrn möglich und rechtens wäre. Der Kriegsherr, der sich einen spätmittelalterlichen Landsknechtshaufen zwecks militärischer Unternehmungen mietet, tut dies natürlich nur, wenn die wahrscheinliche Beute größer ist als die Mietkosten; kann er den Sold seiner Söldner nicht pünktlich bezahlen, ist den Landsknechten auch nicht das Brandschatzen auf eigene Kosten zu verwehren.
 
Herr Hoppe ist natürlich nur Professor geworden, weil er keine politische Wissenschaft, sondern politische Ideologie veranstaltet. Für solche schlechten Scherze ist die JF in ihrer jungen Feigheit immer zu haben. Wenn man keine Staatstheorie vorweisen kann, verurteilt man den Staat eben einfach als Fehlentwicklung und daher als moralisch schlecht, aber auch die Moral ist ene sozialwissenschaftlich darzustellende Kategorie, die Fehlentwicklung nur von der Entwicklung her zu unterscheiden. - Es scheint jetzt eine Zeit der unorthodoxen Scharlatane im politologischen Diskurs anzubrechen.
 
Freundlicher Gruß
von
Oberlercher
 


 Von: NHB-Diskussion@yahoogroups.de [mailto:NHB-Diskussion@yahoogroups.de] Im Auftrag von Thorsten Thomsen
Gesendet: Donnerstag, 23. Juni 2005 18:45
An: Aula
Betreff: [Norton AntiSpam] [NHB-Diskussion] "Freiheit statt Demokratie" - Interview mit Hans-Hermann Hoppe (JF 26/05)

© JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. www.jungefreiheit.de

26/05 24. Juni 2005

"Freiheit statt Demokratie"

Der libertäre Vordenker und bekennende "Antidemokrat" Hans-Hermann Hoppe über seine provokanten Thesen



Moritz Schwarz

Herr Professor Hoppe, Sie sind bekennender Antidemokrat. Haben Sie bei Ihrer Vortragsreise durch Europa nicht Schwierigkeiten bei der Einreise in die Bundesrepublik bekommen?

Hoppe: Nein, und ich rechne auch nicht damit, daß dies in der Zukunft passieren wird. Ich habe in Dutzenden von Ländern in der ganzen Welt Vorträge gehalten, nie sind mir dabei Schwierigkeiten gemacht worden.

Wie kommt es, daß Sie in einem so "betont demokratischen" Land wie Deutschland mit Ihrer Einstellung ein so gerngesehener Gast sind, zum Beispiel unlängst bei der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung?

Hoppe: Weil ich anders bin und etwas anderes zu sagen habe als die "Langweiler vom Dienst" in der Politik und den "führenden" Medien. Ich bin provokativ und biete intellektuelle Unterhaltung und Aufklärung gekonnt und auf höchstem Niveau.

Ihre These lautet, die Demokratie ist eine politische Ordnung, die nicht die Herrschaft des Volkes garantiert, sondern seine Ausbeutung.

Hoppe: Das Wesen der Demokratie ist die Umverteilung, die sich entsprechend der Verteilung der politischen Macht vollzieht. Das heißt, diejenigen, die an der Macht sind, verteilen zugunsten der eigenen Klientel und auf Kosten der Klientel der anderen Partei um. Mit Gerechtigkeit hat das nichts zu tun, und Grundrechte wie das auf Eigentum sind im Zweifelsfall schnell perdu. Verschärfend kommt hinzu, daß die Partei, die gerade herrscht, dazu nur vier Jahre Zeit hat - bis wieder gewählt wird. Um so schneller und verantwortungsloser vollzieht sich diese Umverteilung. In der Monarchie dagegen, als deren "glückliche" Überwindung die Demokratie zu Unrecht gilt, war der Staat potentiell für immer in den Händen ein und derselben Dynastie. Dementsprechend schonend geht ein Monarch mit seinem "Besitz" um. In der Demokratie gehört der Staat dagegen keinem, dementsprechend hemmungslos saugt ihn die gerade herrschende Partei aus.

Zum Beispiel?

