Thursday, March 10

 

Von: Grenville Rogers [mailto:grogers@vianet.ca]
Gesendet: Mittwoch, 9. März 2005 07:20
An: hm@horst-mahler.de
Betreff: Prisoner of war

 

Dear Mr. Mahler

 

   I have just read your report entitled, "Ernst Zundel - Prisoner of War".

 

It is a correct title, because he truly is a prisoner of war; a war brought on by lies, as all wars seem to be based on lies.

 

   You signed off with the words, "Truth will set us free". Correct. One of the biggest problems is to get the truth widely known. With the media so controlled by the enemies of truth, it is very difficult. I live in Canada, and I am ashamed of my country's treatment of Ernst. It seems that most Canadians are interested only in sports, booze, pornography, gambling and a lot of other frivolous activities. They do not want to be bothered with anything serious. I hope they wake up before it is too late.

 

   I have read about you many times over the years, and I was pleased to read your report about Ernst. He will be treated far better in a German prison than he was in Canada's Abu Ghraib/Guantanamo gulag. 

 

   I wish you well in all your endeavours.

 

Grenville Rogers

PO Box 1630, Lively, Ontario, P3Y 1N3, Canada

 

Dr. phil. Dipl.rer.pol. Joachim Bullinger M.A.

Magister der Soziologie, VWL und

Psychoanalyse

JFBulli@compuserve.de

 

9. März 2005                                                                                                                                                                                              

Ernst Zündel

Justizvollzugsanstalt Mannheim

Herzogenriedstr. 111

D- 68169 Mannheim

 

Willkommen in der Heimat

 

Lieber Herr Zündel,

 wie schön wäre es gewesen, wenn Sie als freier Mann in ein freies Deutschland gekommen wären und die Menschen Ihnen zugejubelt hätten. Ja, zugejubelt aus Dankbarkeit für den heldenhaften Kampf um Wahrheit, den Sie so standhaft, ungebeugt und furchtlos gegen die schiere Übermacht der Herren der Lüge führen.

 Leider ist es nicht so. Man hat Sie gefangen genommen, in eine Zelle gesperrt, und eine alttestamentarisch orientierte „Inquisition“ wird Ihnen eine Art von „Hexenprozess“ machen.

 Welche Möglichkeiten sind Ihnen also eröffnet?

·        Sie können sich einen Verteidiger nehmen. Aber wenn dieser Verteidiger seine Aufgabe ernst nimmt und das Spiel der Herren nicht mitspielt, verliert er seine Zulassung als Rechtsanwalt und wird selbst angeklagt und verurteilt werden, was sich an dem „Klaren Fall“ Horst Mahler leicht ablesen läßt.

·        Sie können sich selbst verteidigen und dabei auf die historische Wahrheit pochen. Dann wird Ihr Urteil umso härter ausfallen, denn Sie gelten dann als verstockt, uneinsichtig und also unbelehrbar. Dann muß Sie die ganze Härte des Gesetzes treffen.

·        Sie können abschwören (wie Galilei) dann wird Ihr Urteil milde sein.

 

Vielleicht gibt es aber noch eine Möglichkeit. Man wirft Ihnen eine „Verleugnung des Holocaust“ vor. Das ist (wie ich meine) der Kern der Anklage. Nun bestreite auch ich ("bestreiten" ist der bessere Begriff, denn "verleugnen" kann man nur etwas, was es tatsächlich auch gegeben hat oder immer noch gibt) daß das in Rede stehende Geschehen die Qualität eines "Holocaust" haben kann, und muß daher damit rechnen, auch angeklagt und verurteilt zu werden.

Für diesen Fall habe ich mir vorsorglich eine Art von "theologischer" Verteidigung zurechtgelegt, eben weil eine effiziente juristische Verteidigung allein schon daran scheitern dürfte, daß jeder Verteidiger (der dies versuchte) selbst angeklagt und verurteilt werden könnte.

 

 Meine (mögliche) Verteidigung ruht also auf den beiden folgenden Säulen auf: 

1.) Die strafbewehrte Zahl von 6 Mio resultiert aus einer kabbalistischen Interpretation der Bibel.

