Adolf - ein Hund, zum Nazi dressiert

Sein Herrchen dressierte den Hund so, dass er die Pfote zum Hitler-Gruß hebt

 

(Foto: Stickforth)

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Berlin - Er heißt Adolf wie der Führer und wenn sein Hundeführer befiehlt, dann folgt er ihm natürlich - und hebt auf Kommando die rechte Pfote zum Hitlergruß. Deshalb steht Herrchen Roland T. (54) am Donnerstag vorm Amtsgericht. Die Anklage: Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

 

Adolf ist gar kein Brauner, sondern ein Schwarzer mit weißen Haaren um die Schnauze, ein Schäferhund-Mischling mit auffällig großen Ohren. Und die hören aufs Wort, wenn sein Herrchen kommandiert: "Adolf, sitz! Mach' den Gruß!" Dann streckt Adolf brav die rechte Pfote nach vorn... So auch am 16. März 2002 am Tempelhofer Damm: "Sieg heil" soll der Frührentner aus Lichtenrade da gegrölt und erst selbst den Arm zum "Hitlergruß" erhoben haben, bevor er den alarmierten Polizisten zeigte, was sein Adolf so alles kann... Die trauten ihren Augen nicht - Anzeige.

Wieso kann auch der Hitlergruß von einer Hundepfote strafbar sein? Weil auch Grußformen, die dem Hitlergruß zum Verwechseln ähnlich sehen (Paragraf 86a Strafgesetzbuch) verboten sind. "Letztlich muss das aber der Richter entscheiden", so Gerichts-Sprecherin Andrea Boehnke. Roland T. (er soll auch T-Shirts mit Hitler-Bild tragen, obendrein vorm KaDeWe gepöbelt haben) drohen bis zu drei Jahren Haft. Das Schlimmste, was Adolf passieren könnte: Er wird Rudolf T. weg genommen.

Als "Zeuge" gegen sein Herrchen auftreten und im Gerichtssaal den Hunde-"Hitlergruß" zeigen, muss Adolf nicht. Hunde sieht die Strafprozessordnung nicht vor, außerdem sind sie im Moabiter Gericht nicht zugelassen. Adolf wird den Prozess vermutlich in seiner Hundehütte im Lichtenrader Garten seines Herrchens verschlafen.

"Adolf ist ein ganz lieber Hund, lässt sich streicheln, spielt mit anderen Hunden. Was kann er für sein Herrchen", sagt eine Nachbarin aus dem Kiez. Dort ist Roland T. für seine Nazi-Sprüche berüchtigt, gilt aber nach einem schweren Unfall als geistig verwirrt.

Carola Ruff vom Tierschutzverein Berlin: "Zum Kotzen, wenn einer seinen Hund zum Instrument seines kranken Hirns macht. Man kann jeden Hund so dressieren. Pfötchen geben ist den Hunden angeboren." Doch mit viel Liebe und Leckerlis könnte man man auch Adolf den Hitlergruß wieder abgewöhnen. .sk


 

 

This constant talk about Hitler can become wearisome

But Adolf salutes you, nevertheless:

 
 
 

 A man teaches his dog to give the Hitler salute

 

 

 

 

Forbidden salute

Adolf the doggie

Forbidden salute

 

 
     

 

 

 

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