Hoppe: Zum Beispiel die Bundesrepublik Deutschland. Der Kern der gegenwärtigen fundamentalen Krise dieses Landes ist, daß die Politiker den Wählern jahrzehntelang mehr und immer mehr versprochen haben. Sie haben verteilt, was volkswirtschaftlich gesehen gar nicht zum Verteilen da war, nur um wiedergewählt zu werden. Und die Wähler haben sich willig bestechen lassen, wohlwissend, was vor sich geht. Aber alle wollten eben ihren Nutzen aus diesem gigantischen Raubzug ziehen. Das Paradebeispiel ist Konrad Adenauer, der seine Rentenreform gegen den guten Rat der Fachleute durchgeführt hat, nur um Wähler zu gewinnen, ohne Rücksicht darauf, daß er damit den Keim der Vernichtung in das bundesdeutsche Rentesystem gepflanzt hat. Heute sind in Deutschland die Kassen leer und die Schulden nicht mehr zu tilgen. Alle schimpfen auf diejenigen, die damals über die Verhältnisse gelebt haben. Das ist Unsinn! Diese Leute haben sich lediglich gemäß den Regeln des Spiels verhalten. Schimpfen Sie nicht auf die Spieler, wenn Ihnen das Spiel nicht paßt, schimpfen Sie auf die Regeln! Schimpfen Sie auf die Demokratie! Freiheit statt Demokratie!

Müßten Sie nicht konsequent von allen Demokraten ausgeladen und bekämpft werden?

Hoppe: Was die guten Demokraten betrifft, so haben Sie gewiß recht. Aber gute Demokraten - also Vertreter des Prinzips, daß A und B, weil sie gegenüber C eine Mehrheit bilden, letzteren deshalb berauben oder bevormunden dürfen - sind für mich nur "moderate" Kommunisten, und von denen nicht eingeladen zu werden, betrachte ich als eine Ehre. Nur gibt es gar nicht so viele Personen, die sich zu diesem Prinzip bekennen, wenn es denn erst einmal klar ausgesprochen wird. Es gibt weder in der Familie Demokratie noch in der Kirche, insbesondere der katholischen, noch in der Wissenschaft oder der Wirtschaft. Nirgendwo ist jede Stimme gleich. Überall gibt es Grade natürlicher Autorität.

Sind Sie ein Fall für den Verfassungsschutz?

Hoppe: Der Verfassungsschutz weiß doch gar nicht, was er mit mir und meiner Position anfangen soll. Ich befinde mich völlig außerhalb der gängigen politischen Klassifikationsschemata. Zwar bin ich ein Feind des demokratischen Staates, aber zu behaupten, ich sei ein Feind der Freiheit, des Privateigentums, der Familie und all dessen, was dem Normalbürger wert und teuer ist, ist absurd, geradezu zum Totlachen. Auch der Verfassungsschutz benötigt die Rückendeckung der öffentlichen Meinung. Ich bezweifele, daß es gelingt, mich zu einem Ungeheuer zu stempeln.

Immerhin, unlängst gab es doch Probleme: Allerdings nicht wegen des Antidemokraten Hoppe, sondern wegen Ihres Gegenparts, des konservativen Verlegers Götz Kubitschek, der pikanterweise die Demokratie in Gestalt des Staates gegen Sie verteidigte. Die Uni Greifswald hat der Veranstaltung - mit dem Hinweis, Kubitschek sei ein "rechter Intellektueller" - die Räume entzogen (JF berichtete).

Hoppe: Die ganze Affäre erscheint mir symptomatisch für die politische Befindlichkeit in Deutschland.

Inwiefern?

Hoppe: Demokratie hat eben nichts mit Freiheit zu tun. Demokratie ist eine von Demagogen angereizte und unsicher gesteuerte Herrschaft des Mobs. Insbesondere die deutsche Demokratie trägt Züge eines weichen, durch weitgehende und als solche oft kaum mehr wahrgenommene Selbstzensur gekennzeichneten Totalitarismus.

Wieso sind sie 1985 ausgerechnet in die USA ausgewandert, die sich selbst als Mutterland der Demokratie betrachten?

Hoppe: Nach meiner Habilitation 1981 war ich für fünf Jahre Empfänger eines Heisenberg-Stipendiums. Es hieß inoffiziell, daß man nach Ablauf des Stipendiums gewiß mit einem Lehrstuhl rechnen könne. Mir wurde aber schnell klar, daß dies in meinem Fall, mit meinen Auffassungen, sicher nicht eintreffen würde. Darum bin ich 1985 in die USA gezogen, in der, wie sich herausstellen sollte richtigen Annahme, daß der akademische Arbeitsmarkt - wie der Arbeitsmarkt generell - dort noch flexibel genug sei, um auch Außenseitern wie mir eine Chance zu eröffnen. Es ist mir nicht leichtgemacht worden, mich in Amerika erfolgreich durchzusetzen. Aber in Deutschland wäre ich untergegangen, dort habe ich dagegen von Anfang an Freunde und Förderer gefunden.

Sie sprachen vom "Totalitarismus" der Demokratie. Meinen Sie die "Political Correctness" (PC)? Auch die stammt aus den USA!