Diese Interpretation wird z.B. [Ich erinnere mich dunkel daran, daß Sie als „Ben Weintraub“ etwas ähnliches geschrieben haben] von Rabbi Benjamin Blech in dem Schlußkapitel "Prophecies and Predictions: The Final Redemption" seines Buches "The Secret of Hebrew Words" Northvale/New Jersey 1991, expliziert. Demnach müßte der im Liber Levitici verwendete hebräische Begriff für "Rückkehr" TaShuVU eigentlich "TaShuVVU" geschrieben sein. Nachdem die Thora aber keinen Fehler enthalten darf, ergibt sich ohne das "V" ( Vav = 6) eine ultimative kabbalistische Voraussage:

Ta(v) = 400, Shin = 300, Vet =2, Vav = 6. Daraus falgt kabbalistisch 708. 1948 (Jahr der Rückkehr ohne Vav also mit 6 Mio weniger) = 5708, das jüdische Jahr. Bei der Jahreszahl sind die Tausender auszulassen, also ist in der Bibel vorausgesagt, daß die Rückkehr ins heilige Land im Jahre 1948 erfolgt, aber mit 6 Mio Juden weniger.

Es mag sein, daß diese Prophezeiung als erfüllt dargestellt werden mußte, weil sonst keine gläubigen Juden nach Israel eingewandert wären. Die „Offenkundigkeit“ der 6 Millionen wäre dann gleichsam die Legitimation für die Existenz Israels. Diese kabbalistische Legitimation darf aber nicht dazu führen, daß Menschen strafrechtlich verfolgt werden, wenn sie nicht an die in Rede stehende Prophezeiung oder/und deren Erfüllung glauben.

Daran mag man glauben, wenn man Jude ist oder ein kabbalistisch orientierter Goi. Beides ist bei mir nicht der Fall. Und ich meine, daß kein Staat dieser Welt mir diesen Glauben aufzwingen darf, auch nicht die BRD. Ich glaube nicht an die Kabbala und halte daran fest. Ich bin Wissenschaftler und kein Esoteriker.

 

2.) Falls es sich aber doch um einen gottgewollten "Heiligen Holocaust" gehandelt haben sollte, ergibt sich als einzig mögliche Referenz Genesis 22, 2 nach der Vulgata.

Dort heißt es aber als Befehl Gottes:

„... ait ei tolle filium tuum unigentum quem diligis Isaac et vade in terram Visionis [das wäre dann das Dritte Reich] atque offer eum ibi holocaustum [sic!] ...“ Biblia Sacra Vulgata, Gn 22, 2.

Und wenn mit dem biblischen Land der Visionen [terram Visionis] tatsächlich das nationalsozialistische Deutschland gemeint sein sollte, dann ergibt sich aus Gottes Befehl (an Abraham, dort hinzugehen, um ihm dort seinen geliebten Sohn Isaac [das wäre dann das Volk Israel] im Holocaust zu opfern) ein völlig neuer Sinn und eine ganz andere, gleichsam heilsgeschichtliche Bedeutung des in Rede stehenden Geschehens.

Niemand der diesen Befehl Gottes ausgeführt hat, dürfte dann (juristisch oder/und moralisch) verfolgt und verurteilt werden. Beides ist aber geschehen und geschieht noch. Also kann es kein Holocaust gewesen sein.

Hinzu tritt, daß das Brandopfer für Jahwe erst dadurch zum heiligen Holocaust wird, daß Jahwe es annimmt. Jahwe nimmt das Opfer aber nur dann an, wenn es

(1.) von Angehörigen seines auserwählten Volkes vollzogen und

(2.) dabei das vorgeschriebene Ritual peinlichst genau eingehalten wird.

 

Die erste Bedingung wäre also nur dann erfüllt, wenn man unter dem Begriff "Nazi" eine Abkürzung für "Nationalzionisten" verstehen würde, was nicht der Fall ist.

Eine notwendige (noch nicht hinreichende) Möglichkeitsbedingung der zweiten Anforderung wäre, daß die Opfer vor der Verbrennung geschächtet worden wären. Auch das ist nicht der Fall.