Hoppe: Es stimmt, die PC-Bewegung in Amerika ist zweifellos älter als in Deutschland und Europa. Sie hat mit der sogenannten "Bürgerrechtsgesetzgebung" Mitte der sechziger Jahre begonnen und findet heute in einer Vielzahl beinahe alle Lebensbereiche erfassender "affirmative action"-Bestimmungen, Quotenregelungen und Diskriminierungsverboten Ausdruck. Mittlerweile gibt es eigentlich nur noch eine einzige nicht-geschützte Personengruppe: weiße heterosexuelle Männer. Sie sind die für alles Unheil der Welt verantwortliche "Tätergruppe". Alle anderen Personengruppen sind ihre "Opfer". Ob die Situation heute in Amerika schlimmer oder bedrohlicher ist als in Europa ist schwierig zu beurteilen. In den USA treibt die Political Correctness wohl die verrückteren Blüten. Aber obwohl Sündern wider den korrekten Geist das Leben schwergemacht und nicht selten die Karriere ruiniert wird, wird man doch, im Unterschied zu Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern, zumindest nicht mit strafrechtlichen Sanktionen bedroht, wenn man sich über besonders heikle Themen äußert.

Zum Beispiel?

Hoppe: Denken Sie nur an den Volksverhetzungsparagraphen, der Äußerungen Vermutungen gekennzeichnet werden, unter Strafandrohung stellt. Damit erreicht man meines Erachtens nur das genaue Gegenteil dessen, was beabsichtigt ist. Wenn bestimmte Äußerungen verboten sind, stellt sich beinah automatisch der Verdacht ein, daß an ihnen möglicherweise doch etwas dran ist. Denn warum sollte man sonst zu so einer drastischen Maßnahme wie einem Sprachverbot greifen?

Zurück zur Demokratie: Wenn die Demokratie nicht eine Form der Freiheit, sondern eine Form der Ausbeutung ist, was bedeutet das dann für den Gründungsmythos der Demokratie in Europa, die Französische Revolution?

Hoppe: Gewiß muß das Bild von der Französischen Revolution noch grundlegend berichtigt werden, wenngleich es in den letzten Jahren schon erhebliche Fortschritte in dieser Richtung gegeben hat. Die Französische Revolution gehört in dieselbe Kategorie von üblen Revolutionen wie die bolschewistische Revolution und die nationalsozialistische Revolution. Königsmord, Egalitarismus, Demokratie, Sozialismus, Religionshaß, Terror, Massenplünderung, -vergewaltigung und -mord, die allgemeine militärische Zwangsverpflichtung und den totalen, ideologisch motivierten Krieg - all das verdanken wir der Französischen Revolution.

Das ist jetzt über 200 Jahre her. Wie konnten sich die Volker so lange so
täuschen?

Hoppe: Die meisten Personen, immer und überall, sind töricht und dumm. Und der sogenannte Wohlfahrtsstaat und das "öffentliche" Bildungswesen trägt dazu bei, die Bevölkerung noch weiter zu verdummen. Sie denken nicht selbst, sondern beten das nach, was ihnen von den Eliten erzählt wird. Und die Eliten haben nur allzu oft ein Interesse daran, die Massen dumm zu halten, da sie selbst von dieser Dummheit profitieren.

Sie betrachten nicht nur die Demokratie, sondern gleich den Staat an sich als eine Fehlentwicklung der Geschichte. Wieso hat sich all das denn entwickelt, wenn es so überflüssig ist?

Hoppe: Versetzen Sie sich in die Lage vor 1989. Da hätte man fragen können: Sie halten den Sozialismus für eine Fehlentwicklung, wieso hat er sich dann entwickelt? Die Antwort: Die Geschichte ist kein geradliniger Prozeß, in dem es immer nur vorwärts und aufwärts geht. Es gibt auch Fehlentwicklungen. Der Sozialismus stellt eine solche, kurzfristige Fehlentwicklung dar, der Staat eine andere, langfristigere. Und ja, natürlich erfüllen beide auch eine "wichtige" Funktion: Der Sozialismus erlaubt der sozialistischen Partei, die produktiv arbeitende Bevölkerung zum eigenen Vorteil auszubeuten, und der Staat leistet das gleiche für die Etatisten.

Sie werfen dem Konservatismus vor, im Grunde nichts anderes als "Sozialismus" zu sein. Sind aber nicht vielmehr Sie - mit Ihrem utopischen Menschenbild vom unbedingt eigenverantwortlichen Menschen - der "Sozialist"?

Hoppe: Sehen Sie sich einmal das über 150 Jahre alte Kommunistische Manifest an, dann werden Sie mir zustimmen, daß die konservativen Parteien der Gegenwart einen Großteil der sozialistischen Ideologie geschluckt haben. Der Niedergang der SPD, den wir gegenwärtig in Deutschland erleben, ist kein Zeichen einer Abkehr vom Sozialismus, sondern seines Triumphes: Es gibt keinen besonderen Grund mehr, SPD zu wählen, wenn doch alle Parteien sozialdemokratisch sind! Von daher erhoffe ich mir auch so gut wie nichts von der bevorstehenden "Wende" von Rot-Grün zu Schwarz-Gelb durch die voraussichtliche Bundestagswahl im Herbst. Was die Frage des Utopischen angeht, so irren Sie sich: Die Sozialisten sind Utopisten, denn sie gehen davon aus, daß es mit der Ankunft des Sozialismus auch zu einer Wandlung der menschlichen Natur kommt. Das ist natürlich Unsinn, frommes Wunschdenken. Libertäre wie ich sind dagegen Realisten. Wir nehmen die Menschen, wie sie sind - gut und böse, friedfertig und aggressiv, altruistisch und egoistisch, produktiv und unproduktiv, fleißig und faul, verantwortungsvoll und verantwortungslos etc. - und glauben nicht, daß die menschliche Natur grundsätzlich wandelbar ist. Als Realisten sind wir nur davon überzeugt, daß Anreize immer und überall wirken. Es muß eine institutionelle Anreizstruktur geschaffen werden, die "gutes" Verhalten belohnt und "schlechtes" bestraft. Das wird "schlechtes" Verhalten zwar nicht beseitigen, aber es wird seine Häufigkeit und Heftigkeit vermindern.

Und diese Anreize schafft eben zum Beispiel der demokratisch kontrollierte Rechtsstaat konservativ-altliberaler Prägung!

Hoppe: Die Institution eines Staates, die im Unterschied zu allen anderen Institutionen Zwangsabgaben (Steuern) erheben darf und die in allen Konfliktfällen, einschließlich solcher, in die sie selbst verwickelt ist, letztendscheidender Richter ist, setzt falsche Anreize: Zum einen erlaubt sie es Personen, ein Einkommen zu erzielen, ohne dafür Güter oder Dienstleistungen erbringen zu müssen, die freiwillige Abnehmer finden. Mit anderen Worten: Sie belohnt Personen dafür, minderwertige Güter oder gar "Ungüter" herzustellen. Zum anderen schafft der Staat einen Anreiz dafür, Konflikte nicht zu schlichten, sondern sie selbst zu provozieren, um sie dann zu eigenen Gunsten zu entscheiden. Mit anderen Worten: Der Staat belohnt das Begehen von Unrechtstaten.

"Der Sozialstaat wird untergehen, wie einst die UdSSR"

Ihrer Analyse vom zwingend erfolgenden Niedergang des Wohlfahrtsstaates ist derzeit leider schwerer denn je zu widersprechen. Werden wir Deutschen tatsächlich unser liebstes politisches Kind, den deutschen Sozialstaat, verlieren?

Hoppe: Der sogenannte Sozialstaat - eigentlich handelt es sich bei dem, was wir sozial nennen um "Stehlen und Hehlen", aber nicht um echte, freiwillige und nur darum moralisch zu nennende Sozialpolitik - wird ebenso sicher zusammenbrechen, wie der Kommunismus zusammengebrochen ist. Das ganze Sozial-"Versicherungssystem", der Generationen-"Vertrag", ist wie ein Kettenbrief zum Absturz verurteilt. Jeder private Geschäftsmann, der ein solches "Versicherungssystem" anbieten wollte, würde sofort als Gauner verhaftet. Daß man in Deutschland immer noch, selbst angesichts steigender Lebenserwartungen und sinkender Geburtenraten, so tut, als habe man es mit einer großen Erfindung zu tun, zeugt deshalb nur davon, wie verantwortungslos, ja geradezu gemeingefährlich die gesamte Politikerklasse hierzulande ist.


Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe gilt als einer der profiliertesten Vordenker der weltweiten libertären Bewegung. Geboren wurde er 1949 in Peine. Erstudierte Soziologie und Ökonomie und wanderte 1985 in die USA aus, um bei Murray Rothbard zu studieren, dessen Lehrstuhl er schließlich übernahm. Hoppe ist "Distinguished Fellow" am Ludwig von Mises Institute in Auburn, Herausgeber des Journal of Libertarian Studies und Autor verschiedener Bücher. Seine provokante Studie "Demokratie - Der Gott, der keiner ist" (Verlag Manuscrpitum, 2003) erreichte in den USA sieben Auflagen und wurde bislang ins Deutsche, ins Spanische und ins Koreanische übertragen. Übersetzungen ins Polnische und Italienische sind in Vorbereitung.