Nachdem also zwei notwendige Möglichkeitsbedingungen nicht erfüllt sind, kann es keinen Holocaust gegeben haben und kein Rechtssystem (das für sich beansprucht ein Rechtssystem zu sein) darf mich dazu zwingen, trotzdem daran zu glauben.

Ich weiß nicht, ob Ihnen die o.a. Argumentation wirklich helfen kann. Schaden anrichten dürfte sie allerdings auch nicht, wie ich meine. Vielleicht könnte sie das Gericht etwas nachdenklich stimmen.

 

In wahrheitsliebender Verbundenheit und mit dem Ausdruck meiner vorzüglichsten Hochachtung

Stets Ihr

 

Dr. Bullinger

P.S.: Ich erforsche (auch als „Teilnehmender Beobachter“ nach Malinowski) im Rahmen meines (empirisch) so­zial­wissenschaftlichen und (theoretisch) psychoanalytischen „Semitismus-Anti­semi­tismus“ Projekts SAPRO die notwendigen Möglichkeitsbedingungen der „Holocaust-Rückbeziehung“, um deren strukturale Gesetzlichkeiten zu erschließen und (darauf aufbauend) ihre Struktur aufzeigen und explizieren zu können. Dies Projekt soll zu einer (wie ich meine dringend notwendigen) Aussöhnung (als Vermittlung im Hegelschen Sinn) von Deutschen und Juden beitragen.

Leider kann ich meine Arbeit nur als „Privatgelehrter“ betreiben, weil ich nur dann staatliche Fördermittel erhalten könnte, wenn ich aus dem ungeteilten (und unteilbaren) Ganzen des „fait social“ (nach Durkheim) die (nur sekundäre) Dimension von „Antisemitismus“ herausschneiden würde, um dann kontrafaktisch zu behaupten, daß es sich bei diesem (gleichsam willkürlich) herausgeschnittenen Teil um ein primäres Ganzes handelte, das irgendwie grundlos emergiert wäre.

Nachdem ich einen solchen Ansatz forschungsethisch nicht vertreten kann, muß ich mich notgedrungen (mehr schlecht als recht) selbst finanzieren und leide daher unter chronischem Geldmangel. Ich wünschte es wäre anders und ich bitte Sie, mir zu glauben, daß ich Sie herzlich gerne unterstützen würde, wenn ich es denn könnte. So aber kann ich mich nur (im Voltaireschen Sinne) mit Ihnen solidarisch erklären, was ich bei jeder sich bietenden (und geeigneten) Gelegenheit tue.

 

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Dr. phil. Dipl.rer.pol. Joachim Bullinger M.A.

 

10. März 2005

Ernst Zündel

Justizvollzugsanstalt Mannheim

Herzogenriedstr. 111

D- 68169 Mannheim

Vielleicht ein Hoffnungsschimmer

Lieber Herr Zündel,

nach meinen Unterlagen gibt es ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Januar 1994, in dem es den Begriff der historischen „Revision“ (als eine ergebnisoffene Vergegenwärtigung von Vergangenheit) ausdrücklich unter den Schutz von Artikel 5, Absatz 3 des Grundgesetzes stellt.

Leider habe ich das Aktenzeichen nicht notiert, aber Ihr Anwalt kann das leicht herausfinden.

Ich zitiere:

„Artikel 5, Absatz 3, Satz 1 des Grundgesetzes schützt nicht eine bestimmte Auffassung ... Auffassungen, die sich in der wissenschaftlichen Diskussion durchgesetzt haben, bleiben der Revision und dem Wandel unterworfen. Die Wissenschaftsfreiheit schützt daher auch Mindermeinungen sowie Forschungsansätze und –ergebnisse, die sich als irrig oder fehlerhaft erweisen.“

In der Hoffnung auf einen Sieg des Rechts über das Unrecht,

das man Ihnen antut

Stets Ihr

Dr. Bullinger

 

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Ernst Zündel

Justizvollzugsanstalt Mannheim

Herzogenriedstr. 111

D- 68169 Mannheim

16.März 2005.