Das Richtige lernen

Oberrabbiner Moishe Arye Friedman

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19 Januar 2005-07-03

Als Oberrabbiner der strenggläubigen orthodoxen antizionistischen jüdischen Gemeinde Wiens und Rabbiner mit Jahrhundertealten Wurzeln in Deutschland bin ich sehr berührt über die von kardinal Meisner in seinen Feiertagspredigten geäußerten historischen und theologischen Wahrheiten und seinen Mut, diese mit festen Worten zu äußern. Gestatten Sie mir auch als Leser der F.A.Z. und echter Freund Deutschlands, dem deutschen Volk und der katholischen Kirche alles Gute für das neue Jahr 2005 zu wünschen. Für eine in jeder Hinsicht erfolgreiche Zukunft, von der ich mir insbesondere Frieden und Gerechtigkeit für das Heilige Land erhoffe, für ein vom Zionismus befreites Jerusalem und die Rückkehr aller palästinensischen Flüchtlinge in ihrer Heimat.

 Andererseits bin ich sehr empört und entsetzt über die verbalen Angriffe gegen Kardinal Meisner und alle Deutschen anlässlich seiner Predigt zum Dreikönigstag. Dazu möchte ich folgendes klarstellen: Die, die den sogenannten Holocaust herbeigeführt haben, waren gerade sie Gottlosen, weshalb es besonders wichtig ist, den Gottesbezug in der europäischen Verfassung einzubinden. Heute scheint sich aber fast niemand mehr ernsthaft um die Lehren aus der Verbrechen der Vergangenheit zu kümmern. Bolschewismus und Stalin, der viel mehr  unschuldige Menschen und Juden umgebracht  hat als Hitler im Zweiten Weltkrieg, scheinen fast vergessen, wohl weil sich diese Verbrechen nur schlecht instrumentalisieren lassen, um mit ihnen Geschäfte zu machen. Auf die problematischen Teile der deutschen Vergangenheit sollte auch nicht nur zu zwielichtigen Zwecken hingewiesen werden, sondern um daraus das Richtige zu lernen, die rechten Schlüsse zu ziehen – und die können nur in einer echten und intensiven Rückkehr zu den guten nationalen Traditionen des Deutschtums und zum aufrichtigen und tiefen Glauben and Gott gehören. Die heutige feierliche Propaganda zielt aber auf eine Erniedrigung des deutschen Volkes und bewirkt so das Gegenteil des eben Gesagten – mit katastrophalen Konsequenzen.

Die Behauptung, dass die Groß- und Urgroßväter der heutigen jungen Deutschen durch die Bank Verbrecher waren, führt zu einer Entwurzelung und Selbstunterschätzung und letztlich zum Versuch, sich von der eigenen nationalen Identität abzuwenden. Diese Entwicklung ist eine große Gefahr für die Zukunft Deutschlands. Wenn Kardinal Meisner einen Zusammenhang zwischen Herodes, Stalin, Hitler und den heutigen Abtreibungen herstellt, ist dies hingegen aus unserer religiösen Sicht völlig legitim und richtig. Die verbalen Attacken dagegen und die ungeheuren Methoden, mit denen versucht wird, den mutigen Prediger mundtot zu machen, stellen eine grobe Verletzung der Menschenrechtskonvention der Europäischen Union des Artikel 9 (Glaubensfreiheit) und Artikel 10 (Meinungsfreiheit) dar! Ich schäme mich, daß solches Unrecht im Namen des Judentums und durch Leute, die den gleichen Namen wie ich tragen, begangen wird.

Darüber hinaus ist es hoch an der Zeit, daß das deutsche Volk einen recht verstandenen Nationalstolz wiederentdeckt, sich zur in so vielen, guten und großartigen Geschichte Deutschlands bekennt und zu seinem überlieferten Glauben zurückfindet. Nur auf diesem Weg entsteht wieder jenes geistige Klima, das für ausreichenden Nachwuchs nötig ist. Als Vater von sieben Kindern wünsche ich aus dem deutschen Volk herzlichst, daß es zu einem solchen geistigen Klima finden möge, um sich vor einer Überfremdung zu schützen, die eigene Identität auch in Zukunft zu bewahren und der eigenen Jugend eine unbelastete und hoffnungsfrohe Zukunftsperspektive zu ermöglichen.

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