Vielleicht ein 2. Hoffnungsschimmer

Lieber Herr Zündel,

leider bin ich kein Jurist und kann daher die positiv-rechtliche Relevanz der nachstehend ausgewiesenen contradictio (in adiecto) nicht beurteilen. Wenn man aber davon ausgehen kann, daß auch in den Barbara-Syllogismen der Jurisprudenz die allgemeinen Grundsätze der Logik nicht verletzt werden dürfen, dann scheint sich hier eine neue Möglichkeit zu Ihrer Verteidung zu eröffnen.

Das Bundesverfassungsgericht behauptet:

(1.) Das Deutsche Reich existiert nach wie vor, ist aber nicht handlungsfähig.

(2.) Die BRD ist mit dem Deutschen Reich (zumindest zum Teil) identisch.

Wenn (2.) wahr ist, muß (1.) notwendig falsch sein, weil das Deutsche Reich dann als BRD handlungsfähig wäre. Das ist zwingend.

Wenn (1.) wahr ist, muß (2.) notwendig falsch sein, weil dann die BRD nicht mit dem Deutschen Reich identisch oder teilidentisch sein kann. Das ist ebenso zwingend.

Nach dem Grundsatz „in dubio pro reo“ muß das Gericht den für Sie günstigen Fall unterstellen. Das heißt, Sie unterliegen dann (als vor 1949 geborener) Reichsbürger (nach RuStAG) nicht der Gerichtsbarkeit der BRD, weil Sie einem anderen Staat (nämlich dem Deutschen Reich) angehören.

Die BRD-Gerichte sind dann nicht zuständig. Will heißen: Ihr Fall müßte vor einem Reichsgericht (nach Reichsrecht) verhandelt werden. Hier käme es aber nach dem Grundsatz „nulla crimen (nulla poena) sine lege“ nicht einmal zur Anklage, weil eine Strafbarkeit (Ihres Handelns) nicht gesetzlich bestimmt wäre.

In der Hoffnung auf einen Sieg des Rechts über das Unrecht,

das man Ihnen antut

Stets Ihr

Dr. Bullinger

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JFBulli@compuserve.de

19. März 2005

Ernst Zündel

Justizvollzugsanstalt Mannheim

Herzogenriedstr. 111

D- 68169 Mannheim 

Vom Zwang zur offenkundig kontrafaktischen Offenkundigkeit von 6 - 2,5 = 6

Lieber Herr Zündel,

wer oder was zwingt die BRD-Justiz dazu (auch nach der Reduktion der offiziellen Auschwitz-Zahl von 4 auf 1,5 Mio), von einer offenkundig falschen Offenkundigkeit auszugehen? Ich habe versucht, diese Frage zu klären, und bin dabei auf einige (wie ich meine) interessante Zusammenhänge gestoßen:

Am 26.05.1952 hat die BRD mit den drei (westlichen) Besatzungsmächten einen Vertrag geschlossen, den man als „Deutschlandvertrag“ oder „Generalvertrag“ oder „Bonner Konvention“ bezeichnet.

Dieser Vertrag suggeriert (seinem äußeren Anschein nach) die Beendigung des Besatzungsregimes in der BRD, seiner Struktur nach schreibt er es fort. Er trat am 05.05.1955 in der Fassung des am 23.10.1954 in Paris unterzeichneten Protokolls in Kraft. Vgl. BGBl. 1955 II 215 und BGBl. II 213.

In Ausführung dieses Vertrages kam es dann zu dem sogenannten „Überleitungsvertrag“ (gültig in der Fassung vom 30.03.1955, BGBl. II 405), der den Fortbestand der von den Besatzungsbehörden erlassenen Vorschriften festschreibt.

Dort ist in Artikel 7 (1) explizit festgelegt, daß deutsche Gerichte die Urteile und Entscheidungen aus den Nürnberger Prozessen „in jeder Hinsicht als rechtskräftig und rechtswirksam“ zu behandeln haben. 

Deshalb ist die Wahrheit für die BRD-Justiz irrelevant. Es gilt, was in den Nürnberger Prozessen (unter Druck bis hin zur Folter) konstruiert worden ist.

In der Hoffnung auf einen Sieg des Rechts über das Unrecht,

das man Ihnen antut

Stets Ihr

Dr. Bullinger

 

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